34 Personen unter lebensbedrohlichen Umständen eingeschleust

Bundespolizei Passau ermittelt Schleuser in Schleswig-Holstein

Rendsburg /Simbach am Inn - Am Dienstagvormittag, den 20. August, klickten in einer Asylunterkunft in Schleswig-Holstein die Handschellen. Ein 19-jähriger Iraker wurden nach Ersuchen von  Passauer Ermittlungsbeamten durch Beamte der Landespolizei festgenommen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut


Umfangreiche Ermittlungen der Bundespolizei Passau gingen der Festnahme voraus. Aufgrund dieser Ermittlungsergebnisse und dem dringenden Tatverdacht gegen den Iraker, erwirkte die Staatsanwaltschaft Landshut beim zuständigen Amtsgericht einen Haftbefehl gegen den jungen Mann.

Dem Iraker wird vorgeworfen, im Februar dieses Jahres an mindestens zwei Einschleusungen von insgesamt 34 irakischen Staatsangehörigen im Bereich von Simbach am Inn nach Deutschland aktiv beteiligt gewesen zu sein.


Nach den Ermittlungen des Ermittlungsdienstes der Bundespolizeiinspektion Passau und der Auswertung der Handydaten der Geschleusten verdichteten sich die Hinweise auf eine Tatbeteiligung des Irakers. Die Einschleusungen wurden durch den 19-Jährigen von Serbien aus mit Lkw und Kleintransporter über Österreich bis nach Deutschland geplant und organisiert.

Die Geschleusten mussten während der teilweise 30-stündigen Fahrt bei frostigen Temperaturen auf den Ladeflächen von LKW zwischen Baumstämmen ausharren. Es gab während der Fahrt keine Pause, keine Verpflegung, die Notdurft mussten die Geschleusten auf der Ladefläche des LKW verrichten.

Wegen des Verdachts der bandenmäßigen Einschleusung sowie der Einschleusung unter lebensgefährdender Behandlung in 34 Fällen erwirkte die Staatsanwaltschaft Landshut einen entsprechenden Haftbefehl. Aktuelle Ermittlungen ergaben, dass sich der Iraker derzeit in Deutschland aufhält.

Schon heute konnte der junge Mann an seiner Meldeadresse in Schleswig-Holstein festgenommen werden. Es ist geplant, den Iraker noch heute dem zuständigen Ermittlungsrichter in Schleswig-Holstein vorzuführen. Weitere Ermittlungen gegen mögliche Mittäter laufen auf Hochtouren.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Passau

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