Arbeitsmarktbericht der Agenturen für Arbeit Traunstein und Rosenheim

Leichter Anstieg der Arbeitslosenquote in der Region

Rosenheim/Traunstein - Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein stieg im Vergleich zum Vormonat 2,8 Prozent. Im Bezirk Rosenheim waren es nur 2,3 Prozent.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim: 

„Wir freuen uns, dass die Anzahl der Arbeitslosen von Juni auf Juli nur leicht angestiegen ist. Denn in dem Zeitraum enden in Bayern viele schulische und berufliche Ausbildungen, und obwohl die Unternehmen über Fachkräftemangel klagen, können nicht alle frisch ausgelernten jungen Menschen von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen werden“, sagt Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur. 

„Zum Stichtag am 12. Juli waren in unserem Agenturbezirk, der Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, 6.830 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 180 Betroffene mehr als im Vormonat, aber 600 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Arbeitslosenzahl der unter 25-Jährigen ist im Betrachtungszeitraum vom 13. Juni bis 12. Juli um 190 auf 770 angestiegen. Bei den über 55-Jährigen (minus 20 auf 1.790 Betroffene) und den Langzeitarbeitslosen (minus 40 auf 1 460 Gemeldete) war dagegen jeweils ein Rückgang der Arbeitslosenzahl zu verzeichnen. Das zeigt, dass der regionale Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig und dynamisch ist.“

Die Arbeitslosenquote liegt mit 2,3 Prozent auf einem historisch niedrigen Niveau für einen Monat Juli, das zuletzt in den achtziger und Anfang der neunziger Jahre erreicht wurde. Die Quote liegt um 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und unterschreitet den Vergleichswert des Vorjahres um 0,2 Prozentpunkte.

Cujai sagt weiter mit Blick auf die jungen Menschen, die nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung nicht von ihrem Lehrbetrieb übernommen worden sind: „Jugendarbeitslosigkeit ist und bleibt ein wichtiges Thema. Wir suchen für diese frisch ausgebildeten Fachkräfte Arbeitgeber, die bereit sind, ihnen in der Praxis eine Chance zu geben. Ich bin mir sicher, dass neue und Arbeitskräfte, die schon länger bei den Unternehmen beschäftigt sind, schnell gut zusammenarbeiten werden. Sprechen Sie unsere Fachkräfte vom Arbeitgeberservice gerne persönlich oder unter der kostenlosen Servicenummer 0800555520 an, welche Unterstützungsmöglichkeiten es bei der Einarbeitung gibt!“

Ein Blick auf den Ausbildungsmarkt: Im Juli waren im Agenturbezirk noch 810 junge Menschen als Bewerber für Ausbildungsplätze gemeldet. Cujai dazu: „Jugendliche, die mobil und in ihrem Berufswunsch flexibel sind, finden noch ein Angebot an unbesetzten Ausbildungsstellen. Es ist bewiesen, dass Fachkräfte viermal seltener arbeitslos werden als Hilfskräfte. Sie haben in der Regel ein höheres Einkommen, finden schneller eine neue Stelle und haben deutlich häufiger ein unbefristetes und längerfristiges Arbeitsverhältnis.“ 

An die Jugendlichen gerichtet sagt sie: „Vereinbaren Sie unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 00 einen Termin mit der Berufsberatung, oder schicken Sie eine E-Mail an Rosenheim.berufsberatung@arbeitsagentur.de. Die Berufsberater helfen Ihnen gerne bei der Bewerbung und Ausbildungsplatzsuche. Und melden Sie sich schon jetzt bei uns, wenn Sie für 2019 eine Lehrstelle suchen!“ 

Dem gegenüber standen im Betrachtungszeitraum noch 1.430 unbesetzte Ausbildungsstellen. Die meisten Angebote gab es noch im Verkauf ohne Produktspezialisierung (210), im Fachverkauf (170), im Handel (u.a. Kaufleute Groß- und Außenhandel) (80), für Arzt- und Praxishilfen (80), in der Lebensmittel- Genussmittelherstellung (u.a. Bäcker, Metzger) (70), für Köche (70) und Hotelfachleute (70). Die Agenturleiterin appelliert an die Unternehmen: „Geben Sie auch vermeintlich schwächeren Bewerbern eine Chance, denn diese können in der Praxis oft durch ihren Lernwillen und ihre Teamfähigkeit überzeugen. Und sollte es mit dem Berufsschulstoff einmal nicht klappen, bietet die Arbeitsagentur mit den ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) quasi Nachhilfeunterricht während der Ausbildung an,“ und weiter: „Melden Sie der Arbeitsagentur schon jetzt die Ausbildungsstellen, die Sie 2019 besetzen wollen!“

Ein Blick auf den Stellenmarkt: Im Betrachtungszeitraum haben Betriebe bei der Arbeitsagentur 1.220 vakante Arbeitsplätze neu gemeldet, 1.170 davon sozialversicherungspflichtig. Die Anzahl der offenen Stellen hat sich um 130 auf nun 5 320 (5 050 davon sozialversicherungspflichtig) erhöht und ist so hoch wie noch nie. Die meisten Angebote gab es im Verkauf (610), in den Medizinischen Gesundheitsberufen (u.a. Medizinische Fachangestellte, Medizinisch-technische Berufe, Gesundheits- und Krankenpflege) (460) und in Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen (320).

Ein Blick auf die Bewegungsdaten beweist, dass die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt keinen Stillstand bedeutet: Im Berichtszeitraum haben sich 2.610 Personen neu oder erneut bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern arbeitslos gemeldet. Dem gegenüber gab es in dem Zeitraum 2.440 Abmeldungen.

Stadt Rosenheim

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent (Vormonat: 3,8; Juli 2017: 4,3 Prozent). Derzeit sind 1.368 Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, erhöhte sich die Arbeitslosenzahl um 52 auf 618. Für 750 arbeitslose SGB II-Kunden, 5 weniger als im Juni, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.335 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.832 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Landkreis Rosenheim 

De Arbeitslosenquote liegt bei 2,1 Prozent (Vormonat: 2,0; Juni 2017: 2,3 Prozent). Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis beträgt 2.951. Hier sind 1.791 Männer und Frauen bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 152 mehr als im Vormonat. Beim Jobcenter Landkreis Rosenheim sind 1.160 arbeitslose SGB II-Kunden registriert, 98 weniger als im Juni. Insgesamt betreut das Jobcenter 3 422 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2.717 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Traunstein:

Traunstein 2,3 Prozent, Altötting 2,7 Prozent, Berchtesgadener Land 3,0 Prozent und Mühldorf 2,9 Prozent. 2.796 arbeitslose Menschen sind älter als 50 Jahre, darunter 1.876, die älter sind als 55 Jahre. Diese Altersgruppe stellt 38,1 Prozent des Gesamtbestandes. 19 Menschen weniger als im Juni waren ohne Erwerbstätigkeit, im Juli 2017 waren es noch 161 mehr. 850 Menschen unter 25 Jahren waren im Juli gemeldet, das sind 187 mehr als im Vormonat und zeigt einen Anstieg zum Juni von 28,2 Prozent. Im Juli 2017 waren es 113 Menschen mehr in dieser Altersgruppe. 

Die isolierte Arbeitslosenquote beträgt bei den 15-20-jährigen 2,5 Prozent, im Juni lag sie noch bei 2,0 Prozent. „Diesen Anstieg haben wir jedes Jahr vor den Sommerferien, von den 197 Zugängen, die wir im Juli hatten, sind nur 10 Menschen älter als 25 Jahre “, erläutert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein. „Es sind meistens Abiturienten und Schüler, die bis zum Ausbildungs- oder Studienbeginn jobben möchten und Azubis mit bestandener Prüfung, die noch keine Einstellungszusage ihres Arbeitgebers haben, die sich im Juli bei uns melden“. 

2.465 Menschen meldeten sich erstmals oder wieder arbeitslos, ein Anstieg um 483 verglichen mit Juni. Davon kamen 1000 aus Erwerbstätigkeit und 730 aus Ausbildung und Qualifizierung, das sind 48,7 Prozent mehr als im Vormonat; und 665 meldeten sich aus Nichterwerbstätigkeit. Den 2.465 Zugängen stehen 2.277 Abmeldungen gegenüber, das sind 38 mehr als im Vormonat. Hiervon gingen wiederum 836 in Erwerbstätigkeit, 429 in Ausbildung und 875 in Nichterwerbstätigkeit. 

Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen ist im Juli um 14 auf 2.031 Menschen gestiegen; im Vergleich zum Vorjahr waren es 242 weniger. „Bei einem beruflichen Wiedereinstieg ändert sich die gesamte Alltagsstruktur“, führt Müller aus, „hierbei die Motivation und das Durchhaltevermögen zu bewahren, fordert von allen Beteiligten, beruflich und privat, Geduld und Courage gleichermaßen“, schließt Müller. 

Der Stellenbestand ist mit 3.854 Angeboten um 29 höher als im Juni und um 78 Angebote geringer als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Der Stellenzugang liegt mit 1.087 um 225 höher als im Vormonat und um 39 niedriger als im Juli 2017. „Vor den Sommerferien verschieben viele Unternehmen durch Betriebsurlaube oder Abwesenheit der Entscheider die Einstellungen eher in den September“, analysiert Müller, „wobei ein Gutteil der Stellen bereits jetzt gemeldet wird.“ 

Für den aktuellen Bestand zeigt die Stellenanalyse vier Hauptbereiche: 554 Angebote aus dem verarbeitenden Gewerbe, 475 aus Handel und Kfz-Branche, 469 im Gastgewerbe und 425 im Gesundheits- und Sozialwesen. 253 Angebote für verschiedenste Tätigkeiten kommen von Zeitarbeitsfirmen, die zur Überbrückung eine Chance sein können. 

Landkreis Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein betrug im Juli 2,3 Prozent, das ist derselbe Wert wie im Juni. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 2,5 Prozent. 2.256 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 17 Menschen mehr als im Juni und 128 weniger als im Vorjahresmonat. Unter den 2.256 sind 266 Jüngere unter 25 Jahren darunter 64 Jugendliche unter 20 Jahre. Im Juni waren es noch 199 unter 25 Jahren, darunter 36 unter 20 Jahren. 

„Darunter sind auch Ausbildungssuchende“, erklärt Müller, „aktuell sind noch 469 Ausbildungsstellen unbesetzt. Es ist jetzt höchste Zeit, einen Ausbildungsvertrag in der Tasche zu haben“, appelliert Müller. „Für Bewerbungstipps und Stellensuche stehen die beiden Berufsinformationszentren jedem offen.“ 921 Menschen sind älter als 50 darunter 625 älter als 55 Jahre. Im Juni waren es noch 23 mehr, im Vorjahresmonat 5 mehr. 

590 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen; deren Anzahl geringfügig um 4 im Vormonatsvergleich anstieg. Verglichen mit dem Vorjahresmonat gibt es aktuell 38 Menschen weniger in dieser Situation. Insgesamt konnten im Juli 710 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, darunter 515 Kunden der Agentur (SGB III) und 207 Kunden des Jobcenters (SGB II). Hiervon gingen insgesamt 308 in Erwerbstätigkeit, 213 in Ausbildung oder Qualifizierung und 172 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit. Dem stehen 722 Zugänge gegenüber, das sind 124 mehr als im Vormonat, und 49 weniger als im Vorjahresmonat. 

1.234 Stellenangebote sind aktuell, hiervon 392 neu aufgenommene. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 65 Stellen mehr, im Vergleich zu Juni waren es 8 weniger. Die Berufsbereiche mit den meisten Angeboten sind das Gastgewerbe mit 168 und das Gesundheits- und Sozialwesen mit 154 freien Stellen. Im verarbeitenden Gewerbe sind 152 Stellen zu besetzen und bei Handel und Kfz-Branche 146.

Landkreis Altötting

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im Juli 2,7 Prozent, das sind 1.700 Menschen. Im Juni waren es 96 Menschen weniger, die Quote lag bei 2,6 Prozent. Im Vorjahresmonat waren es 214 Menschen mehr, die Quote lag bei 3,1 Prozent. Unter den Gemeldeten sind 207 unter 25 Jahre, das sind 43 junge Leute oder 26,2 Prozent mehr als im Juni, jedoch 56 weniger als im Juli des Vorjahres. Darunter sind 49 zwischen 15 und 20 Jahre alt, hier sind es 22 mehr als im Juli. 610 Menschen, das sind 35,91 Prozent der Gesamtheit sind älter als 50 Jahre, darunter 426 älter als 55 Jahre. Im Vormonat waren es noch 5 mehr, gegenüber Juli des Vorjahres sind 50 Menschen weniger in dieser Altersgruppe gemeldet. 

437 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen, das sind 11 mehr als im Juni und 90 weniger als im Vorjahresmonat. Den Neumeldungen mit 641 stehen 545 Abmeldungen gegenüber. Hiervon gingen 194 Menschen in Erwerbstätigkeit und 106 in Ausbildung. Bei den 641 Neumeldungen kamen 209 aus Erwerbstätigkeit und 249 haben eine Ausbildung oder Qualifizierung abgeschlossen. Der Ausbildungsmarkt zeigt noch 342 freie Ausbildungsstellen bei 121 unversorgten Bewerbern. „Aus den Vorjahren wissen wir, dass sich nicht alle, die einen Ausbildungsplatz haben, auch bei der Berufsberatung abmelden. Ich appelliere dringend an diejenigen, die nicht wissen, wie es ab September weitergeht, sich um ihre berufliche Zukunft zu kümmern“, so Müller, „Chancen gibt es genug in allen Bereichen“. 

DerStellenbestand ist mit 839 Angeboten um 43 Angebote gestiegen, im Vergleich zu Juli 2017 sind es 120 Angebote mehr, darunter 208 neue Arbeitsstellen, 23 mehr als im Vormonat. Den größten Anteil im Bestand haben Angebote bei Zeitarbeitsfirmen mit 192, gefolgt vom verarbeitenden Gewerbemit 134 und Handel und Kfz-Branche mit 96 Chancen. 

Landkreis Berchtesgadener Land 

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Berchtesgadener Land lag im Juli bei 3,0 Prozent, ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber Juni. 1.542 Menschen waren gemeldet, 51 mehr als im Vormonat und 128 weniger im Vorjahresvergleich, als die Quote bei 3,3 Prozent lag. Unter den 1.542 sind 154 Jüngere unter 25 Jahren darunter 38 unter 20 Jahre. Im Vormonat waren es 35 junge Menschen weniger. Die isolierte Arbeitslosenquote beträgt 2,4 Prozent. Der Ausbildungsmarkt zeigt im Berchtesgadener Land noch 301 freie Ausbildungsstellen. Dem stehen 74 unversorgte Bewerber gegenüber. 40,8 Prozent aller Gemeldeten, das sind 629 Menschen, sind Ältere über 50 Jahre. Der Juli zeigt einen leichten Anstieg um 3 Menschen im Vormonatsvergleich; gegenüber Vorjahr sind es aktuell 54 Menschen weniger. 

30,2 Prozent gehören zu den Langzeitarbeitslosen, deren Anzahl zum Vormonat um 7 gestiegen, zum Vorjahr um 35 gesunken ist. „Älteren und langzeitarbeitslosen Menschen wird mit ähnlichen Vorbehalten auf dem Weg in den Arbeitsmarkt begegnet“, so Müller, „der Aufforderung zum lebenslangen Lernen kann man ohne die konkrete Möglichkeit dazu nicht nachkommen, Förderinstrumente für Betriebe, die Chancen geben, sind vorhanden“, schließt Müller. Auf den Landkreis Berchtesgadener Land entfallen im Juli 435 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit, gegenüber 489 im Vormonat. 191 davon nahmen eine Arbeit auf, 75 gingen in Ausbildung oder Qualifizierung und 149 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. 486 Neumeldungen sind zu notieren, das sind 74 mehr als im Juni und 7 weniger als im Vorjahresmonat. 

920 Stellen waren im Bestand, hiervon 242 neue Angebote. Die drei Berufsbereiche mit den meisten Angeboten sind das Gastgewerbe mit 200, Handel und Kfz-Branche mit 143 und erstmals unter den drei meistgefragten das Baugewerbe mit 94 aktuellen Angeboten. 

Landkreis Mühldorf 

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf betrug im Juli 2,9 Prozent, das sind 1.844 Menschen. Im Vormonat waren es 1,8 Prozent, bzw. 33 Menschen weniger. Im Vorjahresvergleich, als die Quote bei 3,3 lag, waren 264 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Gemeldet sind 223 Jugendliche unter 25 Jahre darunter 59 unter 20 Jahre. 146 dieser Altersgruppe haben sich im Juli neu gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind 43 weniger und im Vormonatsvergleich 42 junge Menschen mehr gemeldet. „275 Ausbildungsplätze sind im Landkreis Mühldorf noch frei“, erklärt Müller, „wer die nächsten vier Wochen klug nutzt, kann seinen Ausbildungsvertrag noch unter Dach und Fach bringen“, ermutigt Müller. „Bei vielen Betrieben sind auch lebensältere Auszubildende willkommen.“ Von den im Berichtsjahr gemeldeten 875 Bewerberinnen und Bewerbern sind noch 176 unversorgt. Die Anzahl der arbeitslosen Menschen über 55 Jahre ist mit 405 (Vormonat 404) fast konstant geblieben, im Vorjahresvergleich jedoch um 62 gesunken. 

Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen, 539 Menschen, sank im Vorjahresvergleich um 79, im Vormonatsvergleich sind es 8 weniger. 616 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos, das sind 107 mehr als im Juni, und 7 weniger als im Vorjahresmonat. 242 hiervon kamen aus Erwerbstätigkeit und 155 aus Ausbildung. Insgesamt konnten 587 Menschen, das sind 26 mehr als im Vormonat, ihre Arbeitslosigkeit beenden. 184 (Juni: 191) nahmen eine Erwerbstätigkeit auf und 112 (Vormonat 119) begannen eine Ausbildung oder Qualifizierung. 240 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. 

861 Stellenangebote sind im aktuellen Bestand, das sind 2 mehr als im Juni. 245 Angebote sind neu aufgenommen worden, 58 mehr als im Vormonat. Die größten Berufsbereiche im Bestand sind Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung mit Angeboten, die Gesundheitsberufe mit 153 und in den Bereichen Bau, Architektur und Gebäudetechnik gibt es 119 freie Stellen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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