Obwohl der Höhepunkt noch gar nicht erreicht ist:

Sahara-Hitze: Es gibt bereits die ersten Opfer!

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Es ist sehr warm und es wird noch heißer

Landkreis - Bayern glüht! Luft aus der Sahara flutet Deutschland - die 40 Grad-Marke ist in Sicht. Der Höhepunkt ist wohl noch nicht erreicht, aber es gibt schon erste Opfer:

Knallblauer Himmel, Sonnenschein von früh bis spät - wenn da nicht die Temperaturen wären, ließe sich das gut aushalten. Aber das Thermometer zeigt Werte Richtung 40 Grad, am Donnerstag war die Luft aus der Sahara auch in Ostdeutschland angekommen. Zwischen Hoch „Annelie“ über der Ostsee und Tief „Quintus“ bei Island strömt weiter Heißluft aus Süden ein, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Zunehmende Schwüle macht die Temperaturen unerträglich.

Lesen Sie hier: Nach dieser 90-Jährigen wurde Hoch "Annelie" benannt

Amtliche Hitzewarnung für ganz Deutschland

Für das ganze Land galt eine amtliche Hitzewarnung, im Süden Bayerns warnte der DWD auch vor hoher UV-Strahlung und riet dringend zu Sonnenschutz beim Aufenthalt im Freien. Im Westen und Südwesten Deutschlands sollte es am Donnerstag örtlich Temperaturen von bis zu 39 Grad geben. Am Freitag steige im Westen das Gewitterrisiko, sagte DWD-Meteorologe Andreas Würtz.

Lesen Sie hier: Gibt es heute Hitzefrei in ganz Deutschland?

Der Höhepunkt kommt am Wochenende

Und der Höhepunkt der Hitze steht noch bevor: Am Samstag könnte sogar der bisherige deutsche Temperaturrekord von 40,2 Grad aus den Jahren 2003 und 1983 ins Wackeln geraten. Am Sonntag entspannt sich die Hitzelage nur leicht - gleichzeitig drohen bei noch 28 bis 38 Grad Gewitter mit Unwetterpotenzial.

An erholsamen Schlaf ist auch bei weit geöffneten Fenstern kaum zu denken: In der Nacht zum Donnerstag gab es nach DWD-Angaben vielerorts eine Tropennacht - die Temperaturen sanken nicht unter die Marke von 20 Grad. Auch die kommenden Nächte werden nach den Erwartungen der Meteorologen an vielen Orten tropisch warm.

Lesen Sie hier: Hitze im Auto: ist es in weißen Autos kühler?

Erste Hitze-Opfer zu beklagen

Leider hat das warme Wetter nicht nur schöne Seiten. Es gab auch schon erste "Hitze-Opfer". So starb im niedersächsischen Stade ein Mann, als er sich in einem Burggraben abkühlen wollte. Er ist ertrunken.

In Meschede (Nordrhein-Westfalen) kollabierte ein Kleinkind in einem Auto. Das berichtet die Bild-Zeitung auf ihrer Internetseite. Die Mutter hatte zuvor die Autotüren verriegelt und zugeschlagen - aber den Schlüssel auf dem Beifahrersitz liegengelassen. Rettungskräfte mussten die Scheiben einschlagen, um das kleine Mädchen (3) zu retten.

Völlig unverantwortlich verhielt sich eine Mutter in Hennef. Sie ließ bei 32 Grad ihre schlafenden Kinder im Auto zurück. Die Polizei rückte nach dem Anruf eines Zeugen an und stellte die inzwischen zurückgekehrte Mutter zur Rede. Die Kinder saßen etwa 20 Minuten in dem heißen Fahrzeug. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, Kinder bei diesem Wetter im Auto zurück zu lassen. Die Temperatur im Auto könne schnell auf bis zu 60 Grad steigen

Auch Tiere mussten leiden: Die Feuerwehr musste in Gelsenkirchen mit Löschwasser rund 500 Schweinen eine Abkühlung verschaffen, nachdem ein Transporter mit einer Panne stundenlang auf der A2 liegengeblieben war.

dpa/mw

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