Obduktion ergab: 17-Jährige ertrank nach Sturz in Bach

Polizei widerspricht Gerüchten: Sina wurden keine K.o.-Tropfen verabreicht

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Vermisste 17-jährige tot aufgefunden
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    Julia Volkenand
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Kreuth - Am Sonntagmittag, den 4. August, nahm eine großangelegte Suchaktion nach der vermissten 17-jährigen Sina ein tragisches Ende. Die junge Frau wurde tot in einem Bachbett aufgefunden. Am Montag wurde die Leiche obduziert. Sie ertrank wohl nach einem Sturz.

Update, 6. August, 16.05 - Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung

Nach dem Tod der 17-jährigen Sina aus Kreuth sollen laut verschiedenen Medienberichten einheimische Jugendliche spekulieren, dass dem Mädchen in der Nacht womöglich K.o-Tropfen verabreicht worden seien. 

Bei Schnelltests habe es dafür aber keinerlei Hinweise gegeben. Das Ergebnis der Blutuntersuchung bei der Obduktion steht allerdings noch aus, so ein Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gegenüber dem BR. Es gibt weiterhin keine Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung.

Weil es sich um einen Unfall mit Todesfolge handelt, wird die Polizei aus Rücksicht auf die Familie in Zukunft nur dann berichten, sollten sich Hinweise auf eine Straftat ergeben. Die Kripo führt noch Vernehmungen im persönlichen Umfeld der 17-Jährigen durch, wie der BR weiter berichtet. Am Montag wurde die Leiche obduziert. Sie ertrank wohl nach einem Sturz.

Update, 16 Uhr - Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Nach dem Auffinden einer verstorbenen 17-jährigen Frau in einem Bachbett bei Kreuth im Landkreis Miesbach wurde heute im Institut für Rechtsmedizin in München eine Obduktion durchgeführt. Das vorläufige Ergebnis dieser Obduktion deutet auf einen Tod durch Ertrinken infolge eines Sturzgeschehens hin. Hinweise auf Fremdeinwirkung liegen nicht vor. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Miesbach dauern an.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 12.45 Uhr - Vereinsleiter "tief bestürzt"

Wie unser Partnerportal tz.de berichtet werden die Angehörigen der toten Sina, sowie die Retter während der Ermittlungen zu ihrer Todesursache psychologisch betreut. Auch die Einsatzkäfte der Feuerwehr wurden nach dem Auffinden der Leiche vom Feuerwehr-Notfallseelsorger Richard Siebler betreut. 

Auch der Vorsitzende des Skiclubs Rottach-Egern Albert Meier, erklärte, er sei "tief bestürzt". Sina war bei ihrem Verschwinden auf dem Heimweg vom Waldfest des Vereins gewesen. 

Update, 5. August, 9.45 Uhr - 17-Jährige wird obduziert

Auf Nachfrage von rosenheim24.de erklärt Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, dass die ermittelnde Kriminalpolizei derzeit von einem tragischen Unfall ausgehe, da nichts auf ein Gewaltverbrechen hindeute. Um dies endgültig nachzuweisen, wird die Leiche der 17-jährigen Sina am Montagnachmittag im rechtsmedizinischen Institut obduziert.

Erstmeldung

Am Sonntagmorgen, gegen 2 Uhr, bemerkten die Familie von Sina M ., dass diese nach ihrem Besuch auf einem Waldfest in Rottach-Egern nicht nach Hause zurückgekommen war. Die Familie der 17-Jährigen begann noch in der Nacht mit der Suche nach der jungen Frau und schaltete gegen 8 Uhr am Morgen die Polizei ein. 

Bei einer großangelegten Suchaktion mit Hubschrauber, Reitergruppe, Spürhunde und zahlreichen Feuerwehren aus der Region wurde die Leiche der 17-Jährigen gegen 11.45 Uhr in einem Weiler nördlich von Kreuth gefunden

Sina soll in der Nacht vom Waldfest in Rottach-Egern mit dem Taxi bis nach Kreuth-Scharling gefahren sein und hätte so nur noch etwa 50 Meter Fußweg bis nach Hause gehabt. Dort kam sie allerdings nie an. Sie wurde einige hundert Meter von ihrer Wohnanschrift entfernt entdeckt. 

Derzeit gebe es "keine Anhaltspunkte für ein Gewaltverbrechen", sagte ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim auf Anfrage unseres Partnerportals merkur.de

Eine endgültige Aussage könne aber erst nach Abschluss der Ermittlungen gemacht werden. Erst dann sei klar, ob es sich um ein Sturzgeschehen handelt oder ob das Mädchen möglicherweise doch vorsätzlich zu Fall gebracht wurde.

Ob das Mädchen obduziert wird, muss in Absprache mit der Staatsanwaltschaft geklärt werden.

dpa/mz

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