Schneechaos in der Region

Südbayern im Ausnahmezustand: Am Wochenende bis zu ein Meter Neuschnee?

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Ein tragischer Unfall hat sich am Freitag bei Lenggries ereignet. Ein Schneepflug rutsche in die Isar und begrub den Fahrer unter sich. Der 48-Jährige verstarb später in der Klinik.
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  • Markus Zwigl
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    Katja Schlenker
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    Julia Volkenand

Landkreise - Stundenlang hat Schneefall die Region erneut in Atem gehalten. Auch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat es weiter geschneit. Die aktuelle Lage zum Schneechaos in der Region finden Sie hier:

SERVICE:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • viele Schulausfälle in der gesamten Region (Update, 10 Uhr) 
  • Dach einer Lagerhalle in Inzell eingebrochen (Update 12.55 Uhr)
  • Schneepflugfahrer bei Lenggries tödlich verunglückt (Update 16.30 Uhr)

UPDATE, 22.48 Uhr - Bilder zeigen Ausmaß der Lawine am Hintersee

UPDATE, 21.50 Uhr - Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ gesperrt

Ab sofort und bis auf Weiteres ist das Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ mit Infozentrum, Bildungszentrum und Außengelände sowie die Gastronomie „Spiesberger´s Alpenküche“ wegen der Schneelast auf den Dächern gesperrt.

UPDATE, 21.35 Uhr - Skibetrieb am Sudelfeld Samstag

UPDATE, 21.20 Uhr - Schwere Schnee-Last auf den Dächern

Das Asthma-Klinikum in Berchtesgadener Ortsteil Buchenhöhe, der von der Außenwelt abgeschnitten ist. Auf dem Dach des Gebäudes liegt extrem viel Schnee

Auf den Dächern der Häuser im Berchtesgadener Lage lasten rund 170 bis 250 Kilogramm pro Quadratmeter, sagte der Sprecher des Landratsamtes, Andreas Bratzdrum. Bürgermeister Franz Rasp (CSU) spricht sogar von 450 Kilogramm im Extremfall oberhalb der Stadt, wo er wohnt. Das Problem sei nicht die Schneemenge: Es sei sehr viel in kurzer Zeit gefallen, und der Schnee sei nass und schwer.

UPDATE, 21.02 Uhr - THWler im Schnee-Einsatz in Reit im Winkl

Von der Feuerwehr Übersee aus, fuhren mehrere Ortsverbände vom THW, darunter einige aus Franken, nach Reit im Winkl. Dort wurden vor allem flache Dächer vom Schnee befreit. Wie zum Beispiel vom Hallenbad und vom Heizkraftwerk. Die Bewohner von Reit im Winkl hören das Wort Katastrophe nicht so gern, so unser Reporter von vor Ort. Sie sind viel Schnee gewohnt und haben den Schnee gut im Griff. Straßen und Parkplätze sind gut geräumt.

Einsatzkräfte des THW im Einsatz in Reit im Winkl

FDL/Lamminger

UPDATE, 20.45 Uhr - Neuer Schnee erwartet

Noch keine Entspannung der Lage in Sicht: In der Nacht zum Sonntag komme eine sehr komplexe Wetterlage auf den Freistaat zu, sagte der Leiter der Regionalen Wetterberatung München des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Guido Wolz, am Freitag. Große Tiefausläufer bringen der Prognose zufolge kräftigen Schneefall in den Alpenraum und den Bayerischen Wald.

Derzeit liegen in Höhen von 1500 Metern zwischen anderthalb bis zweieinhalb Metern Schnee. Am Sonntag könne die Schneefallgrenze auf 1200 Meter steigen. Während Sachsen in den Mittelgebirgen zusätzliche 20 Zentimeter Neuschnee erwartet, könnte in den höheren Lagen in Bayern stellenweise mehr als ein Meter Schnee hinzukommen. „Das mag man sich nicht ausmalen, was da noch alles passieren kann“, sagte DWD-Experte Wolz.

UPDATE, 20.28 Uhr - 1700 Gebirgsjäger am Wochenende in Bereitschaft

Die Gebirgsjägerbrigade 23 hält über das Wochenende bis zu 1700 Soldaten in Bereitschaft, um die Landkreise Bad Tölz – Wolfratshausen, Berchtesgadener Land, Traunstein, Miesbach und Garmisch-Partenkirchen nach Auslösung des Katastrophenfalls zu unterstützen. Zusätzlich wurden der Gebirgsjägerbrigade 23 bei Bedarf vom Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin, wo der Einsatz aller Bundeswehrkräfte für diesen Katastropheneinsatz zentral gesteuert wird, Kräfte aus weiten Bereichen der Bundeswehr zugesagt. 

Heute sind bereits bis zu 450 Soldaten in diesen betroffenen Landkreisen im Einsatz. Neben der Versorgung der von der Außenwelt abgeschnittenen Ortschaften mit Überschneefahrzeugen, sind die Soldaten vor allem zur Schneeräumung von öffentlichen Gebäuden eingesetzt, um dort Gefahren für Leib und Leben der Bürger abzuwenden. Derzeit sind die Gebirgssoldaten im Raum Berchtesgaden und in den Ortschaften Ruhpolding, Inzell, Geretsried, Walchensee, Wildbad Kreuth und Miesbach eingesetzt. Zudem bereiten sich Gebirgsaufklärer aus Füssen auf Einsätze zur Unterstützung vor. Mittlerweile sind auch umfangreiche Pionierkräfte der Gebirgsjägerbrigade 23 mit schwerem Räumgerät in Bad Reichenhall vorstationiert worden und können ab sofort die Landkreise unterstützen. Die Einsätze werden mit den Landratsämtern durch die Kreisverbindungskommandos, welche aus Reservisten der Bundeswehr bestehen, eng koordiniert. Auch Hubschrauberkräfte stehen bereit, um Aufgaben zu übernehmen. 

Generalmajor Carsten Breuer, der Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, hat heute die Gebirgsjägerbrigade 23 und die Landratsämter Berchtesgadener Land und Miesbach besucht, um sich einen Eindruck über den Einsatz der Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 vor Ort zu verschaffen. Er zeigte sich insgesamt sehr zufrieden mit der Gesamtorganisation und der Arbeit der eingesetzten Soldaten. Ab heute ist der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Jared Sembritzki, der verantwortliche Führer aller militärischen Kräfte, die im Zuge des Katastropheneinsatzes eingesetzt sind oder noch eingesetzt werden.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

UPDATE, 20.10 Uhr - 800 Hilfskräfte im Berchtesgadener Land im Einsatz

Mittlerweile sind im Berchtesgadener Land rund 800 Hilfskräfte im Einsatz. Die Anzahl der gemeldeten Dächer, die zu räumen sind, ist auf weit über 500 gestiegen. Für die nächsten Tage werden sowohl weitere Schneefälle als auch ab Sonntag Regen vorhergesagt. Die Gefahrenlage bleibt aufgrund der Wettersituation weiterhin angespannt. Die Einsatzkräfte von den Feuerwehren und THW konzentrieren sich vor allem auf das Räumen von Dächern von privaten Gebäuden.

Das Bürgertelefon (Telefon: +49 8651 773-153) am Landratsamt Berchtesgadener Land ist am Wochenende zu folgenden Zeiten erreichbar: Samstag und Sonntag, jeweils von 9 bis 16 Uhr

Wichtiger Hinweis bzgl. Straßenverkehr im Berchtesgadener Land 

Beachten Sie bitte die aktuell gültigen Verkehrswegesperrungen im Berchtesgadener Land (siehe letzte Pressemitteilungen). Weiterhin gilt, dass die allgemeine Verkehrssicherheit nicht auf allen Straßen im Landkreis Berchtesgadener Land aufgrund von verbreitet auftretendem Schneebruch und Baumwürfen gesichert ist. Es wird daher dringend empfohlen, alle nicht zwingend notwendigen Autofahrten zu vermeiden.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

UPDATE, 20.04 Uhr - Mitteralm am Wendelstein am Wochenende geschlossen

Wie die Sektion Bergbund e. V. Rosenheim des DAV e.V mitteilt, ist auch die Mitteralm am Wendelstein über das Wochenende geschlossen. 

UPDATE, 19.35 Uhr - Unterrichtsausfälle an Schulen am Montag im Berchtesgadener Land

  • Grund- und Mittelschulen - Ausnahme: Grund- und Mittelschule Laufen, Grundschule Saaldorf-Surheim 
  • Gymnasium Berchtesgaden 
  • CJD Christophorusschulen Berchtesgaden 
  • Sonderpädagogisches Zentrum St. Zeno Bad Reichenhall 
  • HPZ Piding Karlsgymnasium Bad Reichenhall 
  • Erzbischöfliche Maria-Ward-Realschule St. Zeno Reichenhall

UPDATE, 19.10 Uhr - Schneefräsen auf Dach in Traunstein im Einsatz

Das DLRG Alpenland war am Freitag mit ca. 27 Mann vor Ort an der Sparkasse in der St–Oswald-Straße in Traunstein im Einsatz. Dort mussten die Einsatzkräfte den Innenhof des Gebäudes und den Schnee auf dem Dach beseitigen. Hierzu war als Unterstützung die Feuerwehr Traunstein mit der Drehleiter vor Ort. An der Drehleiter wurden nach und nach zwei Schneefräsen auf das Dach des Gebäudes gehoben um die Schneemassen von dem Dach schnell zu beseitigen.

Schneefräsen auf Dach in Traunstein im Einsatz

FDL/AKI

UPDATE, 18.55 Uhr - Lawinen können sich jederzeit von selbst lösen

Im bayerischen Alpenraum ist die Lawinengefahr noch immer als erheblich einzustufen. Die Hauptgefahr geht dabei weiterhin von großen, vereinzelt auch sehr großen Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus, die sich durch die Auflast vom Neuschnee auf die Altschneedecke jederzeit von selbst lösen können.

UDPATE, 18.40 Uhr - Einsätze in Aschau/Chiemgau und Sachrang laufen auf Hochtouren

Über 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bergwacht sind derzeit in Aschau und Sachrang im Einsatz. Noch bis 20 Uhr werden sie hier Dächer von den Schneelasten befreien. Morgen um 8 Uhr werden die Arbeiten fortgesetzt.

In Aschau war am Mittag damit begonnen worden die Dächer der Klinik Sonnenbichl vom Schnee zu befreien. Hier waren leichte Beschädigungen festgestellt worden. Eine akute Einsturzgefahr bestand nach Angaben eines Statikers vor Ort nicht, sodass eine Evakuierung der rund 90 Personen in der Klinik nicht nötig war. Das Dach des Neubaus wurde von den Einsatzkräften bereits freigeschaufelt, mit dem Dach des Altbaus wurde begonnen.

Das Dach der Festhalle in Aschau konnte bisher zu 40 Prozent vom Schnee befreit werden. Ein Verwaltungsgebäude, das an die Festhalle anschließt, soll morgen geräumt werden. Das Dach der sich daneben befindenden Schloßbergalm ist freigeräumt. Auch in Sachrang werden derzeit zahlreiche Gebäudedächer von der Schneelast befreit. Die Einsatzkräfte werden ihre Arbeit in Aschau und Sachrang heute noch bis 20 Uhr fortsetzen. Morgen um 8 Uhr wird weitergeschaufelt.

Das Bürgertelefon wurde für heute abgeschaltet. Es ist morgen ab 8:00 Uhr wieder erreichbar unter der Nummer 08031 / 392 5555.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

UPDATE, 18 Uhr - Wichtige Reiseroute in Tirol wird für mehrere Tage gesperrt

Eine Fernpassstraße in Tirol wird wegen der Wetterprognosen vorsichtshalber für mehrere Tage gesperrt. Die Sperre zwischen Bichlbach und Lermoos soll um Mitternacht in Kraft treten und bis Dienstag gelten. Davon betroffen sind auch deutsche Urlauber und Pendler, da es sich bei der Fernpassstraße um eine Hauptreiseroute aus Deutschland handelt. Meteorologen rechnen in den nächsten Tagen wieder mit teils kräftigen Schneefällen. Heute gab es eine Pause, die in Österreich genutzt wurde, um Lawinen zu sprengen.

UPDATE, 17.45 Uhr - Schwerer Skiunfall im Hochzillertal

Am 11. Januar, gegen 10.20 Uhr kam es im Schigebiet Hochzillertal auf der Neuhüttenabfahrt aus bisher unbekannter Ursache zu einem Zusammenstoß zwischen einer 62-jährigen deutschen Schifahrerin und einem 20-jährigen deutschen Schifahrer. Dabei zog sich die 62-Jährige schwere Verletzungen an der Wirbelsäule zu. Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik Innsbruck geflogen. Der 20-Jährige blieb unverletzt.

Pressemeldung Polizei Tirol

UPDATE, 17.40 Uhr - Reit im Winkl im Schneechaos

Seit langem nach den anhaltenden Schneefällen schien am Freitag in Reit im Winkl wieder mal die Sonne. Die Fräsen waren pausenlos im Einsatz beim Freilegen der Gehsteige. Auch Dächer wurden bereits abgeschaufelt. Die Langläufer und Winterwanderer indes genossen die schon wieder die bestens präparierten Loipen und Winterwanderwege.

Bilder nach dem großen Schneefall

Hauser

UPDATE, 17.10 Uhr - Katastrophenfall: Das ist die Lage in Traunstein

Aktuelle Zahlen zu den Einsatzkräften im Landkreis Traunstein und operative Schwerpunkte

Derzeit sind im Landkreis Traunstein etwa 600 Einsatzkräfte aktiv, davon rund 300 Personen der Feuerwehr, 100 des Technischen Hilfswerks, 100 der Rettungsdienste und 60 der Bundeswehr. Der operative Schwerpunkt der Einsatzkräfte liegt darin, die Verkehrs- und Sicherheitsinfrastruktur wieder in vollem Umfang herzustellen. Hierzu zählen etwa freie Hauptverkehrsstraßen, Rettungswege und Hydranten. Ein weiterer Fokus liegt darauf, gefährdete Dächer von Schneelasten zu befreien. Klare Priorität haben hierbei Gebäude und Einrichtungen der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der Daseinsvorsorge. Hierzu gehören insbesondere Krankenhäuser, Altenheime, Feuerwehrhäuser, Rettungswachen und Rathäuser im Landkreis Traunstein.

Der Verkehr auf der Bundesautobahn A 8 fliest derzeit ohne größere Störungen.

Das Landratsamt bittet alle Bürger, nicht zwingend notwendige Autofahrten zu vermeiden und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu beachten.

Wertstoffhöfe eventuell geschlossen

Um die Sicherheit von Personal und Bürgern zu gewährleisten, kann es aufgrund der aktuellen Schneelasten auf den Dächern zu vorübergehenden Schließungen bei einzelnen Wertstoffhöfen im Landkreisgebiet kommen. Für nähere Auskünfte werden alle Bürger gebeten, sich direkt an ihre Kommune oder den Wertstoffhofbetreiber zu wenden.

Wir halten Sie über unsere Internetseite und unseren Facebook-Account stets über die aktuelle Lage auf dem Laufenden.  Es wurde zudem ein Bürgertelefon eingerichtet, welches unter 0861 58-411 erreichbar ist. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir nicht alle einzelnen Bürgeranfragen sofort beantworten können.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

UPDATE, 17.05 Uhr - Hochwasserexperten sehen keine Gefahr durch Schneeschmelze

Selbst wenn die gewaltigen Schneemassen im Alpenraum eines Tages wieder tauen, droht aus Sicht von Experten kein größeres Hochwasser. „Im Alpenraum, wo viel Wasser abfließt, ist das Flussbett tiefer sowie breiter und kann mehr Wasser aufnehmen“, erklärten die Fachleute vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) am Freitag in Augsburg. 

Selbst bei Warmlufteinbrüchen sei der Einfluss von Wärme in Luft, am Boden oder durch Strahlung im Winter begrenzt - und damit auch die Intensität der Schneeschmelze. „Aus der Schneeschmelze allein entstehen deshalb im alpinen Raum keine extremen Hochwasser.“

Zur Einordnung erklärten die Experten: „Ein gleich hohes Regenereignis würde also im Norden Bayerns zu weit höheren Ausuferungen und Überschwemmungen führen als im Alpenraum.“ Hintergrund für die geringe Gefahr ist demnach, dass die Einzugsgebiete der Flüsse im Alpenraum im Gegensatz zum Mittelgebirge und Flachland sehr große Höhenunterschiede aufweisen. 

Infolgedessen erfasse die Schneeschmelze nur Teilbereiche der Einzugsgebiete. „Der Schmelzprozess beginnt in den unteren Tallagen und den Südseiten der Hänge“, hieß es weiter. „Dieses Wasser ist schon abgelaufen, bevor der Schmelzprozess auch in den Hochlagen einsetzt.“ Daher gibt es für den Alpenraum keine besonders gefährdeten Bereiche. Nur wenn es im Frühsommer ergiebig regnet, kann laut LfU im Alpenraum eine Restschneeschmelze die Wassermenge eines Hochwasserregens erhöhen. 

Solche Regenfälle, die zum Beispiel beim Pfingsthochwasser 1999 Größenordnungen von mehr als 200 Litern pro Quadratmeter in 36 Stunden erreichten, seien aber nur kurzfristig vorhersagbar.

dpa

UPDATE, 17 Uhr - Diese Chiemgauer Kindergärten bleiben zu

“Die Kindertagesstätte St. Marien in Siegsdorf, sowie die Kindergärten und Krippen St. Irmengard in Ruhpolding und St. Michael in Inzell bleiben von Montag, 14. Januar bis einschließlich Mittwoch, 16. Januar aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse geschlossen. Es gibt keinen Notdienst.”

UPDATE, 16.55 Uhr - Dach der Mutter-Kind-Klinik Aschau freigeschaufelt

Aufgrund der Schneemengen liegt der Schwerpunkt der Einsätze derzeit im südlichen Bereich des Landkreises Rosenheim. Aktuell sind rund 190 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bergwacht im Bereich von Aschau und Sachang im Einsatz. Neben den örtlichen Feuerwehren sind hier auch Kontingente anderer Feuerwehren des Landkreises zur Unterstützung im Einsatz. 

In Aschau wird das Dach der Mutter-Kind-Klinik vom Schnee freigeräumt. Hier waren leichte Beschädigungen festgestellt worden. Laut eines Statikers vor Ort besteht keine akute Einsturzgefahr. Auch eine Evakuierung der rund 90 Personen in der Mutter-Kind-Klinik ist nicht nötig. Die Dächer der Klinik werden abschnittweiße geräumt. 

Auch in Sachrang werden derzeit hauptsächlich Dächer von Gebäuden von ihren Schneelasten befreit. Weitere Einsätze laufen aktuell in Prien, Bernau, Oberaudorf und Kiefersfelden. Hier sind die örtlichen Feuerwehren im Einsatz und räumen Dächer frei.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

UPDATE, 16.45 Uhr - Traunstein versinkt im Schnee

Auch in Traunstein ist die Lage noch nicht einfacher geworden - der Winter hat die Stadt fest im Griff.

UPDATE, 16.30 Uhr - Schneepflugfahrer nach Unfall verstorben

Am 11. Januar befuhr im Zeitraum 8.30 Uhr bis 9.05 Uhr ein 48-Jähriger aus dem Gemeindebereich Lenggries mit einem Schneeräumfahrzeug die Lawinenumfahrung der B307. Bei dem Räumvorgang wurde sein Lkw fahrerseitig umgeworfen und kam in einem aufgestauten Wasserzulauf der Isar zum Liegen. 

Von dort wurde er unter Einsatz eines hohen Aufkommens von Rettungskräften schließlich geborgen und mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Innsbruck geflogen. Dort ist er den Unfallfolgen erlegen. Es entstand ein Unfallschaden in noch nicht bekannter Höhe. Die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle sind noch in Arbeit.

Schneepflugfahrer verstirbt nach Unfall bei Lenggries in Klinik

Ein 48-Jähriger aus dem Gemeindebereich Lenggries befuhr am 11. Januar die Lawinenumfahrung der B307 in Lenggries, Ortsteil Fall. Dort räumte er die Fahrbahn in Richtung Vorderriss. Als er zwischen 8.30 Uhr und 9.05 Uhr die Brücke über einen Wasserzulauf der Isar fuhr, wurde beim Räumen sein Lkw fahrerseitig umgeworfen und stürzte in den Wasserlauf.

Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt und konnte sich daher nicht aus dem Fahrzeug befreien. Zur Rettung des Fahrers waren die Feuerwehren Lenggries, Fall, Vorderriss und Bad Tölz sowie das BRK, Bergwacht und die Wasserwacht in die Rettungsmaßnahmen unmittelbar mit eingebunden. Der Einsatz stellte sich als außergewöhnlich schwierig dar, da die Rettungskräfte den Einsatzort nur schwer erreichen konnte und auch das Terrain für die Rettung äußerst schwierig war.

Unter Zuhilfenahme eines Krans konnte der Lkw schließlich soweit angehoben werden, dass der Fahrer befreit werden konnte. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Innsbruck geflogen worden. Dort verstarb an den Folgen des Unfalls.

Zwischenzeitlich ist die Bergung des Lkw abgeschlossen. Für die Dauer der Unfallaufnahme war die Straße vollständig gesperrt. Über die Höhe des Unfallschadens kann noch keine Angabe gemacht werden.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE, 16.15 Uhr - Schneepflugfahrer stundenlang im Wasser gefangen - Lebensgefahr

Zu dem Schneepflugunfall nahe Lenggries sind nun nähere Details bekannt. Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, ereignete sich der Unfall gegen 9.30 Uhr. Der Fahrer wurde laut dem Bericht unter Wasser eingeklemmt. 

Zwar gelang es den Rettungskräften zunächst, seinen Oberkörper aus dem Wasser zu ziehen. Vollständig aus dem Wasser befreit werden konnte er aber erst nach Bergung des Räumfahrzeugs mithilfe eines Krans. Wie Bild.de berichtet, lag der Fahrer mehr als drei Stunden im eiskalten Wasser. Er wurde in einem lebensbedrohlichen Zustand in eine Spezialklinik geflogen.

UPDATE, 16.05 Uhr - Entspannung in der Jachenau

Nach den heftigen Schneefällen vom Wochenende war seit Montag die Staatsstraße 2072 und damit die Hauptverkehrsstraße in die Jachenau (Tölzer Land) gesperrt. Dank der Entspannung am Freitag konnte die Straße gegen 13 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden, wie unser Partnerportal merkur.de berichtet. Feuerwehrler hatten das Dorf mit Lebensmitteln versorgt.

UPDATE, 16 Uhr - Söder kondoliert zum Tod des Jungen in Aying

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach dem tödlichen Schnee-Unfall eines neunjährigen Buben in Aying bei München der Familie sein Beileid ausgesprochen. "Es ist ein schmerzvoller und unersetzlicher Verlust für die Eltern, die gesamte Familie, Freunde und Angehörige. Meine Gedanken sind bei ihnen", sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. 

Ein Baum war am Donnerstag unter der schweren Schneelast zusammengebrochen und hatte den Buben erschlagen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bedauerte den Vorfall und brachte ihr Mitgefühl zum Ausdruck. dpa

UPDATE, 15.45 Uhr - Bundeswehr löst wegen des Schneechaos Militärischen Katastrophenalarm aus

Berchtesgaden: Ein Kettenfahrzeug der Bundeswehr fährt über eine schneebedeckte Straße. Das Fahrzeug wird zur Versorgung des abgeschnittenen Ortsteils Buchenhöhe eingesetzt.

In Teilen Süddeutschlands kann nur noch schweres Gerät der Bundeswehr helfen. Das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr hat daher den sogenannten Militärischen Katastrophenalarm ausgelöst. 

Rund 340 Gebirgsjäger seien derzeit im Einsatz, weitere 300 in Bereitschaft, teilte die Bundeswehr am Freitag mit. Die Soldaten räumen vor allem Dächer, versorgen von den Schneemassen eingeschlossene Menschen oder übernehmen Transportaufgaben und medizinische Versorgung. 

UPDATE, 15.40 Uhr - Mehrere Feuerwehren treffen sich zur Dachräumung

Um 10 Uhr trafen sich folgende Feuerwehren aus dem Altlandkreis in Halfing und fuhren von dort dann gemeinsam im Konvoi nach Sachrang: Aham, Amerang, Bachmehring, Kirchensur, Schambach und Schonstett.

Feuerwehrkonvoi nach Sachrang

Einsatzzweck ist die Unterstützung der umfangreichen Dachräumungsmaßnahmen in Sachrang in der Gemeinde Aschau im Chiemgau. Diese sind erforderlich, um angesichts des prognostizierten Regens den enormen Druck durch Schneelast von den Dächern zu nehmen.

UPDATE, 15.35 Uhr - Breitenberghütte und Brünnsteinhaus übers Wochenende geschlossen

Die Naturfreunde Rosenheim haben die Konsequenzen aus dem Wintereinbruch gezogen. Die Breitenberghütte oberhalb von Brannenburg ist ab Morgen geschlossen. Und zwar voraussichtlich bis Dienstag, so Radio Charivari. Die Naturfreunde Rosenheim haben die Konsequenzen aus dem Wintereinbruch gezogen. 

Die Breitenberghütte oberhalb von Brannenburg ist ab Samstag geschlossen. Und zwar voraussichtlich bis Dienstag. Auch das Brünnsteinhaus, die Hütte der DAV Sektion Rosenheim bleibt bis einschließlich Sonntag vorsorglich geschlossen. Laut der Homepage herrscht hohe Lawinengefahr auf den Wegen. Auch die dortige Rodelbahn kann derzeit nicht genutzt werden.

UPDATE, 15.30 Uhr - Schneepflug rutscht in Isar: Fahrer in Lebensgefahr

Ein tragischer Unfall hat sich am Freitag in der Nähe des Sylvensteinspeichers bei Lenggries ereignet. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, stürzte ein Schneepflug der Straßenmeisterei beim Räumen der B304 in die Isar. Dabei rutschte das tonnenschwere Gefährt ab, fiel eine Böschung herunter und landete seitlich in einem Altwasser der Isar. Der Fahrer, der nach dem Unfall unter Wasser eingeklemmt war, konnte gerettet werden und schwebt seitdem in Lebensgefahr.

UPDATE, 15.25 Uhr - Schüler aus Dortmund von Bundesheer aus Alm gerettet

Eine Schülergruppe aus NRW musste am Freitag vom Österreichischen Bundesheer mit zwei Hubschraubern von einer Alm ausgeflogen werden. Die Gruppe mit insgesamt 66 Menschen habe seit Samstag im Hochberghaus in Grünau im Almtal festgesessen, berichtete Bürgermeister Wolfgang Bammer der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Die Jugendlichen aus der Nähe von Dortmund hatten einen Skikurs in Oberösterreich machen wollen, aber nicht auf die Piste gekonnt, weil die Lawinengefahr zu hoch war. Auch die Elektrizität habe dem Wetter nicht Stand halten könne. Lediglich ein Notstromaggregat habe das Haus noch mit Strom versorgt.

Ein Sprecher des Bundesheeres sagte, dass es den Schülern nicht möglich gewesen sei, mit Skiern abzufahren. Auch eine Rettung mit einer Pistenraupe oder ähnlichem Gerät sei nicht möglich gewesen.

UPDATE, 15.20 Uhr - Dachräumungen in Traunreut

Die Freiwillige Feuerwehr bei der Schneeräumung

Immer noch ist die Freiwillige Feuerwehr Traunreut pausenlos dabei, gefährdete Dächer von der Schneelast zu befreien. Auch die Grundschule Traunwalchen und der Kindergarten Stein an der Traun sind darunter.

UPDATE, 15.15 Uhr - Fahrbahnsperrung A94 zwischen Neuötting und Burghausen

Wegen Fahrbahnschäden musste ab Mittwoch, den 9. Januar auf der Autobahn A 94 zwischen den Anschlussstellen Neuötting-Ost und Burghausen in Fahrtrichtung Passau die rechte Fahrspur gesperrt werden. Darüber hinaus wurde aus Sicherheitsgründen zwischen Neuötting und Burghausen in beiden Fahrtrichtungen die Geschwindigkeit teilweise auf Tempo 80 begrenzt. 

Die altersbedingten Fahrbahnschäden hatten sich in den letzten Tagen massiv verschlechtert, so dass unverzüglich gehandelt werden musste. Die für den Streckenabschnitt verantwortliche Gesellschaft Isentalautobahn Services GmbH & Co. KG wird alles unternehmen, um die aufgetretenen Schäden kurzfristig zu beseitigen. 

Wegen der aktuellen Wettersituation ist aber keine verbindliche Aussage über den Beginn der Sanierungsarbeiten möglich. Sobald die Wetterlage – voraussichtlich frühestens nächste Woche – Sanierungsarbeiten zulässt, wird mit den Arbeiten begonnen. Ziel ist die schnellstmögliche Aufhebung der Spursperrung und der Geschwindigkeitsbegrenzungen. Wir werden uns darum bemühen, die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten. Wir bitten die Verkehrsteilnehmer entsprechend mehr Fahrzeit einzuplanen und um Verständnis für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen.

Pressemeldung Isentalautobahn Services GmbH & Co.KG

UPDATE, 15 Uhr - Schneechaos: Das war die Woche im Überblick

Der Winter hat Bayern fest im Griff. Hier lesen Sie einen Überblick der letzten Woche.

UPDATE, 14.40 Uhr - 450 Dächer in Berchtesgaden von Schneelast bedroht

Im Raum Berchtesgaden sind weiterhin 450 Dächer noch bedroht, unter der meterhohen Schneelast einzubrechen. Bereits 100 Dächer hat das Technische Hilfswerk mit Hilfe der Bundeswehr bereits geräumt, berichtet BILD

UPDATE, 14.25 Uhr - THW Rosenheim wieder nach Miesbach gerufen

Die Situation in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz Wolfratshausen spitzt sich weiter zu. Zur Unterstützung der Einsatzkräfte, die mit dem Beseitigen der Schneemassen beschäftigt sind wurde heute Mittag erneut Vollalarm für das THW Rosenheim ausgelöst. 

Der Ortsverband hat zwei Einsatzaufträge in unterschiedlichen Regionen. Eine Einheit mit schwerem Bergeräumgerät wurde nach Dietramszell beordert. Zwei Bergungsgruppen befinden sich auf dem Weg nach Miesbach. Nähere Informationen erhalten Sie nach Klärung der Lage vor Ort.

Pressemeldung Technisches Hilfswerk Rosenheim

UPDATE, 14.10 Uhr - Sperrung Rosenheimer Friedhöfe wegen Schneechaos

Angesichts der Wetterlage und der derzeit erhöhten Schneebruchgefahr von Ästen und Bäumen hat sich die Stadt Rosenheim entschlossen, die städtischen Friedhöfe bis auf weiteres zu sperren. Die Schließung erfolgt als reine Vorsichtsmaßnahme gegen unvorhergesehenen Astbruch und die Umsturzgefahr von Bäumen. 

Betroffen von der Schließung sind die städtischen Friedhöfe in Rosenheim, Aising und Fürstätt. Festgesetzte Beisetzungen werden wie geplant durchgeführt. Sobald sich die Gefahrenlage entspannt hat werden die städtischen Friedhöfe wieder geöffnet. 

Weitere Infos erhalten Sie beim Umwelt- und Grünflächenamt unter der Telefonnummer 08031/365-1681.

Pressemeldung Stadt Rosenheim

Update, 13. 40 Uhr - DWD warnt vor starkem Schneefall ab Samstagabend

Am Freitag herrscht wohl die sogenannte Ruhe vor dem nächsten Sturm. Wie der Deutsche Wetterdienst meldet, gibt es ab Samstagabend in den Alpen erneut starke Schneefälle, die bis in den Dienstagvormittag andauern. 

Dabei werden vor allem oberhalb von 800 m Neuschneemengen zwischen 40 und 70 Zentimeter, in Staulaugen der Allgäuer und Berchtesgadener Alpen auch bis über 100 Zentimeter Neuschnee erwartet. 

Vor allem im Hochgebirge ist dabei mit starken Schneeverwehungen zu rechnen! In diesem Zeitraum schwankt die Schneefallgrenze, insbesondere am Sonntag kann sie vorübergehend auf über 1000 Meter ansteigen.

Es ist mit einer Herausgabe der Unwetterwarnungen für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land im Laufe des Samstags zu rechnen.

Die Warnung ist dann voraussichtlich von Samstag, 12. Januar, 20 Uhr bis Dienstag, 15. Januar bis 12 Uhr gültig.

Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim einberufen

Aufgrund der Witterung wurde in Rosenheim eine Führungsgruppe Katastrophenschutz für den Landkreis einberufen. In diesem Zusammenhang meldet das Landratsamt Rosenheim: 

Aufgrund der Witterung und der Schneemassen in einigen Gemeinden im Landkreis Rosenheim hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim am Freitag um 10.45 Uhr den Artikel 15 BayKSG ausgerufen. Es wurde eine örtliche Einsatzleitung im Landratsamt eieingerichtet, die die Einsätze von hier zentral koordiniert. Die Voraussetzungen für einen Katastrophenfall sind im Landkreis Rosenheim derzeit nicht gegeben. 

Derzeit liegt der Einsatzschwerpunkt im südlichen Landkreis, aktuell vor allem im Bereich Aschau / Sachrang. Hier sind seit Mittwoch große Mengen Schnee gefallen. Es wurden drei Unterstützungskontingente anderer Feuerwehren aus dem Landkreis zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte in die Gemeinde geschickt. 

Die Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim wird von der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt beobachtet. Erforderliche Einsätze in den Kommunen werden von hier aus zentral koordiniert. Das Bürgertelefon wurde wieder eingerichtet und ist ab sofort erreichbar unter: 08031 / 392 5555.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Update, 13.25 Uhr - Gewerbegebiet am Haslacher Feld ab 18 Uhr bis auf Weiteres geschlossen

Aus Sicherheitsgründen bleibt der MediaMarkt in Traunstein sowie das gesamte Haslacher Feld am 11. Januar ab 18 Uhr bis auf Widerruf geschlossen.

Update, 13. 19 Uhr - Eilmeldung Traunsteiner Feuerwehr

Die Traunsteiner Feuerwehr veröffentlichte folgende Eilmeldung: Durch den vielen Schnee sind viele Ober- und Unterflurhydranten bedeckt. Wenn Sie wissen, dass solch einer bei Ihnen in der Umgebung ist, bitte schaufeln Sie ihn frei. Sollte ein Brand entstehen, brauchen die Feuerwehr diese sehr dringend für die Wasserversorgung.

 

Update, 12.57 Uhr - Dacheinsturz einer Halle in Inzell

Aufgrund der Schneelast ist das Dach einer Halle in Inzell zusammengebrochen. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Schaden wurde am Freitag gegen 5.30 Uhr entdeckt

Dach stürzt in Inzell wegen Schneemassen ein

FFW Inzell

Update, 12.36 Uhr - Unterstützung für Traunstein und Berchtesgadener Land

Rund 80 Freiwillige Feuerwehrler aus dem Landkreis Altötting sind am Freitagmorgen in den Landkreis Berchtesgadener Land aufgebrochen, um die Schneemassen von den Dächern zu räumen. Vorausgegangen war ein Hilfegesuch des dortigen Kreisbandrates.

Gleiches gilt für den Landkreis Traunstein. Dort sind am Vormittag Feuerwehren aus Neuburg-Schrobenhausen und Bayreuth zur Unterstützung eingetroffen. Berichten zufolge soll es sich um eine jeweils über hundert Mann starke Besatzung handeln.

Unterstützung aus Neuburg-Schrobenhausen und Bayreuth für den Landkreis Traunstein.

In diesem Zusammenhang berichtet die Stadt Traunstein. "Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel hat die frisch eingetroffenen Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und weiteren Rettungsorganisationen in der Stadt Traunstein willkommen geheißen. In der Berufsschule an der Wasserburger Straße, einem der Sammelpunkte für die Hilfskräfte nach Ausrufung des Katastrophenfalles im Landkreis, dankte er allen für ihr Kommen und ihre Bereitschaft, in der Stadt und den umliegenden Gemeinden zu helfen. 

Diese Unterstützung sei dringend notwendig und eine wichtige Hilfe für die örtlichen Einsatzkräfte, die bereits seit Tagen gegen die Folgen des ungewöhnlich starken Wintereinbruches kämpfen. Oberbürgermeister Christian Kegel wünschte den Männern und Frauen alles Gute für ihre schwierige Arbeit in den kommenden Tagen und einen unfallfreien Einsatz"

Update, 12.24 Uhr - Katastrophenfall gilt auch für Garmisch-Partenkirchen

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat nun auch den Katastrophenfall ausgerufen. Dies meldete das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen am Freitagmittag.

Update, 12.04 Uhr - Fast drei Meter Schnee auf Wendelstein

Auch der Wendelstein versinkt im Schnee. Dort wurde am Freitag am Nebengipfel Soin eine Schneehöhe von 294 Zentimeter gemessen. Dementsprechend spektakulär sind auch die Aufnahmen.

Wendelstein Bergstation Ausgang Zahnradbahn


Update, 11.50 Uhr - Trotz Schneechaos auf die Piste?

Das Schneechaos hat Bayern und die Region fest im Griff. Wer aber aus den Schneemassen das Beste machen will, geht zum Skifahren oder Snowboarden. Da der viele Schnee aber auch Gefahren mit sich bringt, haben einige Skigebiete ihren Betrieb derzeit eingestellt. 

Wegen der großen Lawinengefahr (derzeit herrscht Lawinenwarnstufe 4) sollte man sich zudem unbedingt nur auf den gesicherten Pisten bewegen. Wir haben eine Übersicht über die Betriebsinfos der Skigebiete in der Region erstellt.

Update, 11.41 Uhr - Brünnsteinhaus aufgrund immenser Schneemassen geschlossen.

Aufgrund der immensen Neuschneemengen und den Windverfrachtungen werden Wintersportler von allen Seiten zur Vorsicht aufgerufen. 

Am Brünnsteinhaus liegen derzeit über zwei Meter Schnee. Da der Weg hinauf wegen der hohen Lawinengefahr und steilen Streckenabschnitte nicht geräumt werden kann, bleibt die Hütte der DAV Sektion Rosenheim vorsorglich bis einschließlich des Wochenendes, 12.-13. Januar, geschlossen.

Das Brünnsteinhaus des DAV Rosenheim ist wegen der immensen Schenmassen geschlossen.

Update, 11.28 Uhr - Video: Lawinenabgang bei Ramsau bei Berchtesgaden

Wie bereits berichtet, kam es am Freitagvormittag bei Ramsau bei Berchtesgaden auf der Südseite der Reiter Alpe, im Bereich Halsalm, Halsgrube oberhalb des Hintersees, zu einem großen Lawinenabgang. 

Das BRK Berchtesgadener Land bittet "Powder-Freaks", auch wenn am Freitag kurz wieder die Sonne scheint und die Berge locken, die Gefahren nicht zu unterschätzen und zu Hause zu bleiben. Weiter schreibt das BRK auf Facebook: "Wer sich körperlich an der frischen Luft betätigen will - es gibt im Tal extrem viel Schnee, der von Wegen und Dächern weggeschaufelt werden muss - ran an die Arbeit!"

Update, 11.21 Uhr - Video: Blackhawk befreit Bäume vom Schnee entlang der A12

Auch in Österreich versuchen die Behörden die Autobahnen mit Hilfe von Hubschraubern verkehrssicher zu machen. Auf der A12 Inntal Autobahn im Raum Kufstein befreit ein Blackhawk-Hubschrauber im Tiefflug die Bäume entlang der Autobahn von der schweren Schneelast.

Update, 10.33 Uhr - Schwerer Unfall bei Lenggries - Räumfahrzeug beteiligt 

Auf der Bundesstraße 307 im Gemeindebereich Lenggries im Landkries Bad Tölz-Wolfratshausen kam es gegen 9.45 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein Schneeräumfahrzeug beteiligt war. Derzeit laufen die Bergungs- und Rettungsmaßnahmen. 

Im Bereich der Unfallstelle ist die Bundesstraße komplett gesperrt. 

Pressevorausmeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Update, 10.24 Uhr - Lawinenabgang am Hintersee

Eine große Lawine ist am Hintersee, von der Reiteralm Richtung Tal, abgegangen. Dieser Bereich war allerdings bereits gesperrt worden. 

Update, 10 Uhr -  Katastrophenfall im Landkreis Traunstein - aktuelle Lage

Das Landratsamt Traunstein informiert über die aktuelle Lage im Landkreis Traunstein:

Schulausfall an allen Schulen im Landkreis Traunstein bis einschließlich Mittwoch, 16. Januar

An ausnahmslos allen Schulen im Landkreis Traunstein entfällt der Unterricht bis einschließlich Mittwoch, 16. Januar 2019. Dies haben das Staatliche Schulamt und die Katastrophenschutzbehörde am Landratsamt Traunstein gemeinsam entschieden. 

Grund ist, dass alle beteiligten Behörden und Einsatzkräfte derzeit die Sicherheit an Schulen und öffentlichen Gebäuden im gesamten Landkreis überprüfen. Hierzu zählt unter anderem die Sicherheit der Dächer. Ein weiterer Schwerpunkt der Einsatzkräfte liegt darin, die Verkehrs- und Sicherheitsinfrastruktur wieder in vollem Umfang herzustellen. Hierzu zählen etwa freie Hauptverkehrsstraßen, Rettungswege und Hydranten. 

Aufgrund der noch anstehenden Räumung einzelner Dächer der öffentlichen Gebäude sowie der Verkehrssicherheit der Anfahrtswege gibt es zu den Kindergärten und Kinderkrippen im Stadtgebiet noch keine konkreten Aussagen. Diese sollen dann aktuell am Samstag veröffentlicht werden.

Hubschraubereinsatz entlang der Autobahn A8 

Ein Hubschrauber wird am Freitag von circa 10 bis 12 Uhr entlang der Autobahn A8 durch Abwind Bäume von Schnee befreien. Hieraus ergeben sich nacheinander in beiden Fahrtrichtungen folgende Straßensperren: 

1. Sperre: Anschlussstelle Traunstein - Anschlussstelle Anger (Kilometer 102 bis Kilometer 108,5) 

2. Sperre: Anschlussstelle Bergen - Anschlussstelle Siegsdorf-West (Kilometer 96 bis Kilometer 98) 

Polizei und Feuerwehr leiten den Verkehr in den betroffenen Bereichen um.

Diese unvermeidbaren Maßnahmen werden zwischen Bergen und Anger sowie zwischen der Tank- und Rastanlage Hofolding und Holzkirchen durchgeführt. Deshalb wird auch der Verkehr zeitweise angehalten. 

Die Autobahndirektion Südbayern bittet die Verkehrsteilnehmer und die Anwohner um Verständnis für die unvermeidbare Maßnahme.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein/Autobahndirektion Südbayern

Update, 9.40 Uhr - 205.000 Euro Schaden nach Unfall

Am 10. Januar gegen 14.45 Uhr, wollte ein 62-jähriger Österreicher aus Millstatt, mit seinem neuwertigen Tesla, von Ruhpolding nach Reit im Winkl, die B305, trotz Straßensperrung befahren. 

Kurz vor der Sperre in Seehaus, kam ihm ein Schneeräumfahrzeug, gelenkt von einem 34-jährigen aus Siegsdorf, entgegen. Da aufgrund der enormen Schneemenge, die Straße an dortiger Stelle nur einspurig befahrbar ist, versuchten beide Fahrzeuglenker, noch nach rechts auszuweichen. Dies war aber aufgrund der Schneewände nur bedingt möglich, so dass der Schneepflug den Wagen mit dem Schneeschild an der vorderen linken Fahrzeugseite erfasste und dadurch schwer beschädigte. 

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der Schaden am Tesla und am Schneepflug dürfte etwa 205.000 Euro betragen. Der Wagen wurde durch einen Abschleppdienst geborgen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Ruhpolding

Update, 9.16 Uhr - aktuelle Betriebslage bei Meridian, BOB und BRB

Meridian: 

  • Die Strecke München – Holzkirchen wird im Pendel bedient: Abfahrt in München um XX:04 Uhr, Abfahrt in Holzkirchen um XX:28 (von Gleis 2/3). Witterungs- und infrastrukturbedingt kann es jedoch zu Verspätungen kommen. - 
  • Die Strecke Holzkirchen – Rosenheim wird im Pendel bedient. Richtung München ist in Holzkirchen auf Gleis 2/3 in den Pendelverkehr nach München umzusteigen. 
  • Der Bahnhof Kreuzstraße ist bis auf weiteres gesperrt und kann nicht angefahren werden. 
  • Die Strecke München – Salzburg kann bedient werden. Auch hier ist mit witterungs- und infrastrukturbedingten Verspätungen zu rechnen. 
  • Die Strecke München – Kufstein kann bedient werden. Auch hier ist mit witterungs- und infrastrukturbedingten Verspätungen zu rechnen. 
  • Alle Zugausfälle werden auf der Unternehmenswebseite abgebildet: www.meridian-bob-brb.de/de/meridian 

BOB:

  • Die Bahnstrecken zwischen Holzkirchen und Lenggries, Schaftlach, sowie Bayrischzell sind gesperrt. 
  • Die Strecke München – Holzkirchen wird im Pendel bedient: Abfahrt in München um XX:04 Uhr, Abfahrt in Holzkirchen um XX:28 (von Gleis 2/3). Witterungs- und infrastrukturbedingt kann es jedoch zu Verspätungen kommen. 
  • Südlich von Holzkirchen sind Busse im Schienenersatzverkehr eingesetzt. Achtung: Der Bahnhof Miesbach kann derzeit von den Bussen nicht angefahren, die SEV Busse halten an der Hauptstraße. 
  • Alle Zugausfälle werden auf der Unternehmenswebseite abgebildet: www.meridian-bob-brb.de/de/bob 

BRB:

  • Die Strecke zwischen Schongau, Weilheim und Augsburg kann bedient werden. Es kann jedoch witterungs- und infrastrukturbedingt zu Verspätungen und Ausfällen kommen.  
  • Die Strecke zwischen Augsburg, Ingolstadt und Eichstätt kann bedient werden. Es kann jedoch witterungs- und infrastrukturbedingt zu Verspätungen und Ausfällen kommen. 
  • Die Strecken Augsburg – Füssen, München – Füssen und Augsburg – Landsberg können bedient werden. Es kann jedoch witterungs- und infrastrukturbedingt zu Verspätungen und Ausfällen kommen.  
  • Alle Zugausfälle werden auf der Unternehmenswebseite abgebildet: www.meridian-bob-brb.de/de/bayerische-regiobahn

Pressemeldung Bayerische Oberlandbahn

Update, 8.57 Uhr - Dach einer Lagerhalle in Inzell eingebrochen

Am Freitagmorgen gegen 5.30 Uhr brach aufgrund der extremen Schneelast das Dach einer Lagerhalle in Inzell in der Sulzbacherstraße ein. Wie ein Sprecher der Polizei Ruhpolding auf Anfrage von chiemgau24.de erklärte, wurde niemand verletzt. 

Update, 8.45 Uhr - Stromausfall in Anger

In Anger kam es am Donnerstagabend zu einem Stromausfall. Wie ein Sprecher der Gemeinde auf Anfrage von BGLand24.de mitteilte, "war zwischen 17 Uhr und 17.30 Uhr der Strom weg". Ursache hierfür, war ein Baum, der am Högel auf eine Stromleitung stürzte. Allerdings konnte der Schaden schnell behoben werden und gegen 18.30 konnte der Strom wieder fließen, so der Gemeindesprecher.  

Update, 8.30 Uhr - Mit vereinten Kräften gegen die Schneemassen

Am Donnerstagabend führten Kräfte aus Teisendorf, Piding und Ainring die Räumung des Daches am Feuerwehrhaus in Neukirchen durch. Mit sechs Einsatzkräften unter Absturzsicherung sowie den Drehleitern aus Teisendorf und Ainring war das Dach bis 23.30 Uhr geräumt.

Auch das Dach der Watzmann Therme Berchtesgaden musste von der Schneelast befreit werden. Bundeswehr und ehrenamtliche Helfer schaufelten unermüdlich. 

Viele Betroffene wissen den Einsatz der Feuerwehren und Einsatzkräfte zu schätzen. Auf Facebook äußern User ihre Dankbarkeit. "Ein großer DANK auch von einem Urlauber... Ihr seid einfach gigantisch..."

Update, 8.05 Uhr - DWD hebt Unwetterwarnung auf, aber...

Soeben hat der Deutsche Wetterdienst die amtliche Unwetterwarnung vor starkem Schneefall für die Regionen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Traunstein aufgehoben. Das Wetter dürfte den schneegeplagten Einsatzkräften und Straßendiensten zumindest eine kurze Verschnaufpause verschaffen - auch wenn sich die Lage noch längst nicht beruhigt hat. Im Raum Berchtesgaden an der Grenze zu Österreich sitzen Hunderte Menschen fest. Zahlreiche Straßen, Dächer und Höfe müssen weiterhin vom Schnee befreit werden.

Immer noch gilt im Berchtesgadener Land und in Tirol die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Zudem drohen weiterhin Bäume unter der Schneelast zu brechen und umzufallen. Städte und Gemeinden warnen davor, sich in Wäldern oder unter Bäumen aufzuhalten. Das Betreten von verschneiten Wäldern kann zurzeit akute Lebensgefahr bedeuten. „Derzeit herrscht eine weiße Gefahr im Wald. Bäume können unmittelbar und ohne Vorwarnung unter der Schneelast umkippen oder zusammenbrechen“ so der Sprecher der Bayerischen Staatsforsten Philipp Bahnmüller.

Wegen der Gefahr von Schneedruck, starken Schneeverwehungen und Lawinenabgang bleibt das Skigebiet Sudelfeld auch am Freitag geschlossen. 

Update, 7.30 Uhr - erhebliche Beeinträchtigungen im O2-Mobilfunknetz

Seit Anfang der Woche gibt es erhebliche Beeinträchtigungen im O2-Mobilfunknetz. Vor allem im Raum Berchtesgaden können Kunden weder das Internet an ihrem Mobilfunktelefon nutzen, noch Anrufe tätigen. 

Auf Anfrage von BGLand24.de erläuterte ein o2-Mobilfunk-Sprecher die aktuelle Lage. "wie dem derzeitigen Wetterbericht zu entnehmen ist, führt das Schneetreiben und die enorme Menge an Schnee (und Eis) zu unserem größten Bedauern in einigen Gegenden zu Beeinträchtigungen auch in unserem Mobilfunknetz. So sind einige der Antennen, die für eine Übertragung der Daten von einer Station zur nächsten zwingend erforderlich sind, eingeschneit. Die Übertragung ist in einigen Fällen teils, in anderen Fällen vollständig ausgefallen."

Weiter heißt es, " da der Zugang zu den betroffenen Antennen in diesen Tagen aufgrund der Witterung nicht möglich oder schlicht zu gefährlich ist, sind uns leider die Hände gebunden. Das Wetter können wir leider nicht beeinflussen, somit handelt es sich hier schlicht und ergreifend um einen Fall höherer Gewalt und wir bitten unsere Kunden um Verständnis. Wir können Ihnen jedoch versichern, dass unsere Techniker die betroffenen Anlagen von Schnee und Eis befreien werden, sobald es die Witterung zulässt."

Update, 7.22 Uhr - Reaktionen unserer Leser zum Schneechaos

Die Lage hat sich am Donnerstag und Freitag in unserer Region zugespitzt. Zahlreiche User meldeten uns, dass ganze Orte und Dörfer im Schnee versinken, auch wenn Mitarbeiter der Gemeinden, der Bauhöfe, die Feuerwehren und Freiwillige unermüdlich im Einsatz sind um dem Schnee zu trotzen. Hallen- und Häuserdächer in Kiefersfelden sind mittlerweile auch schwer von der Schneelast gefährdet. 

Am Donnerstagnachmittag wurde die Verbindungstraße Kiefersfelden - Kufstein, über die alte Grenze, an der König-Otto-Kapelle gesperrt, wie uns ein Leser mitteilte.

In der Johann-Joseph-Wagner-Straße in Traunstein schaufelten Anwohner ihre Straße selber frei. Mit vereinten Kräften konnte die Straße vom Schnee befreit werden. 

Update, 6.40 Uhr - Lawine erfasst Schweizer Hotel

Eine etwa 300 Meter breite Lawine ist in ein Hotelrestaurant in der Ostschweiz gekracht und hat drei Menschen leicht verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, suchten Einsatzkräfte am Abend nach möglichen Vermissten. Dabei kamen neben technischem Gerät auch Lawinenhunde zum Einsatz. Der Lawinenabgang ereignete sich gegen 16.30 Uhr auf der Schwägalp im Kanton Appenzell Ausserrhoden auf rund 1.300 Metern Höhe. Die Lawine löste sich am Hang gegenüber des Hotels.

Zunächst sagte ein Polizeisprecher der Schweizer Zeitung "Blick", dass keine Hotelgäste vermisst würden, aber möglicherweise Passanten verschüttet wurden. Später teilte die Polizei mit, dass sie bislang keine Kenntnis über vermisste Personen habe, berichtet n-tv.de.

Auch in Österreich sitzen Hunderte Urlauber seit Tagen fest. Lawinenexperten suchen nach einer Lösung 500 Menschen aus der abgeschnittenen Gemeinde Hohentauern in der Steiermark zu evakuieren

Update, 6.28 Uhr - Bahnstrecken südlich von Holzkirchen voraussichtlich bis Dienstag gesperrt

Auch die Bayerische Oberlandbahn (BOB) hat mit den Witterungsverhältnissen stark zu kämpfen. Deshalb verkehren viele Züge nur eingeschränkt. Vereinzelte Bahnhöfe können gar nicht angefahren werden.

Meridian:

  • Die Meridianzüge zwischen München, Holzkirchen und Rosenheim verkehren eingeschränkt: Zwischen München und Holzkirchen verkehren Meridianzüge im Pendel, zwischen Holzkirchen und Rosenheim ebenso. Der Bahnhof Kreuzstraße kann witterungsbedingt jedoch nicht angefahren werden.
  • Die Strecke zwischen München und Kufstein ist nach einer wegen einer Infrastrukturstörung an der Strecke bei Kiefersfelden zunächst gesperrten Strecke wieder befahrbar und die Meridianzüge verkehren auf dieser Strecke uneingeschränkt.
  • Die Strecke zwischen München und Salzburg ist befahrbar und die Meridianzüge verkehren auf dieser Strecke uneingeschränkt.

BOB:

  • Die Deutsche Bahn AG hat entschieden und kommuniziert, dass sie die ohnehin aktuell gesperrten Strecken südlich von Holzkirchen (nach Bayrischzell, Schaftlach und Lenggries) nach aktueller Prognose voraussichtlich bis Dienstag dauerhaft sperren wird. Demzufolge können im gesamten Oberland südlich von Holzkirchen (inklusive des Abschnitts Schaftlach – Tegernsee der Tegernseebahn) voraussichtlich bis Mittwoch keine BOB-Züge verkehren. Solange es die Witterung zulässt, werden Busse im Schienenersatzverkehr eingesetzt. Näheres zu den Bussen ist auf der Unternehmenswebseite zu finden: www.meridian-bob-brb.de/de/bayerische-oberlandbahn/baustellen
  • Während die bisherigen Betriebseinstellungen seit Samstagnacht bis zum heutigen Tag aus Sicht der BOB bei ausreichender und rechtzeitiger Planung und Durchführung der Winterdienste größtenteils hätten vermieden werden können, ist diese Entscheidung der DB Netz aufgrund der aktuellen Wetterverhältnisse und bestehenden Prognosen bis Anfang kommender Woche auch aus Sicht der BOB nachvollziehbar.

Pressemeldung Bayerische Oberlandbahn (BOB)

Update, 5.55 Uhr - Dach der Tankstelle in Inzell geräumt

Die Feuerwehr Inzell ist am Donnerstag gegen 16 Uhr von der Gemeindeverwaltung informiert worden, dass das Dach der Agip-Tankstelle in Inzell geräumt werden muss, um den Betrieb der Tankstelle weiterhin gewährleisten zu können. Ab 18 Uhr haben sich die Kameraden ans Werk gemacht.

Tankstelle in Inzell

Update, 5.40 Uhr - Arbeitsunfall in Kufstein

Am 10. Januar gegen 17.10 Uhr waren in Kufstein im Gewerbepark zwei Arbeiter auf einem Firmendach mit Schneeräumungsarbeiten beschäftigt. Beim Absteigen eines 26-jährigen Österreichers vom Dach über die selbst aufgestellte Ausziehleiter sprang die Ankerung der Leiter heraus. Die Leiter ging in sich zusammen und der Arbeiter stürzte zirka vier Meter tief auf den leicht mit Schnee bedeckten Asphaltboden. Der Mann zog sich dabei schwere Verletzungen zu.

Pressemeldung der Landespolizeidirektion Tirol

Vorbericht

Zu einem schweren Unfall mit acht beteiligten Fahrzeugen - davon vier Lkw - ist es am Donnerstagabend gegen 19 Uhr auf der A8 nahe Frasdorf gekommen. Bis Mitternacht ist die Autobahn in Richtung München deswegen total gesperrt gewesen, ehe ein Fahrstreifen wieder freigegeben werden konnte. Die rechte Fahrspur musste zunächst aufgrund der Bergung eines Lkw noch gesperrt bleiben.

Wegen der bevorstehenden Bergung ist der Pkw-Verkehr zunächst weiterhin an der Anschlussstelle Bernau von der Autobahn abgeleitet worden. Lkw hingegen haben auf der Autobahn bleiben müssen, weil die Umleitungsstrecken nicht für Lkw geeignet sind.

Einsatz des THW bei Frasdorf

Am Freitagmorgen gegen 4.15 Uhr konnten die Sperren der Autobahn bei Frasdorf und bei Bernau endlich aufgehoben werden, nachdem auch der letzte Lkw geborgen war. Rund 100 Einsatzkräfte von Katastrophenschutz, Feuerwehr, Rettungsdienst und THW sowie 20 Beamte der Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd waren im Einsatz. Diese versorgten stundenlang festsitzende Autofahrer.

Autobahnstau auf der A8

Seit einer Woche schneit es in Teilen der Region im Prinzip durch. Und auch am Freitag ist von Nordwesten her mit leichten Schneefällen zu rechnen. Zum Abend hin erreichen diese laut Deutschem Wetterdienst die Alpen. Im Süden Bayerns kann es zuvor auch mal etwas Sonne geben. In der Nacht zum Samstag könnte sich die Situation in Südbayern zeitweise ein wenig entspannen, da laut aktuellen Prognosen nur noch vereinzelt Schnee fällt.

ksl

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