Wetteraussichten für die Region

Schneetief am Sonntag: Kommt nach der „Rekordwärme“ jetzt doch noch der Winter?

Landkreis - Der Dezember 2020 ist fast vorbei und es war mal wieder ein sehr milder Wintermonat. Insgesamt lag die Mitteltemperatur rund 2,3 Grad über dem langjährigen Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990. Doch kommt zum Jahreswechsel doch noch der große Umschwung - und damit der Winter in die Region?

Hier und da gab es im Dezember besonders in den höheren Lagen der Mittelgebirge auch mal Schnee, stellenweise kamen die Flocken auch ganz unten an. Aber so richtig winterlich mit Dauerfrost und einer Schneedecke bis in die Niederungen wollte der Monat einfach nicht werden. Das könnte sich aber im Januar ändern. Da gibt es große Unterschiede in den Prognosen. Der US-Wetterdienst sieht einen 2 Grad zu warmen Monat, der europäische Wetterdienst rechnet zumindest in den ersten beiden Wochen mit unterdurchschnittlichen Temperaturen. Beide sind sich einig: Am kommenden Sonntag zieht ein Schneetief über Deutschland hinweg. Dabei soll es bis ganz runter Schnee geben

In Sibirien wurden heute Morgen in Oimjakon minus 57 Grad gemessen, die Kälte wird dort derzeit immer strenger. In Novosibirsk wurden gestern Morgen minus 41 Grad gemessen. Das war ein einer Rekordtiefstwert für dieser Stadt und Region. Bei uns bleibt das Schmuddelwetter erstmal bis ins neue Jahr erhalten. In den Mittelgebirgen wird es weiß sein, weiter unten meist grau bzw. grün. Am kommenden Sonntag sieht es aber für Schnee im Flachland gar nicht mal so übel aus. Insgesamt wird es so 1 bis 2 Grad kälter sein als bisher und daher kann es auch mal für Schnee bis ganz runter reichen. Da zieht aus Süden ein Schneerief heran und das könnte dann Schneefälle bringen. Ab 200 Meter sind auch weiße Landschaften nicht ausgeschlossen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

Die Aussichten für die nächsten Tage:

  • Dienstag: 1 bis 6 Grad, nasskalt, wenig Sonnenschein
  • Mittwoch: 1 bis 7 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Regenschauern, in höheren Lagen Schneeschauer
  • Silvester: 1 bis 5 Grad, durchwachsen, viele Wolken, Schauer
  • Neujahr: 1 bis 5 Grad, viele Wolken, wenig Sonne, nasskalt
  • Samstag: 0 bis 4 Grad, weiter wechselhaft
  • Sonntag: -1 bis +4 Grad, aus Süden Schneefälle die Richtung Norden ziehen, dort dann Schneeregen oder Regen

Die Aussichten für die Region im Detail:

  • Landkreis Rosenheim: Nach einem Mittwoch mit Wolken und Sonne steht beim Wetter für Rosenheim einem sonnenreichen Donnerstag nichts mehr im Wege. Am Dienstag und am Mittwoch kann es womöglich vereinzelt zu etwas Regen kommen. Die Temperaturen erreichen in der Region Rosenheim Werte um 5 Grad. Am Dienstag weht ein teilweise böig auffrischender Wind aus westlicher Richtung (Wetter Rosenheim).
  • Landkreis Traunstein: In den nächsten Tagen scheint in der Region Traunstein vielfach die Sonne - freundliches Wetter ist zu erwarten. An allen Tagen besteht eine schwache Niederschlagsneigung. Die Höchsttemperaturen für Traunstein bewegen sich um 4 Grad (Wetter Traunstein).
  • Landkreis Berchtesgadener Land: In den nächsten Tagen scheint in der Region Bad Reichenhall vielfach die Sonne - freundliches Wetter ist zu erwarten. Dabei kommt es am Mittwoch zu Schneeschauern. Von 6 Grad am Dienstag gehen die Höchstwerte in der Region Bad Reichenhall auf 2 Grad am Donnerstag zurück. Am Dienstag weht ein teilweise böig auffrischender Wind aus südöstlicher Richtung (Wetter Bad Reichenhall).
  • Landkreise Mühldorf/Altötting: Nach einem Dienstag mit Wolken und Sonne steht beim Wetter für Mühldorf einem sonnenreichen Mittwoch nichts mehr im Wege. Am Dienstag und am Donnerstag kann es womöglich wenige Tropfen geben. Die Tageshöchsttemperaturen liegen für Mühldorf bei etwa 5 Grad (Wetter Mühldorf).

„Zumindest mehr Winter als in der vergangenen Saison“

Schaut man sich die mittlere Temperatur im Dezember 2020 an, so war dieser nicht wirklich winterlich. Es war rund 2,3 Grad wärmer als üblich. Im Jahr 2019 war der Monat 2,9 Grad zu warm und 2018 rund 3 Grad wärmer als normal.

Damit ist der Dezember 2020 immerhin etwas weniger warm als seine beiden Vorgänger. Wie es im Januar und Februar weitergeht ist noch völlig offen. Der US-Wetterdienst setzt auf einen bis zu 2 Grad zu warmen Januar und einen 3 bis 4 Grad zu warmen Februar.

Der europäische Wetterdienst sieht in der ersten Januarhälfte zumindest kältere Temperaturen als üblich. Da herrscht also noch eine große Uneinigkeit wie es ab Januar beim Wetter weitergehen wird. Die derzeitigen 14-Tagestrends sehen zumindest erstmal kein Frühlingserwachen. Die Höchstwerte liegen Anfang Januar meist nur bei 0 bis 3 Grad und nachts gibt es Frost bis minus 10 Grad. Das ist zumindest mehr Winter als in der vergangenen Saison.

mh (mit Material von wetter.net)

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann/dpa

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