Weihnachten und Corona

Konsequentes Befolgen der Corona-Regeln an Weihnachten oder nicht? Das sagen die Leser

Weihnachten und Corona: Ein Gespann, das 2020 irgendwie zur Koexistenz finden muss.
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Weihnachten und Corona: Ein Gespann, das zum Ende des Jahres 2020 irgendwie zur Koexistenz finden muss.

Region - Mit den letzten Wochen des Advents kommen nun wieder härtere Beschränkungen für das Weihnachtsfest. Für einige ein nötiges Übel, für andere überzogene Augenwischerei. So sehen es die Leser in der Region:

Eine Studie im Auftrag der Universität der Bundeswehr München hat festgestellt, dass es durchaus einige Menschen gibt, die sich unter Umständen an Weihnachten nicht an die Corona-Regeln halten wollen. Es gaben mehr als zwei Drittel an, die Maßnahmen gutzuheißen. Dem gegenüber stehen jedoch auch 42 Prozent der Teilnehmer, welche einen Verstoß in Erwägung ziehen. Diese beiden gegensätzlichen Aussagen überschneiden sich bei den Befragten überraschenderweise zu 25 Prozent. In der Region lassen sich ähnliche Tendenzen erkennen.

Maßnahmen ohne Wenn und Aber befolgen - oder mit kleinen Ausnahmen?

In der Leserumfrage der Redaktion gaben 42 Prozent der Teilnehmer an, die Regeln an Weihnachten ohne jegliche Verstöße achten zu wollen. Sie empfinden die Schutzmaßnahmen als wichtig und richtig. Eine absolute Mehrheit lässt sich nicht erkennen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es eine mehrheitliche kategorische Ablehnung der Regeln gibt. Für einige erscheinen die Maßnahmen lediglich zu hart und schwer umsetzbar.

Die Leserin Sofia schrieb dazu:

„Ich finde, man soll sich an die Regeln halten. Es ist einfach die Pflicht eines jeden einzelnen Bürgers, egal woher er kommt. Eine gute Erziehung, wird dadurch sichtbar, sich zu ändern und sich selbst verantwortlich zu zeigen, indem man sich und andere schützt. Dies sollte selbstverständlich für jeden Menschen sein. Ich hoffe inständig, dass sich alle auf die Werte besinnen, die für alle von großem Nutzen sind. Denn unser aller Gesundheit ist essenziell wichtig. Da gibt es kein Aber.“

Etwas lockerer sehen es weitere 16 Prozent der Teilnehmer. Sie stimmten dafür ab, dass die Regeln wichtig seien, aber die eine oder andere Ausnahme möglich sein müsse. Ihrer Meinung nach mache eine Person mehr oder weniger keinen großen Unterschied und von einem so kleinen Verstoß müsse niemand erfahren. Wird nämlich ein Verstoß bekannt, so winkt ein saftiges Bußgeld.

Leserin Gisela findet, dass mehr kontrolliert werden müsse:

„Die Regeln müssen nicht nur strenger sein, sondern auch stärker kontrolliert werden. Nicht nur mit Ermahnungen! „

Ähnlich sehen es auch 15 Prozent, welche angaben, dass die Maßnahmen durchaus wichtig aber zeitgleich zu hart und schwer umsetzbar seien. Sie gaben ihre Stimme dafür ab, dass niemand erwarten könne, Weihnachten mit so wenig Menschen zu feiern. Der kleinere Umfang sei sinnvoll, aber zu klein festgelegt.

Auf andere wollten sich nur wenige der Teilnehmer verlassen. Lediglich ein Prozent gab in der Umfrage an, dass sich sicherlich genug andere Mitbürger an die Regeln halten werden und ihrer Meinung nach deshalb ein Regelverstoß keine Auswirkungen haben würde.

Leserin Renate formuliert ihre Sicht der Dinge so:

„Meine Meinung ist, es ist vieles überzogen und unglaubwürdig. Denn Jens Spahn sagte am 14. Juni, wenn zu viel getestet wird kommen viele falsche positive Ergebnisse raus. Genau dies ist meiner Meinung nach der Fall.“

25 Prozent halten nichts von den Maßnahmen

Ein nicht geringer Anteil - genau ein Viertel - der Teilnehmer gaben mit 25 Prozent an, dass sie die Maßnahmen für unnötig hielten. Sie stimmten dafür ab, dass sie die Regeln nicht einsehen würden und sich auch nicht daran halten werden. Sie wollen Weihnachten so feiern wie die Jahre zuvor.

Die Umfrage wurde am 14. Dezember um 7.30 Uhr ausgewertet. An der Umfrage nahmen rund 1760 Leser teil.

mda

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