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Rummenigge traut Nagelsmann „alles“ zu: Klarer Favorit in CL

Julian Nagelsmann
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Trainer Julian Nagelsmann vom FC Bayern gibt ein Interview.

Karl-Heinz Rummenigge traut Julian Nagelsmann trotz dessen Jugend gleich im ersten Trainer-Jahr beim FC Bayern München den großen Wurf in der Champions League zu. „Alles ist möglich“, sagt der frühere Bayern-Chef im Interview der Deutschen Presse-Agentur vor dem Start der K.o.-Phase in der europäischen Fußball-Königsklasse.

Grünwald - Im Achtelfinale treffen die Münchner auf Österreichs Serienmeister RB Salzburg. Das Hinspiel findet kommenden Woche in Salzburg statt. „Natürlich ist Bayern München der große Favorit“, sagt Rummenigge.

Der 34 Jahre alte Nagelsmann habe in München „in sehr große Fußstapfen treten“ müssen, „die ihm Hansi (Flick) mit sieben Titeln in 14 Monaten hinterlassen hat“, bemerkt Rummenigge: „Er hat sich davon aber nicht irritieren lassen.“ Die Mannschaft vermittele „den Eindruck, dass sie mit Julian sehr happy ist, dass die Partnerschaft zwischen Trainer und Mannschaft sehr gut funktioniert“.

Nagelsmann habe zwar ein Manko an Erfahrung gegenüber Trainern wie Jürgen Klopp (FC Liverpool), Pep Guardiola (Manchester City) oder Thomas Tuchel vom Titelverteidiger FC Chelsea. „Erfahrung ist wichtig. Aber jugendlicher „Leichtsinn“ ist auch ein Attribut, das helfen kann.“ Zum Titelfavoriten will er seine Bayern zwar nicht ausrufen, aber er betont: „Die beste Gruppenphase hat Bayern München gespielt. Alles muss passen, so wie bei unserem Titelgewinn 2020.“

Für Rummenigge ist Europas Königsklasse „die Benchmark im Club-Fußball“. Ihre Gründer sind für ihn „die größten Visionäre“ gewesen. Das Thema Super League, forciert von Clubs wie Real Madrid oder Juventus Turin, sei dagegen „vom Tisch“, meint Rummenigge, der Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees ist. Er legt sich klar fest: „Es wird nie wieder eine privat organisierte Superleague geben.“

Kritisch sieht Rummenigge die Entwicklung der Finanzen und der Chancengleichheit in Europa, gerade auch durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Transfermarkt sei zumindest im Spitzenbereich weiter intakt, die Gehälter der Topstars steigen ebenfalls weiter an. „Der Fußball entwickelt sich immer mehr zu einer Industrie, in der quasi nur noch Verluste produziert werden“, mahnt Rummenigge. dpa

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