Verteidiger nimmt Arbeit auf

WM-Mord: Jugendstrafrecht für den Soldaten?

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Rechtsanwalt Harald Baumgärtl (rechts) auf einem Archivfoto

Bad Reichenhall/Rosenheim - Der Top-Anwalt Harald Baumgärtl, der die Pflichtverteidigung des Tatverdächtigten übernimmt, will eine Verhandlung nach Jugendstrafrecht prüfen.

Der Verteidiger des mutmaßlichen Mörders von Bad Reichenhall soll noch in dieser Woche Einsicht in die Akten erhalten. Das bestätigte der Rosenheimer Strafverteidiger Harald Baumgärtl in einem Interview mit dem Radiosender Bayernwelle.

Jugendstrafrecht:

Das Jugendstrafrecht ist ein Sonderstrafrecht und ein Sonderstrafprozessrecht für junge Täter (auch Heranwachsende von 18-20 Jahren), die sich zur Zeit ihrer Tat in dem Übergangsstadium zwischen Kindheit und Erwachsenenalter befinden.

Quelle: Wikipedia

Im Anschluss daran werde er mit seinem Mandanten das weitere Vorgehen besprechen. Momentan könne der Rosenheimer Anwalt die Chancen des 20-jährigen Angeklagten Christoph R. in dem Verfahren noch nicht abschätzen, sagte er dem Sender. Wichtig sei zunächst die Frage, ob nach Erwachsenen- oder Jugendstrafrecht verhandelt werde, so Baumgärtl. Geklärt werden muss beim Jugendstrafrecht, ob der Heranwachsende von seinem Reifezustand zur Tatzeit im Hinblick auf die konkrete Tat noch einem Jugendlichen gleichzustellen war.

Der Verdächtige: Bundeswehrsoldat Christoph R.

Wie gestern berichtet, wurde der Top-Anwalt mit der Verteidigung des Tatverdächtigen beauftragt. Baumgärtl machte sich durch die Verteidigung des Hauptangeklagten im Prozess nach dem Einsturz der Reichenhaller Eishalle einen Namen. Außerdem verteidigte der den angeklagten Ex-Lebensgefährten im Fall Dorena Weber.

Dem Bundeswehrsoldaten wird vorgeworfen, im Juli einen Rentner getötet und eine 17-Jährige schwer verletzt zu haben.

Quelle: Bayernwelle Südost

Quelle: BGland24.de

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