IHK plant massiven Ausbau

Rosenheim - Die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (IHK) will ihre Rosenheimer Regionalgeschäftsstelle deutlich erweitern.

Ihr Personal soll von derzeit drei auf 20 bis 25 Mitarbeiter aufgestockt werden. Mittelfristig werden auch neue Räume gesucht. Zurzeit ist die IHK im Dienstleistungscenterin der Hechtseestraße.

Die Rosenheimer Einrichtung ist eine von vier Geschäftsstellen in Oberbayern, die zu "Brückenköpfen" ausgebaut werden sollen, sagt der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Kammerer. Die anderen drei befinden sich in Ingolstadt, Mühldorf-Altötting und Weilheim. Ähnlich stark wie die Rosenheimer Geschäftsstelle soll aber nur die Ingolstadt vergrößert werden. Dort wird in diesem Jahr der Anfang gemacht. Das Konzept soll bis 2014 abgeschlossen sein.

Mit Hilfe ihrer Regionalisierungsstrategie glaubt die IHK, künftig Oberbayern komplett abdecken zu können, so Projektleiterin Tina Emslander. So ist die Rosenheimer Geschäftsstelle für Südostoberbayern bis Berchtesgaden und Traunstein zuständig.

Alexandra Gehlhaar, Leiterin der Rosenheimer Regionalgeschäftsstelle, hält die Erweiterung schon deshalb für sinnvoll, "weil die Unternehmer dann kürzere Wege haben". Schon heute, sagt sie, stießen aber die regionalen Angebote der IHK, von Sprechtagen bis zu Veranstaltungen unterschiedlichster Art, auf viel Interesse.

Die IHK-Mitarbeiter sollen in Zukunft auch verstärkt die Unternehmen besuchen. Nicht zuletzt hofft man bei der Kammer auf eine Entlastung der vielen Unternehmer, die sich ehrenamtlich in der IHK und ihren regionalen Gremien engagieren.

In der regionalen Wirtschaft stößt es auf viel Beifall, dass die IHK verstärkt die Nähe zu den Unternehmen sucht. "Es ist notwendig, dass die IHK in der Fläche präsent ist, denn auf sie kommen viele neue Aufgaben zu", sagt Sebastian Bauer, der Vorsitzende des Rosenheimer IHK-Gremiums. Viele - gerade kleinere - Firmen wüssten bisher überhaupt nicht, welche vielfältige Unterstützung und "gebündelte Kompetenzen" ihnen die Kammer biete.

"Wenn man als Unternehmer ein Problem hat und sich an die IHK wendet, merkt man oft erst, was für eine Power dahinter steckt", sagt Christine Gollreiter, stellvertretende Vorsitzende des Rosenheimer IHK-Gremiums. Gerade für kleinere Firmen sei es wichtig, dass die Kammer an Ort und Stelle vertreten ist. Die auf Teak-Gartenmöbel spezialisierte Unternehmerin aus Tuntenhausen bringt die Bemühungen der Kammer um Regionalisierung auf einen einfachen Nenner. "Rosenheim ist eine starke Wirtschaftskraft - und dazu gehört eine starke IHK."

Michael Andreas Bensegger, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender des Rosenheimer IHK-Gremiums, zeigt sich überzeugt, dass viele Unternehmen aus der Region das erweiterte Angebot der IHK in Rosenheim nutzen werden: "Der Bedarf ist sicher vorhanden." Er selbst habe von der Kammer schon viel Unterstützung erhalten, so zum Beispiel in Fragen des Wettbewerbsrechts. Und beispielsweise in Hinblick auf "Abmahner, die schnell Geld verdienen wollen", ist der Geschäftsführer einer Firma für Büroeinrichtungen überzeugt: "Das hat uns viel Ärger erspart."

nz/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolfoto)

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