Anwohner griffen ein

Scheune und Haus brennen - Besitzerin weigert sich, Feuerwehr zu rufen

Auch als der Brand von der Scheune auf das Wohnhaus überging, wollte eine Frau die Feuerwehr nicht alarmieren. Umstehende griffen ein und riefen die Feuerwehr. 

Aub - Obwohl der Brand in ihrer Scheune auf das daneben stehende Wohnhaus überzugreifen drohte, hat eine Frau in Unterfranken partout nicht die Feuerwehr alarmiert wissen wollen. Hilfswilligen verbot die 41-Jährige einen Anruf dort und verwies sie von ihrem Grundstück in Aub (Landkreis Würzburg). Mit ihrem 15-jährigen Sohn und einem anderen Jugendlichen versuchte sie, den Brand am Sonntag mit Wassereimern selber zu löschen. Nach Polizeiangaben vom Montag ließ sich ein Zeuge aber nicht einschüchtern und setzte einen Notruf ab. Mehrere umliegende Feuerwehren rückten aus, löschten das brennende Stroh und räumten die Scheune komplett aus, um auch die letzten Glutnester zu beseitigen.

Die uneinsichtige Frau, die sich auch nach dem Eingreifen der Feuerwehr damit nicht abfinden wollte, wurde wie die beiden Jugendlichen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus in Bad Mergentheim gebracht. Zur Brandursache machte sie keine Angaben. Nach der Befragung von Zeugen geht die Polizei davon aus, dass unvorsichtiger Umgang mit einem selbst gebauten Grill das Feuer ausgelöst haben dürfte. Vielleicht hüllt sich die Frau in Schweigen, weil sie deswegen Ärger befürchtet. Immerhin ist der Sachschaden zu verkraften: Die Polizei bezifferte ihn auf 300 Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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