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Das neue Buch von Rosenheimer Bestsellerautorin Anja Fritzsche

„Spätzchen, 109 ist doch kein Alter!“ - humorvolle Lebensweisheiten von Rosenheims bekanntesten Omas

Anja (Mitte) liest mit Oma Maria (l.) und Oma Mia einen Zeitungsbeitrag über sie
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Anja (Mitte) liest mit Oma Maria (l.) und Oma Mia einen Zeitungsbeitrag über sie

Wer hat schon eine Oma mit über 100 Jahren? Anja Fritzsche hatte bis vor Kurzem zwei: Oma Maria war mit 108 Jahren lange Rosenheims älteste Bürgerin. Und dann gab es noch Oma Mia, 104 Jahre, die im Alter aus dem Ruhrpott nach Rosenheim gezogen ist. Über das Leben mit den beiden betagten Damen hat die Enkelin den Spiegel-Bestseller „Oma, die Nachtcreme ist für 30-Jährige!“ geschrieben. Jetzt ist die Fortsetzung erschienen: „Spätzchen, 109 ist doch kein Alter!“. Wir haben uns mit der in Rosenheim geborenen und in Brannenburg aufgewachsenen Autorin unterhalten. Über ihr neues Buch, ihre Omas und das Happy End des Lebens.

Von Isabella Fiala

Anja Fritzsches Omas Maria und Mia waren wohl nicht nur die ältesten Omas von ganz Deutschland, sie sind vermutlich auch die berühmtesten. Mit 107 Jahren entdeckte Oma Maria das Internet für sich und Enkelin Anja richtete ihr ein eigenes Facebook-Profil ein. Auf „Was macht eine 107-Jährige heute“ posteten die beiden fortan Fotos von ihren Ausflügen, Reisen und Abenteuern, die sie zusammen mit Oma Mia erlebten. Die Bilder stets angereichert mit mal amüsanten, mal berührenden Lebensweisheiten der beiden Omas. 

Anja: »Oma, was machen wir heute?« Oma Maria: »Immer weitergehen – nicht stehen bleiben.« 
Anja: »Willst du den Stock oder den Rollator dafür?« Oma Maria: »Weder noch. Ich will deine Hand!« 

Die Posts bekamen hunderte Likes und Kommentare. Anja und ihre lebenslustigen Omas berührten die Herzen. Maria und Mia zeigten: Das Leben im Alter kann noch schön sein, man muss nur das Beste daraus machen. Die Facebook-Fangemeinde wurde immer größer. Schließlich schrieb Anja Fritzsche ein Buch mit den schönsten und lustigsten Episoden aus dem Leben mit Oma Maria und Mia. 

„Spätzchen, 109 ist doch kein Alter!” // Unglaubliche Geschichten und wahre Lebensrezepte meiner beiden Omas // Anja Flieda Fritzsche // ISBN: 9783548066196 // 12,99 €

Eigentlich ist Anja Kommunikationsdesignerin, jetzt wurde sie Schriftstellerin und zwar eine sehr erfolgreiche. „Oma, die Nachtcreme ist für 30-Jährige!“ wurde ein Spiegel-Bestseller. Anja und ihre Omas waren plötzlich berühmt, Zeitungen, Radio- und Fernsehsender in ganz Deutschland berichteten über sie. Oma Maria war immer der Shootingstar und nie um eine Antwort verlegen. Oma Mia hielt sich mit ihrer zunehmenden Alzheimer-Erkrankung bei den Medien mehr im Hintergrund. Sogar zu Günther Jauchs großem Jahresrückblick waren Oma Maria und Enkelin Anja eingeladen. „Meine Oma Maria war wahnsinnig aufgeregt, auf den Auftritt hat sie sich schon sehr gefreut“, erinnert sich Anja, heute 45 Jahre. Aber zu dem Fernsehauftritt kam es leider nicht. Oma Maria hatte einen Autounfall am Irschenberg. Mit 107 Jahren noch am Steuer? „Nein, nein“, lacht Anja. „Sie war natürlich Beifahrerin, mein Vater ist gefahren und der Unfall war unverschuldet.“ Von den Folgen des Aufpralls erholte sich ihre Oma nicht mehr. Im Sommer 2018 starb sie mir 108 Jahren, ein halbes Jahr nach dem Erscheinen des ersten Buches.

Anja mit Oma Maria beim Spaziergang

Ein zweites Buch hatte Anja eigentlich nicht geplant. Aber als der Verlag nach einer Fortsetzung fragte, wie es denn mit den Omas weiterging, dachte sie sich: „Warum eigentlich nicht? Zu erzählen gab es ja noch so viel über meine Omas.“ Also nutzte sie den Lockdown, sortierte ihre vielen Aufzeichnungen und setzte sich an den Computer. Ende Juni ist „Spätzchen, 109 ist doch kein Alter!“ erschienen. Mit viel Humor erzählt Anja darin von den Geschichten und Lebensrezepten ihrer beiden Omas. Zum Beispiel wie die ganze Familie zu fünft samt Anjas Eltern im kleinen Auto – Anja auf der Rückbank eingepfercht zwischen Oma Maria und Oma Mia – zur Besprechung des ersten Buches zum Verlag nach Berlin fährt. Anja lässt sich vom Navi auf dem Handy den Weg ansagen. 

Ein Prösterchen auf das Leben- Anja und Oma Maria im Strandhaus am Hofstätter See

Oma Mia: »Wer spricht denn da? Lauter!«
Anja: »Omma, sei jetzt bitte leise! Das ist das Navi. Es sagt uns den Weg.«
Oma Maria: »Will die auch zum Verlag? Hihi!«
Oma Mia: »Mit wem telefonierst du?«
Anja: »Das ist das Handy!«
Oma Mia: »Dat weiß ich auch. Wer is dat denn am Telefon?«
Anja: »Omma, das ist ein automatisches Ich-erkläre-dir-den-Weg-weil-ich-ein-Computer-beziehungsweise-ein-ich-weiß-alles-Gerät-bin.« 

Oder wie Anja mit ihrer Mutter, einer Freundin und Oma Mia in einem exklusiven Laden Kleider für ihre baldige Hochzeit anprobiert und kein Kleid den Frauen so recht gefällt. 

Oma Mia: »Also, ich hatte ein einfaches weißes Kostüm an. Ute auch.«
Anja: »Du hast ja auch nur standesamtlich geheiratet.«
Oma Mia: »Macht ihr dat nich?«
Anja: »Doch, Oma, aber für das große Fest im Garten brauche ich ein großes Kleid.«
Oma Mia: »Dat hat ja noch Zeit. Guckste morgen mal bei Karstadt!« 

Als Oma Mia 101 Jahre ist, Oma Maria ist zu der Zeit schon verstorben, fliegt Anja mit ihr nach Gran Canaria. „Es war wegen Corona leider die letzte Reise mit meiner Oma. Sonst wären wir sicher noch öfter verreist. Es war eine wunderschöne Erinnerung“, erzählt Anja. 

Schon vor dem Hinflug kommt es zu einem amüsanten Dialog zwischen Anja und der zunehmend von Alzheimer gezeichneten Oma Mia. 

Schon früher ein Herz und eine Seele- Anja mit Oma Mia, damals zehn und 70 Jahre jung

Oma Mia: »Wo sind wir denn hier?«
Anja: »Am Flughafen!«
Oma Mia: »Ach! Und wat machen wir hier?«
Anja: »Wir fliegen nach Spanien!«
Oma Mia: »Heute?«
Anja: »Ja! Jetzt gleich!« Oma Mia guckt ganz verdutzt.
Anja: »Wäre es dir morgen lieber?«
Oma Mia: »Nein, lieber heute, weil dann sind wir morgen schon da!«

Oft fragte Oma Mia ihre Enkelin, wie denn ihre Geschichte einmal enden wird. „Das weiß ich nicht, Oma. Ich kann nicht in die Zukunft blicken“, antwortete Anja dann immer. Irgendwann kam es dann tatsächlich, das Ende ihres gemeinsamen Weges und damit auch des Buches. Wie der Schluss genau aussieht, will Anja an dieser Stelle noch nicht erzählen. „Da möchte ich den Leser überraschen, sonst ist ja die ganze Spannung weg.“ Eines sei aber schon verraten: Es gibt ein Happy End, ein Ende, wie es sich ihre Oma Mia gewünscht hatte.

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