Noch immer Zündstoff

Leser über Schnelltests im Einzelhandel: „Wir werden von Unfähigen regiert“

Ein Kundin zeigt bei einem Friseur auf ihrem Handy das Ergebnis eines Corona-Schnelltests.
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Ein Kundin zeigt bei einem Friseur auf ihrem Handy das Ergebnis eines Corona-Schnelltests. Auch im Einzelhandel müssen negative Schnelltests vorgezeigt werden.

Die Testpflicht im Einzelhandel erhitzt weiterhin die Gemüter unserer Leser. Seit 12. April kann man in Bayern unter Vorlage eines negativen Schnelltests mit Anmeldung wieder in Geschäften einkaufen. Ein Unding für die einen, durchaus machbar für die anderen.

Bayern - Mittlerweile macht die nationale Notbremse das Shoppen in bayerischen Städten und Landkreisen wieder schwieriger. Ab einer Inzidenz von 150 heißt es dann nämlich wieder zurück zu „Click & Collect“.

Shoppen mit negativem Corona-Test möglich

Für die Kunden bedeutet das im Klartext: Liegt die Inzidenz mindestens drei Tage unter 150 kann man einen Termin mit dem Geschäft vereinbaren und mit negativem Schnelltest zum Shoppen gehen. Testmöglichkeiten gibt es unter anderem in Apotheken, beim BRK und natürlich gelten auch die bereits bekannten PCR-Tests. Alternativ können Einzelhändler ihren Kunden auch vor Ort solche Tests anbieten. Diese Selbsttests gelten dann aber nur für das jeweilige Geschäft, nicht für andere. Hier müsste dann erneut ein Selbsttest vor Ort gemacht werden.

Übrigens: Die Notbremse des Bundes sieht vor, so das Gesetz im Wortlaut: „Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel“ von diesen Regeln ausgenommen sind.

Auch interessant: Weitere Meinungen unserer Leser zum Thema Selbsttests im Einzelhandel

Eure Leserbriefe zum Thema Schnelltests fürs Shopping

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht den Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Gabriela Hertlein aus Ingolstadt arbeitet in der Bekleidungsbranche

Eine Katastrophe, die Kunden sind nicht bereit sich zu testen! Bei uns ist die Luft raus, so geht es nicht weiter, den ganzen Tag warten, dass sich vielleicht eine Kundin meldet, dass macht mich sehr traurig. 

Maria aus Prien

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Klar nervt es alle, auch mich. Aber wir wollen alle auch irgendwann eine gewisse Normalität zurück und dafür müssen wir alle etwas tun. Egal ob Impfen oder halt auch mal testen.
Alle reden von der Solidarität dem kleinen Einzelhandel vor Ort gegenüber und sobald man selber etwas dafür leisten muss und wenn es auch nur der Weg zu einen Testzentrum ist (übrigens ein Mal die Woche kostenlos) wird schon gejammert und geschrien. Man muss halt vielleicht ein bisschen planen. Bevor man zum shoppen geht, erst Testen und dann an einen Tag die Dinge erledigen die man braucht, sollte man halt vorher etwas den Kopf einschalten. Und dann hat man ja wieder Ruhe. Ich gehe nicht jeden Tag zum shoppen und ich glaube die meisten anderen auch nicht. Dann kann das Problem doch eigentlich nicht so groß sein. Aber hauptsächlich man kann über alles schimpfen und meckern, das ist heute leider das Problem unsere Gesellschaft.

Schnelltests vor dem Einkaufen: „Manche fühlen sich nicht wohl, wenn sie nichts zu meckern haben“

Evelyn Bruckmaier aus Bayern

Ein Irrsinn ohne Ende in Sicht.  Bringt absolut nichts - verleidet fast jedem das einkaufen. 
Warum sind nur Discounter, Apotheken & Drogerien frei begehbar? Wo man sich gegenseitig auf die Füsse tritt, kein Abstand eingehalten wird etc. und warum lässt sich die Wirtschaft das gefallen?

Heike Jörg aus Bayern

Das mag ja gut gedacht sein und funktioniert vielleicht in der Stadt. Aber auf dem Land gibts nicht überall Test Stationen und dann nur mit Termin-Vergabe. Da muss man schon drei Tage im Voraus anrufen um einen Termin zum Testen zu kriegen. Irrsinn Hoch Drei! Außerdem können kleinere Läden (Boutiquen, Geschenkeladen.....) sich den
Aufwand gar nicht leisten. Und Öffnen erst gar nicht. Unverständlich das so ein Unterschied bei den Läden gemacht wird. Im Supermarkt sind Hunderte von Leuten, da steckt man sich definitiv eher an als im Kleidungsgeschäft.

Heinrich Wendl aus Bischofswiesen 

An dieser Vorgabe sieht man mal wieder von was für Unfähigen wir regiert werden! Für was ist eigentlich die angeblich so sichere FFP2 Maske die nachträglich eingeführt wurde und die in jeden Geschäft ausnahmslos getragen werden muss! Wenn ich einen Schnelltest vorlegen muss der dann auch noch negativ ist für was muss ich dann diese verdammte Maske noch tragen! Da haben sich einige aus der Politik mit der Maske die Taschen voll gemacht! Was da von den schon so gebeutelten Einzelhändlern und Kunden unnützes verlangt wird kann man als Schikane ansehen!

„Solange Testpflicht, solange Online-Shopping“ - die Meinungen unserer Leser sind eindeutig

Selbsttests zum Shoppen? Schickt uns Eure Meinung

Was haltet Ihr von der neuen Situation im Einzelhandel? Unterstützt Ihr die Geschäfte und nutzt die Chance, mal wieder ein bisschen shoppen zu können und macht den Test? Oder erscheint Euch das Ganze viel zu kompliziert und lästig und Ihr wartet lieber bis Einkaufen ohne Test wieder möglich ist?

Auch die Einzelhändler sind gefragt: Wie ist die Situation für Euch vor Ort? Können Tests wirklich helfen, Eure Lage ein wenig zu verbessern oder ist die neue Regelung für Euch vor allem mit Aufwand und Kosten verbunden? OVB24 ist auf Eure Meinungen gespannt. Schickt uns Euren Leserbrief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Testpflicht im Einzelhandel“ im Betreff).

Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

si

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