Gemeinsame Aktion

Traunsteiner Shisha-Bars im Visier von Zoll und Polizei

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Traunstein  - In einer gemeinsamen Aktion haben Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Rosenheim und Beamte der Polizeiinspektion Traunstein in den letzten Tagen mehrere Shisha-Bars in Traunstein kontrolliert.

Die Zöllner überprüften im Rahmen der Steueraufsicht, ob der zum Rauchen der Shishas verwendete Wasserpfeifentabak auch ordnungsgemäß versteuert worden ist, während sich die Polizei dem Jugend- und Nichtraucherschutz widmete. Nahezu der gesamte vorgefundene Wasserpfeifen-Tabak befand sich in Dosen, an denen sich gar keine oder gebrochene Steuerzeichen befanden.

Enormer Missbrauch

Da dies nicht den Vorschriften des Tabaksteuergesetztes entspricht, wurden von den Zöllnern noch vor Ort Strafverfahren wegen des Verdachts auf gewerbsmäßige Steuerhehlerei bzw. Verbrauchsteuergefährdung eingeleitet. Insgesamt wurden 64 Kilo Shisha-Tabak aus dem Verkehr gezogen. Die Polizei erwischte zudem mehrere Personen, darunter auch einen Jugendlichen, die in den Lokalen geraucht hatten, was nach dem Gesetz zum Schutz der Gesundheit auch in Shisha-Bars untersagt ist.

Außerdem holten sie einen 15-Jährigen mit einer halb leeren Flasche Schnaps aus einer der Bars und übergaben ihn seinen Eltern. Bei einem Mitarbeiter eines Lokals fanden die Polizisten 20 Gramm Amphetamin und 3 Gramm Marihuana.

Zusatzinformation:

Wasserpfeifentabak unterliegt in Deutschland der Tabaksteuer. Der Mindeststeuersatz beträgt 22 Euro pro kg. Als Nachweis der Versteuerung müssen auf den Tabakwaren deutsche Steuerzeichen angebracht sein. Nicht jeder Wasserpfeifentabak ist in Deutschland lebensmittelrechtlich verkehrsfähig.

Gerade die aromatisierten Sorten enthalten bis z u 30 Prozent Feuchtigkeit in Form von Glyzerin und Zuckermelasse. Diese Tabaksorten dürfen nicht zum gewerblichen Handel ein-geführt und verkauft werden. Erlaubt sind versteuerte Sorten, die höchstens fünf Prozent Feuchtigkeit in Form von Glyzerin enthalten. Der hohe Glyzeringehalt des eingeschmuggelten Wasserpfeifentabaks birgt hohe gesundheitliche Risiken.

Pressemitteilung des Hauptzollamt Rosenheim

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Montage)

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