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„Glättegefahr mit Gefährdungspotenzial“

DWD: Amtliche Unwetterwarnung vor Glätte in den Landkreisen der Region vorerst aufgehoben

Warnung vor Glatteis
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Ein Straßenschild warnt mit einer Blinkleuchte vor Glatteis. 

Deutschland und vor allem Südbayern hatte in den vergangenen Tagen mit extremer Glätte zu kämpfen. Immer wieder warnte der DWD vor Glatteis. Seit Freitagmorgen (16. Dezember) sind alle Warnungen aufgehoben. Vorsicht ist dennoch geboten.

Service:

Update, 5.30 Uhr - Warnungen vorerst aufgehoben

Ursprünglich hatte der DWD seine bis 4 Uhr geltende amtliche Warnung vor Glätte in allen Landkreisen der Region in der Nacht sogar noch einmal verlängert. Anstatt bis um 4 Uhr sollte sie eine Stunde länger, bis um 5 Uhr am Freitagmorgen, gültig sein. Um kurz nach 4 Uhr konnte dann allerdings doch schon etwas frühzeitiger entwarnt werden. Nichtsdestotrotz ist vor allem beim Autofahren weiterhin höchste Vorsicht geboten.

Donnerstag (15. Dezember):

Update, 21.05 Uhr - Amtliche Unwetterwarnung vor Glätte in der Region

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat soeben eine Amtliche Unwetterwarnung vor Glätte in den Landkreisen Traunstein, Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf sowie in Kreis und Stadt Rosenheim ausgegeben. Das entspricht der Stufe drei von vier. „Es besteht Glättegefahr mit Gefährdungspotenzial“, so die Wetterexperten weiter. Grund sei „plötzlich überfrierende Nässe oder schlagartig gefrierender Regen.“ Die Unwetterwarnung ist vorerst bis Freitag (16. Dezember), 4 Uhr, gültig.

Update, 17.35 Uhr - Winterwetter sorgt erneut für Unfälle, Flugausfälle und Bahnprobleme

 Nach dem Eisregen vom Vortag haben am Donnerstag Schneefälle in Bayern für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Auf den Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen. Am Münchner Flughafen wurden den zweiten Tag in Folge mehr als 100 Verbindungen gestrichen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte davor, dass es in der Nacht zum Freitag erneut im Süden zu Glatteis durch überfrierenden Regen kommen könne.

Besonders viele Probleme gab es beim privaten Bahnbetreiber Go-Ahead Bayern, der erst vor wenigen Tagen die von vielen Menschen genutzten Regionalstrecken rund um Augsburg von der Deutschen Bahn (DB) übernommen hatte. Wegen vieler Zugausfälle plant das Unternehmen nun einen Pendelfahrplan rund um Augsburg. Dadurch müssten die Fahrgäste dort umsteigen, wenn sie beispielsweise Richtung München, Donauwörth oder Ulm weiterfahren wollen. „Die aktuelle Wetterlage macht vielen zu schaffen“, sagte der Geschäftsführer, Fabian Amini.

Am Mittwoch waren Amini zufolge 9 Züge fast zeitgleich liegengeblieben - 4 davon auf offener Strecke. Aus einigen defekten Fahrzeugen mussten die Fahrgäste evakuiert werden. Mit dem Blitzeis an den Oberleitungen seien die Fahrzeuge des Unternehmens nicht zurechtgekommen. So seien am Donnerstag 13 von 56 Zügen defekt gewesen und fielen aus. Wann Go-Ahead wieder den Normalbetrieb aufnimmt, blieb zunächst unklar.

Das Unternehmen kämpft zudem mit Personalmangel und kann auch deswegen nicht alle geplanten Verbindungen anbieten. Die DB meldete hingegen zunächst keine nennenswerten Einschränkungen.

Am Flughafen der Landeshauptstadt gab es am Donnerstagvormittag schon rund 100 annullierte Flüge - auch am Vortag fielen mehr als 100 aus. „Das sind vor allem die Auswirkungen von gestern, weil zum Beispiel Crews über ihren Arbeitszeiten sind oder die Flugzeuge woanders stehen“, sagte ein Sprecher des Flughafens. Die Bahnen seien in Betrieb, doch viele Flugzeuge müssten erst enteist werden. Manche Fluggäste hätten auch vor Ort übernachtet und seien mit Getränken, Snacks und Decken versorgt worden. Gegen Mittag habe sich die Situation - auch bei den Warteschlangen - wieder entspannt.

Auf den Straßen kam es insbesondere in Südbayern durch Glatteis und Neuschnee am Donnerstag zu Unfällen. Das niederbayerische Polizeipräsidium meldete in der Nacht und am frühen Morgen mehr als 40 Unfälle mit mindestens neun Verletzten. Viele Fahrzeuge seien von der Fahrbahn gerutscht und hätten so Behinderungen ausgelöst.

In der Stadt München sind die Friedhöfe wegen der Glätte seit Mittwoch gesperrt. Trauerfeiern und Bestattungen werden laut einem Stadtsprecher aber weiter angeboten. Der Zoo in Augsburg konnte hingegen laut einer Sprecherin wieder öffnen. Der Tierpark war am Mittwoch geschlossen worden.

Der DWD kündigte an, dass ab dem späten Donnerstagabend von Süden her im Freistaat mit gefrierendem Regen zu rechnen sei. Im Laufe der Nacht zum Freitag gehe der Regen in Schnee über. „Durch das verbreitete Glatteis sind Einschränkungen im Straßen- und Schienenverkehr möglich“, warnten die Meteorologen. Am Wochenende soll es dann wieder sonniger werden. Die Temperaturen werden aber meistens weiterhin im Minusbereich bleiben

Update, 13.44 Uhr - Tödlicher Glättesturz in Murnau

Neben dutzenden Verkehrsunfällen auf Autobahnen und Staatsstraßen Südbayerns kam es in Murnau am Staffelsee im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu einem tödlichen Sturz. Ein 79-jähriger Murnauer war in der Innenstadt zu Fuß auf dem leicht abschüssigen Gehweg unterwegs, als er aufgrund eines vereisten Abschnitts zu Sturz kam.

Weil er bewusstlos war, wurden zunächst von Ersthelfern und anschließend vom Rettungsdienst und Notarzt Reanimationsmaßnahmen eingeleitet. „Der Mann wurde anschließend unter einer laufenden Reanimation ins Unfallklinikum Murnau eingeliefert. Trotz der sofort eingeleiteten Maßnahmen verstarb er gegen 12 Uhr“, so das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in einer kürzlich herausgeschickten Pressemeldung.

Die genaue Todesursache und ob aufgrund der Streupflicht ein Fremdverschulden vorliegt, sei noch Gegenstand der Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft, heißt es weiter.

Update, 11.50 Uhr - Dutzende Unfälle auf den Autobahnen

Durch die derzeitige Wetterlage krachte es in der Nacht auf Donnerstag vielerorts auf den Straßen. Auf den Autobahnen 9 und 99 bei München kam es zu über einem Dutzend Unfällen mit 23 beteiligten Fahrzeugen. Insgesamt entstand dabei ein Schaden von rund 120.000 Euro. Ein Mensch sei leicht verletzt worden, teilte die Freisinger Polizei mit.

Auf den Straßen kam es insbesondere in Südbayern durch Glatteis und Neuschnee am Donnerstag zu Unfällen. Das niederbayerische Polizeipräsidium meldete in der Nacht und am frühen Morgen mehr als 40 Unfälle mit mindestens neun Verletzten. „Verkehrsunfälle mit schweren Verletzungen blieben glücklicherweise aus“, sagte ein Polizeisprecher. Viele Fahrzeuge seien von der Fahrbahn gerutscht und hätten so Behinderungen ausgelöst.

Update, 10.24 Uhr - DWD warnt erneut vor Glatteis

Der Deutsche Wetterdienst hat um 10 Uhr die Warnungen der Stufe 3 für die Landkreis der Alpenregion aufgehoben. Weiterhin aktiv sind die Warnungen der Stufe 2, die besagen, dass weiterhin Glättegefahr durch gefrierenden Regen besteht.

Die Warnkarte des DWD (Stand 10.24 Uhr).

Zudem warnt der DWD bereits jetzt vor erneuten Regenfälle mit verbreiteter Glatteisbildung ab 19 Uhr für alle Landkreise (Rosenheim, Traunstein, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land) der Region. „Im Laufe der Nacht zum Freitag geht der Regen von Nordwesten her zunehmend in Schnee über. Durch das verbreitete Glatteis sind Einschränkungen im Straßen- und Schienenverkehr möglich“, so der Wetterdienst. Diese Warnung wird voraussichtlich bis 6 Uhr am Freitag (16. Dezember) gültig sein.

Update, 9.20 Uhr - Gestrandete Passagiere beklagen Chaos am Münchner Flughafen

Rund 150 Flüge mussten am Mittwoch am Münchner Flughafen abgesagt, 26 umgeleitet werden. Die gesamte Crew des Airports war mit 150 Räumfahrzeugen im Einsatz. Flüge wurden unter anderem nach Stuttgart und Wien umgeleitet. Am Nachmittag waren zunächst einige Landungen wieder möglich. Starten konnten Flieger am Airport demnach zunächst aber noch nicht. Wegen des gefrierenden Regens könnten die Flugzeuge nicht enteist werden. Bis zum Abend wurden dann aber beide Start- und Landebahnen wieder freigegeben.

Die wetterbedingten Annulierungen von Flügen am Münchner Flughafen haben etliche Passagiere dazu gezwungen, am Flughafen zu übernachten. Twitter-User beschwerten sich teilweise über chaotische Zustände

Update, 8.35 Uhr - Sechs Verletzte bei Blitzeis-Unfällen im Raum Rosenheim

Am Mittwochmorgen (14. Dezember) kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektionen Rosenheim und Brannenburg gleich zu drei Unfällen wegen Blitzeis. Bei diesen Unfällen wurden insgesamt sechs Personen verletzt. Hier lest Ihr weitere Details dazu.

Update, 8.25 Uhr - Züge von Eisregen beschädigt

Auf den Autobahnen 9 und 99 bei München kam es zu über ein Dutzend Unfällen mit 23 beteiligten Fahrzeugen. Insgesamt entstand dabei ein Schaden von rund 120.000 Euro. Ein Mensch sei dabei leicht verletzt worden, teilte die Freisinger Polizei mit.

Auf den Bahnstrecken gäbe es trotz der extremen Witterungen bisher keine nennenswerten Einschränkungen. Das sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Donnerstagmorgen. 

Das Unternehmen Go-Ahead Bayern meldete hingegen bereits am Morgen einige beschädigte Züge als Folge des Eisregens am Mittwoch. Deswegen sei der Zugbetrieb reduziert. Unter anderem fallen Züge auf der Strecke Augsburg - München und Augsburg - Ulm aus. Besonders im Augsburger Netz seien die Fahrzeuge „dem Blitzeis nicht gewachsen“, wie das Unternehmen mitteilte.

Update 7.40 Uhr - DWD hebt Warnungen in ersten Landkreisen auf

Der Deutsche Wetterdienst hat nun (Stand 7.30 Uhr) die Warnungen in den ersten Landkreisen aufgehoben. Demnach zieht die Warnlage langsam nach Osten hin ab. Weiterhin (voraussichtlich) bis 10 Uhr aktiv sind die Warnungen in diesen bayerischen Landkreisen:

  • Kreis und Stadt Rosenheim
  • Kreis Mühldorf am Inn
  • Kreis Traunstein
  • Kreis Altötting
  • Kreis Berchtesgadener Land
  • Kreis Oberallgäu
  • Stadt Memmingen
  • Stadt Kempten (Allgäu)
  • Stadt Kaufbeuren
  • Kreis Unterallgäu
  • Kreis Garmisch-Partenkirchen
  • Kreis Weilheim-Schongau
  • Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Kreis Starnberg
  • Kreis und Stadt München
  • Kreis Miesbach
  • Kreis Ebersberg

Update, 6.35 Uhr - Lkw kippt auf glatter Fahrbahn um: A8 komplett gesperrt

Ein Lkw-Unfall auf schneebedeckter Fahrbahn hat eine Vollsperrung der A8 in Oberbayern ausgelöst. Ein Lastwagen war am frühen Donnerstagmorgen bei Odelzhausen im Kreis Dachau ins Schlingern gekommen, woraufhin der Lkw-Anhänger umkippte. Der Fahrer blieb bei dem Unfall unverletzt, wie ein Polizeisprecher weiter sagte.

Die A8 wurde um die Unfallstelle herum in Richtung München voll gesperrt. Die Bergungsarbeiten könnten noch einige Stunden dauern, hieß es am Morgen. Eine Umleitung wurde eingerichtet, allerdings müssten Autofahrer auch dort aufgrund der Wetterverhältnisse mit Wartezeiten rechnen, sagte der Sprecher.

Update, 5.50 Uhr - Rosenheimer Einsatzzentrale zieht Bilanz der Nacht

Die Nacht verlief im Zuständigkeitsgebiet der Rosenheimer Einsatzzentrale relativ ruhig. Wie eine Sprecherin gegenüber rosenheim24.de bestätigt, gab es zwar unwetterbedingt einige kleinere Einsätze, jedoch in keinem Landkreis eine besonders auffällige Häufung. Weder in den schneereichen Tagen zuvor noch gestern, noch in der Nacht kam es zu größeren Unfällen.

Auf den Straßen blieb es zunächst relativ ruhig, doch am Münchner Flughafen brachte das eisige Winterwetter den Flugplan ziemlich durcheinander: Wegen Glättegefahr durch gefrierenden Regen konnten am Mittwoch zeitweise keine Flugzeuge starten und landen. Rund 150 Flüge seien zunächst abgesagt, 26 umgeleitet worden, sagte ein Sprecher des Flughafens der Deutschen Presse-Agentur. Bis zum Abend konnten beide Start- und Landebahnen wieder freigegeben werden.

Wo und wie lange die DWD-Warnungen noch gültig sind

Schnee, Regen und Eisglätte haben den Mittwoch (14. Dezember) in Bayern bestimmt. Ab den frühen Morgenstunden warnte der DWD vor Eisglätte, die eine „Gefahr für Leib und Leben“ darstellen könne. Noch immer warnt der Deutsche Wetterdienst für den Alpenraum und im Alpenvorland vor gefrierendem Regen und Glatteis.

Die Warnkarte des DWD (Stand 5.46 Uhr).

Die Warnungen sind aktuell in folgenden Landkreisen bis (voraussichtlich) 10 Uhr aktiv:

  • Kreis Oberallgäu
  • Stadt Memmingen
  • Stadt Kempten (Allgäu)
  • Stadt Kaufbeuren
  • Kreis Unterallgäu
  • Kreis Neu-Ulm
  • Kreis Garmisch-Partenkirchen
  • Kreis Weilheim-Schongau
  • Kreis Landsberg am Lech
  • Kreis Günzburg
  • Kreis und Stadt Augsburg
  • Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Kreis Starnberg
  • Kreis Fürstenfeldbruck
  • Kreis Aichach-Friedberg
  • Kreis Dachau
  • Kreis Freising
  • Kreis und Stadt München
  • Kreis Miesbach
  • Kreis und Stadt Rosenheim
  • Kreis Ebersberg
  • Kreis Erding
  • Kreis und Stadt Landshut
  • Kreis Mühldorf am Inn
  • Kreis Traunstein
  • Kreis Altötting
  • Kreis Berchtesgadener Land
  • Kreis Dingolfing-Landau
  • Kreis Rottal-Inn
  • Kreis und Stadt Passau

Die Vorhersage

Laut DWD soll sich im Laufe des Vormittags die Luftmassengrenze über Südbayern auflösen und von Franken her ein Zwischenhoch durchsetzen. Ein von Norditalien Richtung Polen ziehendes Tief bringt für die Nacht zum Freitag im Süden und Osten neue Schnee- oder Regenfälle. Im Südosten vorübergehend nochmals Glatteis.

mh/dpa

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