Hochwasser-Helfer: Die Bürgermeister sagen Danke

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BGL/RO/TS - Die Bürgermeister der besonders stark vom Hochwasser getroffenen Städte und Gemeinden zeigen sich zutiefst dankbar: Einsatzkräfte, Helfer und Bürger haben einmaliges geleistet.

Josef Heigenhauser (Gemeinde Reit im Winkl):

Josef Heigenhauser.

"Wir hatten wie immer zwei Schwerpunkte bei Hochwassersituationen. Durch das schnelle Handeln der Feuerwehr konnten wir aber größere Schäden verhindern. Dafür meinen herzlichen Dank an alle Helfer, die teilweise 24 Stunden ununterbrochen im Einsatz waren. Wir konnten auch unserer österreichischen Nachbargemeinde mit 25 Einsatzkräften helfen, denn Kössen hat es weit schlimmer erwischt als uns. Die Schäden bei uns sind lapidar zu dem, was jenseits der Grenze los ist. Bei uns waren in der Spitze rund 40 Helfer im Einsatz".

Dr. Herbert Lackner (Stadt Bad Reichenhall):

„Ich möchte mich im Namen der Stadt Bad Reichenhall und vor allem persönlich bei allen Helfern bedanken. Unermüdlich haben sie gegen das Hochwasser in Bad Reichenhall angekämpft. Auf unsere Rettungsorganisation ist Verlass".

Gabriele Bauer (Stadt Rosenheim):

Gabriele Bauer.

„Ich war von Anfang an informiert und war, als die Lage dramatisch wurde, mit den Einsatzkräften vor Ort. Ich bin tief beeindruckt von der hohen Kompetenz und der Bereitschaft der Ehrenamtlichen, die sich bis zur Erschöpfung für die Bürgerinnen und Bürger eingesetzt haben. Die Zusammenarbeit zwischen den unzähligen Rettungs- und Einsatzkräften hat beispiellos funktioniert. Besonders hat mich auch die Bereitschaft der nichtbetroffenen Menschen beeindruckt, die spontan ihre persönliche Hilfe sowie großzügige Spenden zur Verfügung gestellt haben. In der Not hat sich gezeigt, dass das Miteinander und das Füreinander einstehen einen außergewöhnlich hohen Stellenwert in unserer Stadt hat.“

Franz Halmich (Gemeinde Marktschellenberg):

Franz Halmich.

"Einmal mehr war ich vom herausragenden ehrenamtlichen Engagement unserer Gemeindebürger überwältigt. Durch die schnelle Einsatzbereitschaft und vor allem die routinierte Arbeit unserer Feuerwehrler konnte auf die rasant eintreffenden Notfallmeldungen ebenso rasch reagiert werden. Auch unsere Bauhofbediensteten waren bereits seit den frühen Nachtstunden mit eingebunden und leisteten hervorragende Arbeit. Das Zusammenspiel mit den anderen Einsatzkräften klappte vorbildlich - auch gemeinde- und grenzübergreifend. Und wenn es zum Beispiel 'nur' ein Blech voller Kuchen war, der wie selbstverständlich von einer Mitbürgerin für die Helfer abgegeben wurde, so spürte man einfach, dass der Zusammenhalt in der Gemeinde funktioniert und die Hilfe auch geschätzt wird. Meinen herzlichen Dank und tiefste Anerkennung für die geleistete Arbeit am Nächsten".

Bartholomäus Irlinger (2. Bürgermeister Gemeinde Unterwössen):

"Wir sind von Schäden in zweistelligem Millionenbereich verschont geblieben - aufgrund der hervorragenden Hochwasserschutzbauten, die sich mittlerweile in Verbindung mit dem Notfallplan von 2008 zum dritten Mal bestens bewährt haben. Und das obwohl der Pegel der Unterwössener Ache diesmal um einen Meter höher stieg als 2002. Ein großer Dank gilt allen Helfern der Freiwilligen Feuerwehr, des Bauhofes und allen Bürgerinnen und Bürgern, die mitgeholfen haben, das Wasser im Zaum zu halten. Insgesamt rund 150 Menschen. Da wir von Schäden verschont geblieben sind, konnte unsere Feuerwehr in Marquartstein und in Kössen aushelfen - auch dafür ein herzliches Dankeschön".

Johann Krichenbauer (Gemeinde Burgkirchen an der Alz):

"Die anhaltenden Regenfälle der letzten Woche ließen die Alz zu einem gewaltigen und reißenden Fluss ansteigen und über die Ufer treten. Auch andere Flüsse wie der Halsbach oder der Mühlbach sind über die Ufer getreten und haben Überschwemmungen verursacht. Da der Boden mit Wasser gesättigt war, konnte er die Niederschläge nicht mehr aufnehmen. Das wild abfließende Oberflächenwasser hat ebenfalls zu Überschwemmungen geführt. Im Namen der Gemeinde, des Gemeinderates und insbesondere ganz persönlich danke ich allen, die auf irgendeine Art und Weise geholfen haben, die Auswirkungen dieser Naturkatastrophe zu lindern. Obwohl wir in Burgkirchen an der Alz noch mit einem blauen Auge davon gekommen sind, sind dennoch viele Anwesen direkt oder indirekt durch Hochwasser und als dessen Folge von drückendem Grundwasser geschädigt worden. Nur durch den außerordentlichen Einsatz vieler Helfer konnten noch größere Schäden vermieden oder entstandene Not gelindert werden. Ich danke besonders den Freiwilligen Feuerwehren Burgkirchen an der Alz, Neukirchen-Hirten und Dorfen sowie der Werkfeuerwehr Gendorf für ihren unermüdlichen Einsatz. Ich danke allen Kräften aus dem Landkreis Altötting, besonders der Kreisbrandinspektion und den Freiwilligen Feuerwehren Mehring und Reischach für ihre Unterstützung. Ich danke der Firma Bergmann, Kieswerke in Emmerting, für die Bereitstellung und Verladung des Sandes für die Aufschüttung des Hochwasserdammes in Hirten und für die Befüllung von Sandsäcken. Mein besonderer Dank gilt den Bau- und Transportunternehmen aus Burgkirchen und aus dem Landkreis Altötting, die sofort mit Lkw den Transport des erforderlichen Sandes übernommen haben. Der Firma Mauerberger, Burgkirchen, danke ich für die unkomplizierte Unterstützung. Dem Straßen- und Wasserzweckverband der Gemeinden des Landkreises Altötting mit Sitz in Perach danke ich für die schnelle Unterstützung mit Personal und Transportmitteln. Besonders bedanken möchte ich mich auch beim Bauhof der Gemeinde Burgkirchen, dem eingesetzten Rathauspersonal und bei allen, die einfach mit angepackt haben und so dazu beitragen haben, noch größere Schäden zu verhindern oder bereits entstandene Not zu lindern. Herzliches Vergelt's Gott. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei den Geschädigten für ihre Ausdauer und für ihre Geduld bedanken. Gerade ihnen gebührt unser höchster Respekt".

Jürgen Seifert (Gemeinde Prien am Chiemsee):

Jürgen Seifert.

"Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften und Helfern von Herzen. Sie alle haben eine große Katastrophe verhindert. Seit Samstag wird auch bei uns fieberhaft gearbeitet, um die Schäden in Grenzen zu halten. Unsere Feuerwehr - mit 1. Kommandant Stefan Pfliegl und 2. Kommandant Klaus Kollmannsberger - hat hochprofessional gearbeitet, aber natürlich auch der Bauhof, die Gärtnerei, die Wasserwacht, Polizei, das BRK und viele andere. Ein besonderes Anliegen ist es mir, bei 70 Bürgerinnen und Bürgern danke zu sagen, die spontan unserem Aufruf gefolgt waren und freiwillig kamen, um 2.500 Sandsäcke mit der Hand zu befüllen. Das zeigte den außerordentlichen Zusammenhalt in unserer Gemeinde, wenn es drauf ankommt".

Hans Eschlberger (Gemeinde Ainring):

Hans Eschlberger.

"Ich danke allen Einsatzkräften unserer Feuerwehr und unseres Bauhofes, der Wasserwacht und des THW für ihren unermüdlichen Einsatz beim dramatischen Hochwasserereignis. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass wir uns glücklich schätzen können über soviel ehrenamtliche Hilfsbereitschaft. Wir hatten und haben tüchtige und qualifizierte Helferinnen und Helfer, die in ihrer Freizeit Tag und Nacht selbstlos und bis an die Grenzen ihrer Kräfte im Einsatz waren und auch jetzt noch für uns da sind. Bei aller Dramatik der Ereignisse ist es beruhigend, dies zu wissen. Ausdrücklichen Dank auch an die verständnisvollen Arbeitgeber, die während der Katastropheneinsätze auf ihre Mitarbeiter verzichten mussten. Besonders erfreulich waren und sind die spontanen Nachbarschaftshilfen. Es hat sich gezeigt, dass wir in unserer Heimatgemeinde und darüber hinaus zusammenstehen und zusammenhelfen. Die Gemeindebürger Hans Söllner und Thomas Berger planen sogar Benefizkonzerte, um aus dem Erlös den am schlimmsten betroffenen Freilassinger Nachbarn zu helfen."

Franz Rasp (Marktgemeinde Berchtesgaden):

"Ein großes Dankeschön allen Helferinnen und Helfern, besonders auch an unsere neuen Feuerwehr-Kommandanten Thomas Pfnür und Christian Buchwinkler. Ihr habt großartiges geleistet und ich bin stolz, mit Euch allen zusammenarbeiten zu dürfen".

Josef Flatscher (Stadt Freilassing):

Josef Flatscher.

"Menschen unserer Stadt haben Unfassbares erlebt. Große Wassermengen wurden in kürzester Zeit zur ernsthaften Bedrohung; einer Bedrohung, die die Evakuierung der Bewohner notwendig machte, die einer plötzlichen Entwurzelung gleich kam. Hab und Gut musste zurückgelassen werden, die Bewohner mussten sich und ihre Familie in Sicherheit bringen. Angst, Unsicherheit, Fassungslosigkeit und Ohnmacht, das sind die Empfindungen, die unsere vom Hochwasser schwer betroffenen Bürger mit ihren Familien erleben. Existenzen sind in Gefahr oder schlimmstenfalls vernichtet. Was ich bis jetzt direkt am Unglücksort gesehen und erlebt habe, macht auch mich fassungslos. Darum möchte ich meinem tiefen Bedürfnis Ausdruck geben, an dieser Stelle meine Achtung und größten Dank auszusprechen. Meine Anerkennung gilt allen Freilassingerinnen und Freilassingern, die sich als Betroffene in dieser schockierenden Situation befinden und die mit aller Kraft versuchen, die Folgen zu bewältigen. Ich danke allen freiwilligen Helfern und den folgenden, mir bis jetzt bekannten Einsatzkräften, die ihre vielseitige Hilfe seit dem Unglückstag ohne Unterbrechung einsetzen: Kriseninterventionsteam (KIT), Polizei Freilassing / Bundespolizei, Freiwillige Feuerwehren (insgesamt 26), Technisches Hilfswerk, Bundeswehr, Bayerisches Rotes Kreuz / Bergwacht / Wasserwacht / Malteser, Deutsche Lebensrettergemeinschaft (DLRG), eon, Deutsche Bahn, Staatliches Bauamt / Wasserwirtschaftsamt, Städtischer Bauhof, Klärwerk, Badylon und Freibad / Städtische Mitarbeiter im Rathaus mit den weiteren Außenstellen. Der menschliche Zusammenhalt und die Bündelung der Kräfte von Organisationen, Nachbarschaftshilfe und freiwilligen Helfern hat mich berührt. Ich hoffe und wünsche mir für die Betroffenen, dass sich dies fortsetzt".

Hans Feil (Stadt Laufen):

Hans Feil.

"Vergelt's Gott allen freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Spendern und Gönnern, die im Rahmen der Hochwasserkatastrophe den Betroffenen und Geschädigten in der Stadt Laufen mit all ihren Ortsteilen zur Seite gestanden sind. Das Zusammenwirken aller Hilfs- und Rettungsdienste, der Freiwilligen Feuerwehren aus Laufen und den benachbarten Gemeinden, der Bundeswehr, den Landwirten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt, den verschiedensten Vereinen, Gruppierungen und Zusammenschlüssen, den Vertretern aus Handel, Handwerk, Dienstleistung und Gastronomie sowie den Behördenvertretern und allen Einzelpersonen hat reibungslos funktioniert und war ausschließlich zum Wohle der vom Hochwasser Betroffenen ausgerichtet. Die Tatsache, dass im Rahmen der schrecklichen Ereignisse alle an einem Strang gezogen und sich gemeinsam und miteinander für das Leben anderer eingesetzt haben, hat mich persönlich sehr berührt. Selbstverständlich wird die Stadt Laufen die Geschädigten auch weiterhin im Rahmen aller bestehenden Möglichkeiten bestmöglich unterstützen".

Hannes Holzner (Gemeinde Piding):

Hannes Holzner.

"Die Gemeinde Piding war im Wesentlichen vom Rekordhochwasser der Saalach betroffen. Der Pegel der Saalach war um einiges höher als 2002. Hier wurde vor allem der Ortsteil Bichlbruck teilweise bis zu 1,50 Metern überflutet. Dies führte zu schweren Schäden an den Gebäuden und der Infrastruktur. Ein zweiter Brennpunkt ist der sehr stark gestiegene Grundwasserspiegel. Hier kämpft die Gemeinde gemeinsam mit den Bewohnern der Ortsteile Mauthausen und Pidinger Au gegen die Wassermassen von unten. Seit Sonntagabend dringt dort das Grundwasser durch Öffnungen und Risse in die Keller ein und füllt diese bis zu 1,6 Metern hoch auf. Dieses Wasser gefährdet die Elektrik sowie diegelagerten Öltanks, welche aufschwimmen können und dadurch das Öl auslaufen kann. Leider pumpen auch immer wieder Hausbesitzer das Wasser in den Schmutzwasserkanal, wodurch auch hier Probleme wegen Überlastung auftreten. In Piding stand die Feuerwehr von Samstag, 21 Uhr, bis Sonntag, 22 Uhr, ununterbrochen im Einsatz gegen die Wassermassen. Unterstützt wurden die Kräfte der Feuerwehr vom Bauhof und freiwilligen Helfern aus der Bevölkerung. Auch am Montag und Dienstag standen die FFW und der Bauhof von 8 bis 19 Uhr im Einsatz, um Keller leer zu pumpen, Häuser vom Schlamm und Unrat zu säubern und Straßen und Wege wieder befahrbar zu machen. Zusätzlich stellt die FFW Piding seit Sonntag jeden Tag eine Gruppe zur Unterstützung der Stadt Freilassing bei den aufwändigen Aufräumarbeiten zur Verfügung. Für den unermüdlichen aktiven Kampf gegen die Wassermassen und deren Folgen bedanke ich mich im Namen der Betroffenen und der Gemeinde Piding recht herzlich bei den Mitgliedern der Feuerwehr, dem Bauhof, dem Roten Kreuz und den freiwilligen Helfern für deren Einsatz. Nur durch Ihre Hilfe konnte noch Schlimmeres verhindert, die Schäden minimiert und den Betroffenen etwas geholfen werden. Mein Dank gilt aber auch all denen, welche die Einsatzkräfte permanent mit warmen Getränken, Brotzeit und Kuchen versorgen und somit die Leistungsstärke und die Leistungsbereitschaft aufrecht erhalten. In solchen Krisensituationen zeigt sich einmal mehr, dass man in der Gemeinschaft vieles schafft, alleine dagegen auf verlorenem Posten steht. Ein besonderer Dank gilt den Arbeitgebern, welche die Einsatzkräfte während der Arbeitszeit für den Feuerwehrdienst abstellen und somit erst ermöglichen, dass die Hilfe in diesem Umfang gewährleistet werden kann".

Konrad Schupfner (Stadt Tittmoning):

Konrad Schupfner.

"Wie landauf landab war die Situation auch bei uns dramatischer als 2002. Die Betroffenen haben natürlich wieder vollgelaufene Keller und Erdgeschoße zu beklagen. Das kennen wir in Tittmoning seit jeher. Wir haben uns in erster Linie auf die Dammsicherung an der Salzach konzentiert. Das ist uns auch lange gelungen - dank der vielen Feuerwehrkräfte und Helfer auch aus anderen Gemeinden und Landkreisen wie Altötting und Mühldorf. Dennoch mussten wir die Sicherung aufgrund des großen Rückstaus leider irgendwann aufgeben. Mein Dank geht an alle Helfer, die außerordentliches geleistet haben, in der Spitze waren rund 200 Einsatzkräfte vor Ort".

red BGLand24

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