Unfall in der Nähe des Spitzingsees

Bruchlandung in abgelegenem Tal: Segelflugzeug völlig zerstört

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Schliersee - In einem abgelegenen Gebirgstal in der Nähe des Spitzingsees hat ein Segelflugzeug am Donnerstag eine Bruchlandung hingelegt. Es folgte ein großer Rettungseinsatz:

UPDATE, Freitag, 6.30 Uhr - Bruchlandung auf Almwiese

Nur wenige Meter von der Grenze nach Österreich entfernt, legte am Donnerstagnachmittag gegen 15.40 Uhr im Gebirgstal Valepp in der Nähe des Spitzingsees ein Segelflugzeug eine Bruchlandung hin. Dabei erlitt das Fluggerät einen Totalschaden. Das Fluggerät war bei einer sogenannten Außenlandung zweimal hart auf dem Boden aufgeschlagen, wobei Teile der Konstruktion abgeschlagen wurden.

Nun gibt es auch eine erste Vermutung zur Unfallursache: Wegen des fehlenden Auftriebs hatten sich die beiden Insassen, ein 47-Jähriger und ein 49-Jähriger, zu der sogenannten Außenlandung entschlossen, die dann jedoch schief ging. Nach einem Notruf waren am Nachmittag mehrere Feuerwehren, der Rettungsdienst sowie Polizei und Bergwacht in das abgelegene Gebiet ausgerückt. Die beiden Insassen kamen mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus.

Bruchlandung von Segelflugzeug am Spitzingsee

Die Erstmeldung:

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am 13. Juni kurz nach 15.30 Uhr ereignete sich im Gebirgstal Valepp im Gemeindebereich Schliersee ein Flugunfall. Ein im österreichischen Grenzgebiet gestartetes Segelflugzeug - besetzt mit zwei männlichen Personen - wollte im Bereich Valepp ein Außenlandung vollziehen. Bei der geplanten Landung auf einer ansteigenden Almwiese schlug das Flugzeug jedoch so heftig auf dem unebenen Untergrund auf, dass das Heck abriss und eine kontrollierte Landung nicht mehr möglich war.

Das Flugzeug kam auf der Almwiese zum Stillstand. Beide Insassen zogen sich Verletzungen zu. Der 47-Jährige auf dem vorderen Sitz wurde mit Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung und der 49-Jährige auf dem hinteren Sitz mit einem Schock mittels Rettungshubschrauber in eine nahegelegene Klinik gebracht.

Das Segelflugzeug wurde total beschädigt, wobei die Schadenshöhe nach ersten Schätzungen rund 30.000 Euro betragen dürfte. An der Absturzstelle entstand lediglich geringer Flurschaden.

Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger angefordert, der seine Arbeit noch an der Unfallstelle aufnahm.

An der Unfallstelle waren neben mehreren Fahrzeugen des Rettungsdienstes auch die Feuerwehren aus Rottach-Egern, Miesbach, Spitzingsee und Neuhaus im Einsatz. Weiterhin waren auch die Bergwacht Schliersee und das Technische Hilfswerk zur Unterstützung vor Ort.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Miesbach

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