Beschlussfassung auf der Stadtratssitzung in Bad Reichenhall

Wie geht es mit dem Thermenhotel weiter?

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Bad Reichenhall - Seit Jahren ist die mögliche Errichtung eines Thermenhotels in Bad Reichenhall immer wieder ein Gesprächsthema. Nun gibt es eine neue Beschlussfassung aus der vergangenen Stadtratssitzung. 

Vor rund achtzehn Jahren – genauer gesagt am 8. Februar 2001 beschloss der Stadtrat Bad Reichenhall auf Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses ein Bauleitplanverfahren für ein "Sondergebiet Hotel" und für ein "Sondergebiet Parken" zur Innenentwicklung einzuleiten.

Braucht Bad Reichenhall ein Thermenhotel?

Mit dem Bebauungsplan sollten für die Grundstücke, die der RupertusTherme südwestlich vorgelagert sind, bauplanungsrechtliche Voraussetzungen zur Errichtung eines Thermenhotels einschließlich Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Die Parkmöglichkeiten sollen sowohl Thermen- als auch Hotelbesuchern zu Verfügung stehen. Außerdem soll Parkraum für die allgemeine Öffentlichkeit geschaffen werden.

Im weiteren Verlauf wurde dann ein Bebauungsplanentwurf samt der zugehörigen Unterlagen auf Grundlage des Aufstellungsbeschlusses ausgearbeitet. 

Der Entwurf besagte, dass im nordöstlichen Teil des Plangebietes, also gegenüber der RupertusTherme, das Hotel Platz finden soll und im Westen und Norden entlang der Bundesstraße die Parkmöglichkeiten geschaffen werden sollen.

So könnte das Hotel aussehen

Das geplante Thermenhotel kann laut aktueller Planung mindestens 85 Zimmereinheiten bekommen, die mit einem unterirdischen Zugang, einem sogenannten Bademantelgang, an die RupertusTherme angebunden werden. 

Neben der Hauptnutzung als Hotel, sind auch Nebennutzungen, wie zum Beispiel eine hoteleigene Gastronomie, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Läden für Tourismusbedarf, Sport, Badefreizeit, Wellness und Kosmetik sowie eine Verkaufsfläche von max. 250 m² im Erdgeschoss angedacht.

Die maximale Grundfläche des Hotels beträgt 3.200 m² und die maximale Geschossfläche 7.020 m². Die Geschossanzahl ist derzeit auf vier Etagen festgelegt, evtl. mit einem fünften Staffelgeschoss

Außerdem ist eine Tiefgarage in der Planung enthalten. Die Gebäude sollen begrünte Flachdächer erhalten. 

Bis zu 430 Kfz-Stellplätze

Die Planung für den Parkbereich liegt derzeit bei einer Grundfläche von circa 2.800 m² und einer maximal zulässigen Geschossfläche von 11.200 m². 

In erster Linie sollen sie der Unterbringung der derzeit 245 baurechtlich notwendigen Kfz-Stellplätze der Rupertus Therme dienen. Bei maximaler Planausnutzung ist eine Kapazität von etwa 430 Kfz-Stellplätzen möglich.

Änderungen bei den Park & Ride Plätzen

Durch die Ausweisung der Hotel- bzw. Thermenparkplätze entfällt laut derzeitiger Planung ein großer Teil der bisher dort situierten öffentlichen Park & Ride Plätze. Um dennoch ein mögliches Mindestmaß an öffentlichen Parkplätzen zu erhalten, würden im Gegenzug an der internen Erschließungsstraße circa 149 öffentliche Stellplätze angeordnet.

Sämtliche Erschließungen können über die interne Straße innerhalb des Plangebietes abgewickelt werden. Der wesentliche Zu- und Abfahrtsverkehr dorthin erfolgt über die Kurfürstenstraße

Die stichartige Verlängerung der Friedrich-Ebert-Allee zwischen Therme und Hotel dient in erster Linie der Bus- und Haltestellenzufahrt. Der Gästeverkehr sowie der Verkehr für Anlieferungen und Abtransporte würden somit weitgehend von der Goethestraße ferngehalten.

Geht es jetzt weiter mit dem Thermenhotel?

Nun scheint endlich Bewegung in das Projekt "Thermenhotel" zu kommen.

Der Stadtrat Bad Reichenhall hat auf seiner vergangenen Sitzung den Entwurf des Bebauungsplan 013/B/1 „Thermenhotel“ für die Grundstücke Fl. Nr. 660/3, 660/30, 661/14, 661/15, 661/16, 669/2, 669/7, 669/8, 669/9 und 669/10 jeweils Gemarkung Bad Reichenhall nach der Fassung vom 30.01.2018 mit den dazugehörigen Planunterlagen gebilligt

Außerdem beauftragt er das Stadtbauamt, die erneute öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Behörden samt den sonstigen Trägern öffentlicher Belange nach § 4 a Abs. 3 in Verbindung mit § 3 Abs. 2 bzw. § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.

Quelle: BGland24.de

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