Weihnachtswetter: Regen oder Schnee?

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Regen oder Schnee - was erwartet uns zum Weihnachtsfest?

Landkreis - Für viele gehört der Schnee zum Fest wie der Christbaum oder das Lametta. Doch warme Luft vom Atlantik könnte da einen Strich durch die Rechnung machen:

Die erste Hälfte des Dezembers ist vorbei und sie fiel deutlich zu kalt aus. Im Schnitt war es deutschlandweit um 2,4 Grad kälter als im langjährigen Durchschnitt. Im Osten war es stellenweise sogar über 3 Grad kälter als normal. Doch die russische Kältepeitsche hat sich seit dem 3. Adventswochenende aus Deutschland zurückgezogen und der atlantischen Wärmepumpe Platz gemacht. Diese brachte eine deutliche Milderung. Samstag und Sonntag ging es im Westen sogar auf 11 Grad rauf.

Die Folge: massives Tauwetter konnte sich durchsetzen und die Flusspegel sind derzeit stark angeschwollen. An der Mosel ist die Hochwassermeldehöhe (6,00 Meter) überschritten, auch vom Rhein und Main werden steigende Pegel gemeldet. Das Tauwetter wird in den kommenden Tagen erstmal anhalten, denn es bleibt mild, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net im aktuellen Wettervideo berichtet:

Doch die Frage der Fragen in der letzten Adventswoche ist: Wird es weiße Weihnachten geben oder mildes Westwindwetter, vielleicht sogar mit der Gefahr eines Weihnachtshochwassers?

Russenpeitsche vs. atlantische Wärmepumpe

Die Antwort darauf ist weiterhin offen! Alles ist noch möglich, denn der Kampf um weiße bzw. zumindest frostige Weihnachten spielt sich direkt über Deutschland ab.

Im Osten hält auch in den kommenden Tagen Kältehoch Thomas die Stellung. Vom Atlantik versuchen immer wieder neue Tiefdruckgebiete gegen das russische Kältebollwerk anzulaufen. Sie schafften es bisher aber nicht die Kälte völlig aus Europa zu vertreiben. Aktuell versucht Nicki ihr Glück. Sie bringt Regen, in den höheren Lagen fällt allerdings dabei schon wieder Schnee. Bis zur Wochenmitte bleibt es überall mild. Dann unternimmt Hoch Thomas einen neuen Anlauf und schickt kalte Luft Richtung Deutschland. Daher wird sich über Deutschland zum 4. Advent vermutlich eine markante Luftmassengrenze einstellen. Der Nordosten bleibt auch am Tag frostig während es im Südwesten 5 bis 10 Grad mild bleiben könnte.

Zu Heiligabend sieht es derzeit so aus, als könnte sich die kalte Luft dann doch bis zum Rhein vorarbeiten, vielleicht sogar mit etwas Schnee. „Die Lage ist allerdings noch völlig offen, wie sich das Szenario genau abspielt. Wenige hundert Kilometer können hier das Zünglein an der Waage zwischen weißer bzw. zumindest frostiger und grüner Weihnacht sein“ so Wetterexperte Jung.

In den kommenden Tagen geht es zunächst aber erstmal wechselhaft, mild und vor allen Dingen nass weiter. Die Flusspegel werden durch das anhaltende Tauwetter und die Niederschläge weiter ansteigen. Es besteht also weiterhin Hochwassergefahr. Flussanwohner sollten die Pegel genau im Auge behalten!

Quelle: www.wetter.net

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