"Ich verspürte erst ein Vibrieren und ein Grummeln"

Bisher stärkstes Beben: Im BGL wackelten am Sonntag die Schränke

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Bad Reichenhall - Schon wieder hat die Erde im Berchtesgadener Land gebebt. Es war das bis jetzt stärkste der aktuellen Aktivitätsphase.

Am Pfingstsonntag (9. Juni) gegen 9.43 Uhr wurde erneut die Erde rund um Bad Reichenhall von einem Beben erschüttert. Dies meldet der Unwetterservice Südostbayern unter Berufung auf den bayrischen Erdbebendienst. Das Beben der Magnituden-Stärke 2,5 ereignete sich im Gebiet des Hochstaufen in einer Tiefe von rund drei Kilometern. 

Die Intensität dürfte dabei laut Erdbebendienst die Stufe drei nicht überschritten haben. Dieses Beben ist Teil eines seit zwei bis drei Wochen andauernden "Erdbebenschwarms", der wahrscheinlich mit den starken Niederschlägen der vergangenen Wochen und mit dem hohen Schneeeintrag im Winter in Zusammenhang steht. Tektonische oder vulkanische Ursachen sind völlig auszuschließen.

Einige User aus dem BGL schilderten dem Erdbebendienst ihre Erfahrungen am Pfingstsonntag: "Schwaches Beben durch das ich aufgewacht bin, leichtes Schwanken im 2. OG, klappern der Kleiderbügel im Schrank und klappern der Schränke an sich." Ein anderer schreibt: "Ich lag gerade auf dem Sofa im 2. Stock. Ich verspürte erst ein Vibrieren und ein Grummeln. Dann ein dumpfer Knall. Und danach war es vorbei."

Das letzte Erdbeben dieser Art hat sich am 27. Mai im Gebiet des Hochstaufen ereignet. Es wurde eine Stärke von 2,2 gemessen.

Warum das Berchtesgadener Land ein typisches Erdbeben-Gebiet ist, lesen Sie hier.

mh/Unwetterservice Südostbayern

Quelle: BGland24.de

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