Risiko: Junge Fahrer, alte Autos

Traunstein - Minister Ramsauer zog am Montag eine positive Bilanz der Verkehrssicherheitsarbeit. Doch es gibt auch erhebliche Risiken auf den Straßen.

Die Autos junger Fahrer rollen nach wie vor oft mit teils gravierenden Sicherheitsmängeln über die Straßen. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht „Fünf Jahre SafetyCheck“, den DEKRA Automobil-Vorstand Clemens Klinke am 19. September 2011 im Rahmen eines Verkehrssicherheitstages in Traunstein an Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer überreichte. Bei der freiwilligen Verkehrssicherheitsaktion SafetyCheck der Sachverständigenorganisation DEKRA, der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) blieb die Mängelquote in den vergangenen fünf Jahren mit mehr als drei Mängeln pro beanstandetem Pkw auf hohem Niveau. Vor allem vom schlechten Zustand der Bremsen, der Reifen und der Elektronik gehen Risiken für die Verkehrssicherheit aus.

Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer: "Gerade junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren sind häufig in Verkehrsunfälle verwickelt. Sie stehen deshalb im besonderen Blickfeld unserer Verkehrssicherheitsarbeit. Dazu gehören vor allem Maßnahmen für richtiges Verhalten im Straßenverkehr und sicheres Fahren. Das "Begleitete Fahren mit 17 senkt die Unfallzahlen um etwa 20 Prozent. Und durch das Alkoholverbot für Fahranfänger sind alkoholbedingte Unfälle in dieser Gruppe um 15 Prozent zurückgegangen. Mit unserem Verkehrssicherheitsprogramm werden wir weiter daran arbeiten, die Risiken für junge Fahrer zu verringern."

„Den jungen Autofahrern fehlt oftmals die Fahrpraxis, gleichzeitig haben sie häufig eine höhere Risikobereitschaft. Zudem fahren viele von ihnen überdurchschnittlich alte und oftmals schlecht gewartete Autos mit dementsprechend hoher Mängelquote“, sagte Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands der DEKRA SE und Vorsitzender der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH, bei der Übergabe des Berichts. Deshalb sei die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen nach wie vor die Altersgruppe mit dem höchsten Unfall- und Todesrisiko im Straßenverkehr, so Klinke.

Im Laufe der letzten fünf Jahre checkten die Experten insgesamt mehr als 73.000 Pkw junger Fahrer (2011: 16.000 Fahrzeuge). Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge erhöhte sich seit 2007 von 10,8 auf 11,2 Jahre. Derzeit sind die Pkw damit im Schnitt um 2,9 Jahre älter als die deutschen Pkw insgesamt (8,3 Jahre). Auch erhöhte sich die durchschnittliche Laufleistung der geprüften Fahrzeuge gegenüber dem Jahr 2007 von 115.000 km auf 130.000 km in 2011.

Pressemitteilung Dekra e.V. / red

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