Polizei ermittelt nach Marzoller Schlosslauf

Übergriffe beim Krampuslauf: Veranstalter in der Kritik

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Der Marzoller Schlosslauf 2017
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Bad Reichenhall/Marzoll - Nachdem am Samstag beim Marzoller Krampuslauf offenbar mehrere Teenager von Krampussen belästigt wurden, ermittelt nun die Polizei.

"Die Ermittlungen laufen", äußert ein Sprecher der Polizeiinspektion Bad Reichenhall. Mehrere Zeugen des Vorfalls seien bereits vernommen worden. Auch mit den mutmaßlichen Verantwortlichen, den Krampussen einer Pass aus Österreich, sei man in Kontakt. Diese seien jedoch noch nicht vernommen worden. "Das Ganze kann ein paar Tage dauern, bis wir alle Beteiligten erreicht und vernommen hat", so der Beamte weiter.

Wie heimatzeitung.de berichtet, stehe auch der Veranstalter nun in der Kritik. Für so viele Besucher sei der Krampuslauf nicht ausgelegt worden, nur 200 Besucher seien genehmigt gewesen. Letztlich seien jedoch viel mehr Menschen gekommen, um den Krampuslauf mitzuerleben. Für den öffentlichen Raum um den Schlosshof, wo sich die Massen verteilten, habe es keine Genehmigung gegeben.

Beim Marzoller Schlosslauf nahmen es einige Krampusse in ihrem Traktor-Anhänger-Gespann mit der Tradition offenbar nicht ganz so genau, sie zogen auf dem Nachhauseweg vier junge Mädchen im Alter zwischen 16 und 17 Jahren auf die Ladefläche ihres Anhängers. Die Mädchen seien, wie sie selbst schildern, im Wagen an der Kleidung begrapscht worden. Erst als die Mädchen sich vehement wehrten, hätten die Krampusse von ihnen abgelassen.

Im vergangenen Jahr gab es einen ähnlichen Fall in Berchtesgaden. Ein Mitglied der Fellbuttnmandl musste sich daraufhin wegen sexueller Nötigung vor Gericht verantworten. Er wurde zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt.

Quelle: BGland24.de

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