Mit fünf Tonnen Schießpulver auf A8 unterwegs

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Rosenheim - Zöllner überprüften an der A8 die Ladung eines Lkw, der sich auf dem Weg von Italien nach Russland befand. Sie beschlagnahmten fünf Tonnen Schießpulver!

Im Rahmen einer gemeinsamen Kontrollaktion von Polizei und Zoll an der A8 Salzburg Richtung München im Bereich Rosenheim, überprüften Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamt Rosenheim-Standort Traunstein auch die Ladung eines lettischen Lastkraftwagens, der auf dem Weg von Italien nach Russland unterwegs war. Weil es sich laut den Frachtpapieren um fast fünf Tonnen Treibladungspulver und über 400 Kartons mit Patronenhülsen handelte, aus denen Munition für Waffen hergestellt werden kann, schrillten bei den Beamten sofort die Alarmglocken. Denn wegen eines in Deutschland geltenden Waffenembargos gegen Russland dürfen Waffen und Munition, wozu auch Treibladungspulver zählt, derzeit nicht nach Russland geliefert werden. Dies gilt auch, wenn wie im vorliegenden Fall, die Ladung aus Italien stammt, für einen Schützenverein in Moskau bestimmt ist und lediglich Deutschland als Transitland benutzt wird.

Auch eine von den italienischen Behörden ausgestellte Transportgenehmigung, die der lettische Fahrer den Zöllnern zeigte, änderte nichts an dieser Tatsache. Zwingend notwendig gewesen wäre eine vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erteilte nationale Genehmigung. Da der Fahrer diese nicht vorweisen konnte, wurde gegen Verantwortliche der italienischen Versandfirma ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz eingeleitet. Der Lkw samt Ladung wurde sichergestellt. Die für solche Delikte zuständige Zollfahndung in Stuttgart und die Staatsanwaltschaft München II haben die weiteren Ermittlungen übernommen.

Weil die italienische Firma zwischenzeitlich eine Genehmigung für den Rücktransport der gesamten Ladung nach Italien erhalten hat, wurde die Sicherstellung wieder aufgehoben.

Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim

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