„Erwartungen eingetrübt, Risikofaktoren zahlreich“ 

Wie steht es um die Metall- und Elektro-Industrie in Südost-Bayern?

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Auswertung der bayme vbm Konjunkturumfrage

Rosenheim/Bayern - Die Konjunktur in der Metall- und Elektro-Industrie in Südost-Bayern zeigt sich in guter Verfassung. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen in der Region.

„Über 90 Prozent der M+E Firmen in der Region bewerten das Inlandsgeschäft alsgut oder befriedigend, ähnlich sind die Werte beim Auslandsgeschäft“, erklärte Anton Kathrein, Vorstandsvorsitzender de bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände (bayme vbm) der Region Südost-Bayern. Die Erwartungen sind jedoch stark zurückgegangen

Deutlich weniger als zehn Prozent der Betriebe rechnen damit, dass die Geschäfte in den kommenden Monaten noch besser laufen werden. „Zahlreiche Risikofaktoren belasten die Aussichten unserer Unternehmen: Protektionismus, Fachkräftemangel und Materialknappheit werden zu echten Wachstumsbremsen“, erläuterte Kathrein.

Dennoch wird der Beschäftigungsaufbau in der M+E Industrie weitergehen: Fast 43 Prozent der Unternehmen wollen am Inlandsstandort neue Arbeitsplätze schaffen, nur knapp vier Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. „Derzeit gibt es in Oberbayern knapp 246.500 Beschäftigte in der Metall- und Elektro- Industrie. 2018 erwarten wir einen Zuwachs von weiteren 6.500 Stellen“, so Kathrein.

Gleichzeitig warnen die M+E Arbeitgeber vor dem wachsenden Arbeitskräftemangel. „Der Fachkräftemangel bremst das Wachstum. Gesucht werden von Bayerns M+E Betrieben vor allem Ingenieure. Auf sie entfallen bayernweit 27,7 Prozent der offenen Stellen in unseren Betrieben. Deutlich gestiegen ist auch der Anteil der gesuchten Metall-Facharbeiter: von 14,6 auf 21,9 Prozent“, sagte Kathrein. 

Laut bayme vbm ist der Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen wichtig für die Zukunft des Freistaats. Das internationale Umfeld bereitet aber Sorgen. So sehen 90 Prozent der Unternehmen im Protektionismus die größte Beeinträchtigung für ihre Geschäftstätigkeit. „Ein Handelskrieg durch Zölle und weitere Beschränkungen wäre Gift für unsere Industrie. Wir bekennen uns daher klar zum Freihandel. Dieser bringt Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand – und zwar für alle“, so Kathrein.

Pressemeldung bayme vbm

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