Landrats-Stichwahl im Berchtesgadener Land

Trotz Niederlage: Wimmer (Grüne) mit Wahlergebnis sehr zufrieden

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Fordert die schnelle Einsetzung eines Krisenstabes zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise im Landkreis: Grünen-Landratskandidat Dr. Bartl Wimmer.

Bad Reichenhall - Die Landratsstichwahl im Berchtesgadener Land ist geschlagen: Bartl Wimmer unterlag dabei Bernhard Kern. Dennoch zeigt sich der unterlegene Kandidat "sehr zufrieden"

Pressemitteilung im Wortlaut:

Grünen-Landratskandidat Dr Bartl Wimmer ist mit seinem Wahlergebnis von 41,27 Prozent sehr zufrieden. In einer Stellungnahme weist Wimmer darauf hin, dass er mit diesem Ergebnis das beste Resultat aller Grünen-Landratsstichwahlkandidaten in ganz Bayern erreicht habe. 

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So lief der Stichwahl-Abend im Berchtesgadener Land

Ausdrücklich bedankte sich Wimmer bei allen Helferinnen und Helfern, durch deren beispielloses Engagement dieses Ergebnis erst möglich geworden sei.

Gleichzeitig gratulierte Wimmer dem neuen Landrat Bernhard Kern

, dem er sein volle Unterstützung auch die der Grünen-Kreistagsfraktion bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben zusicherte. Zuerst gehe es dabei natürlich um die Bewältigung der Coronakrise. Dieser bislang größten Herausforderung in der Geschichte des Landkreises werde in den nächsten Wochen und Monaten die meiste Aufmerksamkeit zu widmen sein. Da gehe es aktuell um die medizinischen Herausforderungen. Die Kliniken und die niedergelassenen Ärzte seien hierfür gut gerüstet. Von der Bundespolitik fordert Wimmer hier aber noch ein deutliches Nachbessern. Das Klinikenhilfspaket sei noch bei weitem nicht ausreichend. Die bislang beschlossenen 50.000 Euro pro Intensivbett seien deutlich zu wenig.

Auch forderte Wimmer die Aussetzung des gültigen Abrechnungssystems per Fallpauschalen. Dieses Abrechnungssystem sei hochkomplex und binde in den Krankenhäusern Personal, das aktuell für andere Aufgaben dringend gebraucht werde. Wimmer schlägt vor, übergangsweise auf eine unbürokratische Monatspauschale umzustellen. Neben dem medizinischen Aspekt müsse man aber auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise im Blick haben. 

Wimmer schlägt die schnelle Einsetzung eines Krisenstabes zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen für den Landkreis vor. Dieser sollte unter anderem aus Vertretern der Wirtschaftsservicegesellschaft, der lokalen Banken und der Kommunalpolitik zusammengesetzt sein. Es sei damit zu rechnen, dass es bei vielen Betrieben zu deutlichen Umsatzeinbrüchen kommen werde. Das werde auch Auswirkungen auf die Gewerbesteuereinnahmen haben. Die aktuell für dieses Jahr verabschiedeten Haushalte werden in vielen Fällen Makulatur sein. Wimmer rät den Kommunen und dem Landkreis zu einer ungeschminkten Haushaltsbilanz. 

Neben der Coronakrise werde man im Landkreis aber mittel- und langfristig auch wieder alle anderen wichtigen Themen wie Klimawandel, Mobilität und preiswerten Wohnraum in den Blick nehmen müssen.

Pressemitteilung der Grünen

Quelle: BGland24.de

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