WM-Mord: Ab 14. April steht er vor Gericht!

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Bad Reichenhall/Traunstein - Innerhalb elf Terminen soll dem Tatverdächtigen Christoph R. der Prozess gemacht werden. Nach dem "WM-Mord" steht der Ex-Soldat vor der Jugendkammer.

Anfang März erhob die Staatsanwaltschaft Anklage, nun steht der Gerichtsfahrplan: Ab 14. April muss sich der Tatverdächtige Christoph R. vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Es geht um die Tötung eines 72-jährigen Malermeisters und die versuchte Tötung einer 17-jährigen Auszubildenden in der Nacht nach dem WM-Endspiel 2014.

Das Gericht hat sich einen straffen Zeitrahmen vorgenommen: Nach elf Verhandlungen soll am 20. Mai ein Urteil gefallen sein. Fast 150 Zuschauerplätze bietet der Sitzungssaal 33 am Landgericht - der größte in Traunstein.

Jugendstrafrecht: 

Das Jugendstrafrecht ist ein Sonderstrafrecht und ein Sonderstrafprozessrecht für junge Täter (auch Heranwachsende von 18-20 Jahren), die sich zur Zeit ihrer Tat in dem Übergangsstadium zwischen Kindheit und Erwachsenenalter befinden. Quelle: Wikipedia

Es ist möglich, dass der Tatverdächtige Ex-Soldat nach Jugendstrafrecht verurteilt wird. Zur Tatzeit war er 20 Jahre alt. Dass vor der Jugendkammer verhandelt wird, ist aber noch kein sicheres Zeichen, dass auch Jugendstrafrecht zur Anwendung kommt: "Diese Frage wird im Verfahren zu klären sein", so Gerichtssprecher Tobias Dallmayer auf Nachfrage von BGLand24.de.

Was vom 13. auf den 14. Juli passierte

In der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 2014 wurden im Stadtgebiet von Bad Reichenhall in kurzem zeitlichen Abstand ein 72-jähriger Passant getötet und anschließend eine 17-jährige Frau lebensgefährlich verletzt. Die Frau trug durch die Tat bleibende Verletzungen davon. Zur Tatausführung setzte der Täter in beiden Fällen ein Kampfmesser ein. Der zur Tatzeit 20-jährige Angeschuldigte ist ein früherer Soldat der Bundeswehr, der zur Tatzeit in Bad Reichenhall stationiert war. Ihm werden Mord, versuchter Mord und schwere Körperverletzung zur Last gelegt. Der Angeschuldigte war am 01. Oktober 2014 aus Norwegen ausgeliefert worden, wo er auf seiner Flucht festgenommen wurde. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft

Ihm wurde die Gelegenheit gegeben, sich zum Sachverhalt zu äußern, was er bislang abgelehnt hat. Die Beweggründe des Angeschuldigten werden daher im Rahmen der Hauptverhandlung zu klären sein. Der Tatverdacht gegen den Angeschuldigten stützt sich auf zahlreiche Sachverständigengutachten und Zeugenaussagen. Auch das Tatwerkzeug konnte sichergestellt werden. Durch die Sonderkommission "14. Juli" der Polizei wurde eine Vielzahl von Spuren zusammengetragen. Deren Auswertung nahm mehrere Monate in Anspruch. Anfang Februar hat die Kriminalpolizeiinspektion Traunstein die tausende Seiten umfassenden Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Nunmehr konnte die Auswertung dieser Unterlagen durch die Staatsanwaltschaft Traunstein abgeschlossen werden.

Aus unserem Archiv:

Fotos vom Tatort

Polizei bei Spurensuche in Bad Reichenhall

Bilder von der Spurensuche an der B20

Video: Pressekonferenz zur Festnahme des Tatverdächtigen

xe

Quelle: BGland24.de

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