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Explosion, Horror-Crash und Brand in Rohrbach

Polizei gibt bekannt: DNA-Ergebnisse geben Aufschluss über Opfer

Rohrbach Explosion Unfall B300 Brand Sachsen
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Wie hängen Hausexplosion in Rohrbach (großes Bild), Horror-Crash auf der B300 (links unten) und ein Hausbrand in Sachsen (rechts oben) zusammen?

Rohrbach - Eine Hausexplosion, ein schrecklicher Unfall auf der B300 und jetzt auch noch ein Brand in einer Wohnung in Sachsen - alle drei Ereignisse, die am Donnerstag (2. September) binnen einer halben Stunde passierten, stehen wohl miteinander in Zusammenhang.

Update, 7. September, 15.46 Uhr: DNA-Ergebnisse geben Aufschluss über Opfer

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Wie berichtet, kam es am Donnerstag, den 2. September zu einer Explosion eines Doppelhauses in Rohrbach/Lkr. Pfaffenhofen a. d. Ilm. Zunächst wurde ein Ehepaar, das in dem Anwesen gewohnt hatte, vermisst. Zusätzlich hatten sich Zusammenhänge mit einem Verkehrsunfall, der sich zeitnah in der Nähe von Schrobenhausen ereignet hatte, und einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Lugau/Sachsen ergeben.

Nachdem zwischenzeitlich eine unter den Trümmern geborgene Leiche als die 54-jährige Ehefrau identifiziert werden konnte, steht nun durch einen DNA-Vergleich auch fest, dass es sich bei dem Mann, der bei dem besagten Unfall bis zur Unkenntlichkeit verbrannte, um den 55-jährigen Ehemann handelt.

Aktuell wird im Zusammenhang mit der Explosion in Rohrbach keine Person mehr vermisst. Die Ermittlungen am Explosionsort sind abgeschlossen. Aufgrund der Gesamtumstände hat die Kriminalpolizei Ingolstadt nun auch die weitere Sachbearbeitung zum tödlichen Verkehrsunfall übernommen.

Die bisherigen Erkenntnissen legen nahe, dass für die Explosion in Rohrbach und den Brand in Lugau/Sachsen der 55-Jährige verantwortlich ist. Die Umstände, die zum Tod der Ehefrau geführt haben, das Tatmotiv und die Explosionsursache sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Gegen andere Personen besteht derzeit kein Tatverdacht.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Erstmeldung

Ermittler der Kriminalpolizei versuchen das Rätsel nun aufzudröseln. Inzwischen steht immerhin fest, dass es sich bei der in den Trümmern des explodierten Hauses im Hopfenweg gefundenen Leiche um eine 54-jährige Frau handelt, die mit ihrem Mann im Erdgeschoss der Doppelhaushälfte in Rohrbach an der Ilm lebte. Laut Bild-Zeitung heißt die tote Frau Silke H. Neben Silke H. wurde übrigens auch die Hündin des Paares, Luna, tot aufgefunden.

Ob es sich bei dem Toten aus dem VW Bus, der bei dem fürchterlichen Horror-Crash auf der B300 bei Schrobenhausen bis zur Unkenntlichkeit verbrannte, um Ehemann Ralf (55) handelt, ist derweil weiter unklar. Wegen des hohen Grads der Verbrennungen konnten die Ermittler die Identität noch nicht zweifelsfrei klären. Offiziell bestätigt wurde nur, dass es sich dabei um eine männliche Person handelt. rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet.

Die Ermittler wollen nun versuchen, die männliche Leiche mit Hilfe eines DNA-Abgleichs zu identifizieren. „Das hat jetzt Vorrang“, sagte Polizeisprecher Karl Höpfl. Dadurch erhofft sich die Polizei weitere Ansatzpunkte, um die Ursache der Explosion in der Doppelhaushälfte in Rohrbach an der Ilm (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) und die Zusammenhänge mit dem tödlichen Unfall kurz darauf sowie einem Brand in einer leerstehenden Wohnung in Sachsen zu klären.

Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach

Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa

War es eine Beziehungstat?

„Wie es dazu gekommen ist, wie die Hintergründe sind, das müssen die weiteren Ermittlungen ergeben“, sagte Höpfl. Spekulationen über eine mögliche Beziehungstat konnte er nicht bestätigen. „Aus unserer Sicht ist das noch völlig offen“, sagte Höpfl. Aus diesem Grund will die Polizei sich auch nicht dazu äußern, wie die 54-Jährige ums Leben kam - also ob sie bei der Explosion starb oder schon vorher tot war. Denn das könnte Täterwissen sein, sollten in die Geschichte noch andere Personen verwickelt sein.

Bestätigt ist inzwischen immerhin, dass der VW Bus, der an dem fürchterlichen Unfall beteiligt war, an der Adresse des eingestürzten Hauses gemeldet war. Und auch die Wohnung in Lugau im Erzgebirge, südwestlich von Chemnitz in Sachsen gelegen, gehörte dem Ehepaar H. Darin wurden laut Medienberichten - ebenso wie im explodierten Haus sowie im ausgebrannten VW Bus - Gasflaschen gefunden. Außerdem entdeckte die Polizei zahlreiche Kanister und Flaschen mit brennbaren Flüssigkeiten, weshalb im Fall von Lugau von Brandstiftung ausgegangen wird.

Wollte Ralf H. ein Inferno in Lugau anrichten?

Laut Bild-Zeitung waren Silke und Ralf H. vor vielen Jahren aus Sachsen nach Oberbayern gezogen. Die Verbindungen ins Erzgebirge blieben jedoch bestehen - laut dem Bericht wollte Lkw-Fahrer Ralf sogar nach Sachsen zurückziehen. Am vergangenen Mittwoch (1. September) soll er dann urplötzlich in Lugau aufgetaucht sein und in seiner Wohnung unter anderem Wärmelampen und Elektrogrills aufgestellt und eingeschaltet haben. Einen Tag später zeigte sich dann auf schreckliche Weise, warum. Möglicherweise habe der Mann „einen Großbrand geplant“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Die Beamten versuchen nun das Rätsel Stück für Stück zu lösen und Zusammenhänge exakt zu klären. Nach Polizeiangaben werden die Ermittlungen wohl noch mindestens die gesamte Woche über andauern. Brandermittler hatten an den Unglücksorten nach Spuren gesucht und wollen diese nun auswerten. Allerdings erschwere, vor allem beim Fall in Rohrbach, die Schwere der Explosion die Arbeit, weil dadurch vieles zerstört worden sei, hieß es.

mw

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