Glatte Straßen am Montagmorgen erwartet

Schnee und Eis führen zu Unfällen in Oberbayern - Schneeräumer stürzt auf Gleis in München

Unfall Lastwagen A99 Dreieck Eschenried - Unfall Schneeräum-Fahrzeug Hauptbahnhof München
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Schwerer Unfall mit Lkw am Dreieck Eschenried (links) - Unfall mit Scheeräumer am Hauptbahnhof München.

Landkreis/Oberbayern - Autofahrer und Berufspendler aufgepasst: Am Montagmorgen, 18. Januar, können Schnee und Eis für massiv glatte Straßen in der Region sorgen. In der Nacht gab es im Regierungsbezirk bereits einige Unfälle.

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Update, 10.57 Uhr - Großkarolinenfelder (25) überschlägt sich mit Auto

Im südlichen Landkreis Ebersberg hat es am Wochenende gekracht: Hierbei kam ein 25-jähriger Mann aus Großkarolinenfeld mit seinem Pkw auf der Staatsstraße 2080 zwischen Straußdorf und Aßling auf Grund von Glätte nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Das Fahrzeug blieb im Feld liegen. Der Fahrer wurde nach Polizeiangaben leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Am Fahrzeug entstand ein Schaden von etwa 2500 Euro.

Update, 8.31 Uhr - Unfall in Rosenheim

Jetzt wurde auch ein erster Unfall aus Rosenheim gemeldet: Ein 21-jähriger Autofahrer aus Rosenheim befuhr am Sonntagabend, 17. Januar, gegen 19 Uhr mit seinem Pkw die Pürstlingstraße in Fahrtrichtung Fürstätt. Vermutlich aufgrund der schneebedeckten Fahrbahn kam der 21-Jährige mit seinem Fahrzeug ins Rutschen. Beim Gegenlenken fuhr der 21-Jährige dann in den Straßengraben und blieb dort mit seinem Auto auf der Beifahrerseite hochkant liegen.

Es entstand nach Polizeiangaben ein Sachschaden von rund 2500 Euro. Der Fahrer konnte sich anschließend über das Fahrerfenster selbst befreien. Verletzt wurde der Lenker durch den Unfall nicht. Der Wagen wurde von einem Abschleppdienst aus dem Graben geborgen.

Update, 7.23 Uhr - Unfall mit Schneeräumer am Hauptbahnhof München

Am Sonntagabend, 17. Januar, ereignete sich am Münchner Hauptbahnhof ein Unfall bei Schneeräumarbeiten. Ein 47-jähriger Angestellter der DB AG war nach Polizeiangaben gegen 22.15 Uhr mit Räumarbeiten am Bahnsteig 28/29 beschäftigt. Beim Zurücksetzen geriet das Fahrzeug über die Bahnsteigkante und stürzte ins Gleisbett. Das etwa drei Tonnen schwere Fahrzeug blieb seitlich auf dem Gleis liegen.

Der Mann konnte das Fahrzeug selbstständig verlassen und Hilfe verständigen. Der 47-Jährige klagte im Anschluss über Schmerzen im Kopf-, Schulter- und Hüftbereich. Ein alarmierter Rettungswagen brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Münchner Klinikum.

Der betroffene Gleisbereich wurde daraufhin sofort gesperrt. Die Bundespolizei sicherte Spuren am Unfallort und leitete Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Hierzu wird auch Videomaterial vom Unfallhergang gesichtet. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit nicht bekannt. Aufgrund der aufwändigen Bergungsarbeiten waren die Unfallgleise auch am Montagmorgen noch gesperrt.

Unfall mit Schneeräum-Fahrzeug am Hauptbahnhof München

Fotos Unfall Schneeräumfahrzeug Hauptbahnhof München
Unfall mit Schneeräum-Fahrzeug am Hauptbahnhof München. © Bundespolizei München
Fotos Unfall Schneeräumfahrzeug Hauptbahnhof München
Unfall mit Schneeräum-Fahrzeug am Hauptbahnhof München. © Bundespolizei München
Fotos Unfall Schneeräumfahrzeug Hauptbahnhof München
Unfall mit Schneeräum-Fahrzeug am Hauptbahnhof München. © Bundespolizei München
Fotos Unfall Schneeräumfahrzeug Hauptbahnhof München
Unfall mit Schneeräum-Fahrzeug am Hauptbahnhof München. © Bundespolizei München

Die Erstmeldung:

So registrierte die Polizei Fürstenfeldbruck insgesamt 17 Unfälle mit acht Leicht- und einem Schwerverletzten innerhalb von 24 Stunden, wie aus einer Pressemitteilung am Montagmorgen hervorgeht. In den anderen Regionen des Freistaats blieb es nach Angaben der jeweiligen Polizeisprecher „ungewohnt ruhig“.

Besonders betroffen war die A8 (München - Stuttgart), wo sich zwischen den Anschlussstellen Odelzhausen und Sulzemoos am Sonntag vier Unfälle ereigneten. Einen Schwerverletzten gab es um kurz vor Mitternacht am Dreieck Eschenried (Landkreis Dachau). Ein Sattelzug war in den Fahrbahnteiler gekracht - die Zugmaschine stellte sich quer zur Fahrbahn. Zur Rettung des Verletzten war die A8 in Richtung München und die A99 in Richtung Salzburg bis in die Morgenstunden gesperrt.

Weitere Unfälle auf A96 und A99

Bereits zuvor hatte es in dem Bereich mehrfach gekracht. Eine Fahrerin verlor auf der matschigen Fahrbahn die Kontrolle über ihren Wagen und schleuderte über die Spuren. Ein herannahender Pkw-Fahrer konnte nicht ausweichen und stieß mit dem Wagen der Frau zusammen. Beide wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Kurze Zeit später rutschte ein Fahrzeug in eine Böschung am Straßenrand. Als daraufhin mehrere Autos die Spur wechseln wollte, krachte es wieder. Für mehr als eine Stunde war im Bereich der Unfallstelle nur eine Fahrbahn in Richtung Stuttgart frei.

Auch auf der A99 bei Germering (Landkreis Fürstenfeldbruck) und der A96 bei Gilching (Landkreis Starnberg) ereigneten sich mehrere Unfälle - „jedoch nur mit Blechschäden und ohne große Behinderungen“, hieß es. In den anderen Regionen Bayerns registrierte die Polizei bis zum frühen Montagmorgen „sehr wenige bis gar keine Unfälle“. Hier und da habe es ein paar Autos gegeben, die von der Fahrbahn abgekommen seien - Verletzte habe es jedoch zunächst nicht gegeben.

DWD warnt vor Schneefall am Alpenrand

Zudem gibt es vom Deutschen Wetterdienst (DWD) eine Schneefall-Warnung für den Alpenrand, die bereits seit Sonntagmorgen, 17. Januar, gültig ist. Gewarnt wird für die südlichen Teile der Landkreise Miesbach, Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land (Warnstufe 2). In diesen Bereichen können Schneefälle mit Mengen zwischen 20 und 30 Zentimetern auftreten. In Staulagen seien sogar bis zu 40 Zentimeter Neuschnee möglich, hieß es. Die Warnung gilt vorerst bis Montag, 18. Januar, 12 Uhr.

mw

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