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Nach Unglücken an Geigelstein, Zwiesel und Brünnstein

"Schwarze Serie": Bereits der fünfte Lawinentote in dieser Saison!

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Schleching/Landkreis - Diese Ski- und Tourensaison steht offenbar unter keinem guten Stern. Am Sonntag starb ein 30-Jähriger nach einem Lawinenabgang am Geigelstein. Es ist bereits der fünfte Tote in dieser Saison, der entweder aus der Region stammt oder bei einem Unfall in der Region sein Leben lassen musste.

Niederländer stirbt bei Gotzenalm

Los ging die "schwarze Serie" bereits sehr früh. Am Donnerstag, 21. September, war eine vierköpfige Familien aus den Niederlanden, die im Chiemgau ihren Urlaub verbrachte, in Schönau am Königssee zu einer Wanderung Richtung Gotzenalm aufgebrochen. Die Bergsteiger querten unterhalb der Laafeldwände, auf etwa 1.650 Höhenmetern, auf einem Steig in das Landtal hinein.

Gegen 16.15 Uhr erfasste in einer Rinne ein Schneerutsch den als letzten gehenden 24-jährigen Sohn der Familie und riss ihn mit. Der junge Mann stürzte daraufhin über etwa 60 bis 80 Höhenmeter in felsigem Gelände ab und war sofort tot, da er sich schwerste Kopfverletzungen bei dem Absturz zugezogen hatte.

Bildergalerie - Erster Lawinentoter im Winter 2017/2018

24-Jähriger wird von Lawine mitgerissen und stürzt in den Tod

Einheimische (50) stürzt an Kehlstein in den Tod

Mitte November erwischte es eine 50-jährige Einheimische am Kehlstein bei Berchtesgaden. Die Frau war in rund 1.630 Meter Höhe im Bereich der Querung zur Buswendeplatte in der dortigen steilen Rinne von einer Lawine erfasst worden, die sie rund fünfzig Meter bis zur Felskante und dann rund hundert Meter durch steiles, felsdurchsetztes Gelände mitriss

Weitere Tourengeher und die Berchtesgadener Bergretter versuchten die Frau zu finden und wieder zu beleben, konnten sie aber nicht mehr retten. Die Frau war vermutlich auf der Stelle tot.

Tödliches Lawinenunglück am Kehlstein

Frau (50) stürzt bei Lawine am Kehlstein ab - tot

Michael O. und Dominik W. sterben am Großglockner

Am 5. Januar ereignete sich dann am Großglockner ein fürchterliches Drama, das zwei beliebte Sportler aus der Region das Leben kostete. Michael O. (26) aus Stephanskirchen und Dominik W. (25) aus Aschau im Chiemgau waren im Bereich des sog. Karl-Matreier-Törls von einem Schneebrett von "riesigem Ausmaß" erfasst und verschüttet worden.

Dominik W. war bereits kurz nach dem Unfall entdeckt worden, musste aber kurz darauf für tot erklärt werden. Michael O. blieb zunächst verschüttet und konnte am Morgen des folgenden Tages von den Rettern nach langer Suche nur noch tot geborgen werden. Ein dritter Skifahrer, Richard L., überlebte, weil er bei der verhängnisvollen Fahrt der beiden auf der markierten Piste geblieben war.  Das Unglück hatte in der Region große Betroffenheit ausgelöst.

Sachse verunglückt am Geigelstein

Und am Sonntag, 21. Januar, kam es schließlich gleich zu drei schweren Unglücken in der Region. Am Zwiesel bei Bad Reichenhall hatte ein Bergsteiger Glück im Unglück. Er wurde 30 Meter mitgerissen und verschüttet, konnte aber bereits kurz darauf ausgegraben und gerettet werden.

Am Brünnstein bei Oberaudorf wurde ein 35-jähriger Münchner schwer verletzt. Der Mann hatte ein Schneebrett wohl selbst ausgelöst und war 200 Meter in die Tiefe gerissen worden. Er kam nach einem Großeinsatz in ein Krankenhaus.

Lawinenabgang am Brünnstein

Dorthin war auch ein 30-jähriger Sachse gebracht worden, der am Vormittag von einer Lawine am Geigelstein bei Schleching erfasst worden war. Doch der Mann aus Oberwiesenthal verlor dort den Kampf gegen seine Verletzungen. Er verstarb am Sonntag gegen 17.45 Uhr, wie die Polizei in einer Pressemitteilung bekannt gab. Er ist damit der fünfte Tote in diesem Winter.

Großeinsatz am Geigelstein bei Schleching

Gefahr ist noch nicht gebannt

Und die Gefahr ist leider noch nicht gebannt. Am Montagmorgen herrschte in den bayerischen Alpen große Lawinengefahr bei einer Stufe von 4 von 5. In Tirol riefen die Behörden erstmals seit dem Jahr 1999 wieder Lawinenwarnstufe 5 von 5 auf. Diese galt in Teilen des Bundeslandes am Montagvormittag. Bekannte Wintersportorte wie St. Anton oder Zürs von der Außenwelt quasi abgeschnitten.

mw

Quelle: chiemgau24.de

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