Was Sie zum Start wissen müssen

So schön wird die Wiesn

München - Zum 180. Mal findet ab morgen auf der Theresienwiese das Oktoberfest statt. Wir haben alles zusammengefasst, was Sie zur Wiesn wissen müssen.

Freier Fall aus 70 Metern Höhe, ein meist sonniger Sonntag und die traditionellen Wiesn-Umzüge – das ist am ersten Wochenende auf dem Oktoberfest geboten.

Das ist heuer neu

Im Europapark war sie eingelagert, rechtzeitig zum Oktoberfest hat Andreas Kunz die Abenteuerbahn ausgepackt und wieder herrichten lassen. „Odyssee“ soll die Besucher in das Reich der griechischen Götter entführen – in riesigen Muscheln geht es vorbei an animierten Steinfiguren, lebendigen Nixen und urzeitlichen Monstern. Auch bei „Pirates Adventure“ setzt man auf Fantasie und Abenteuergeschichten – Haie, Piraten und ein Goldschatz erwarten Familien in dem Laufgeschäft. Und es gibt sogar eine Geld-zurück-Garantie, wenn Eltern im ersten Raum bemerken, dass es für die Kinder doch etwas zu abenteuerlich wird.

Aus 70 Metern Höhe stürzt man im „Sky Fall“ im freien Fall in Richtung Erdboden. Magnetbremsen fangen die Gondel sanft ab. Und auch die Looping-Achterbahnanlage „Cobra“ feiert auf der Wiesn Premiere. Wie eine Riesenschlange windet sich der Schienenstrang durch das Fahrgeschäft, Höhepunkt ist die Schussfahrt aus 13 Metern Höhe in einen Looping hinein. Die Schausteller öffnen ihre Geschäfte täglich um 10 Uhr, am Eröffnungstag um 12 Uhr.

Auch die Oide Wiesn gibt es heuer wieder, nachdem sie im vergangenen Jahr wegen des Zentralen Landwirtschaftsfestes (ZLF) pausiert hatte. Was dort geboten ist, lesen Sie auf unserer Wiesn-Seite.

Wetter

Bis zum Anzapfen um 12 Uhr sollten Wiesn-Besucher am Samstag zur Sicherheit einen Regenschirm dabei haben, denn das Münchner Wetteramt erwartet einzelne Schauer. Schuld sind kleinere Tiefdruckgebiete, die den Hochdruck-Keil über München noch im Griff haben. Nachmittags ist es wechselhaft und bewölkt, das Wetter wird aber immer besser. Am Sonntag wird es dann bereits heiter bis wolkig. Am Nachmittag bedecken die Wolken den Himmel nur noch zu einem Drittel. In der Sonne kann es bis zu 20 Grad warm werden. Auch die Aussichten für die kommende Woche sind nicht schlecht. Zwar erwartet Jan-Bernd Schöer vom Münchner Wetteramt keinen Spätsommer, „das Wetter bleibt aller Voraussicht nach aber stabil“. Hochnebel machen die Morgen kühl.

In den Bierzelten

Zwischen 9,40 Euro und 9,85 Euro kostet die Mass Wiesnbier in diesem Jahr – eine Erhöhung von durchschnittlich 3,61 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. Ausgeschenkt wird das Bier am morgigen Samstag nach dem Anstich um 12 Uhr, an Werktagen ab 10 Uhr, sonn- und feiertags bereits ab 9 Uhr bis 22.30 Uhr, spätestens bis 23.30 Uhr müssen alle Gäste gegangen sein. Käfers Wiesnschänke und das Weinzelt sind bis 1 Uhr geöffnet (Schankschluss: 0.30 Uhr). Wer einen Platz finden will, muss entweder eine Reservierung haben – bei den meisten Festzelten gibt es für die Mittagswiesn während der Woche noch Reservierungsmöglichkeiten – oder überpünktlich kommen. Allerdings könnte es heuer etwas leichter sein, einen Tisch zu ergattern, denn wie berichtet, soll es in diesem Jahr bis zu 35 Prozent mehr reservierungsfreie Sitzplätze geben.

Umzüge

Zwei Umzüge finden traditionell zu Beginn des Oktoberfests statt. Der Einzug der Festwirte auf die Theresienwiese startet am morgigen Samstag um 10.45 Uhr an der Josephspitalstraße. Die zahlreichen geschmückten Pferdegespanne und Wagen ziehen dann in Richtung Sonnenstraße über die Schwanthaler- und Hermann-Lingg-Straße. Über den Bavariaring geht es schließlich auf die Theresienwiese. Besuchertribünen befinden sich an der Sonnenstraße. Rund 1000 Mitwirkende beteiligen sich am Einzug – Wiesnwirte, Schausteller und Marktkaufleute. Der Trachten- und Schützenzug startet am Sonntag, 22. September, um 10 Uhr an der Maximilianstraße und führt durch die Innenstadt zur Theresienwiese. Eine Grafik, wo die Züge entlanglaufen, finden Sie in der morgigen Wochenendausgabe.

S-Bahn und U-Bahn

Die Verkehrsbetriebe legen viele Sonderschichten ein: 6000 zusätzliche Fahrten bewältigen Bahnen und Busse der MVG, die S-Bahn setzt 600 Sonderzüge ein. Zusätzlich ruhen die Bauarbeiten auf der S-Bahn-Stammstrecke bis einschließlich Donnerstag, 10. Oktober.

Eine Urlaubssperre besteht für die Angestellten der MVG während des Oktoberfests. Bis zu 200 zusätzliche Mitarbeiter sind täglich im Einsatz – allein 60 davon am U-Bahnhof Theresienwiese. Trotzdem kann die U-Bahn den Besucheransturm kaum bewältigen. Der U-Bahnhof Theresienwiese ist oft so überfüllt, dass er vorübergehend gesperrt werden muss. Am mittleren Wiesn-Samstag, 28. September, ist dies laut MVG etwa 25 Mal der Fall. Die Verkehrsgesellschaft empfiehlt, die Linien U3 und U6 zu nutzen und von den Haltestellen Goetheplatz und Poccistraße aus zu laufen. Zudem setzt sie darauf, dass mehr Leute vom Hauptbahnhof zur Wiesn gehen. Die Beschilderung wurde zu diesem Zweck verbessert.

Baustellen

Die Straßenbaustellen rund um die Wiesn werden rechtzeitig verschwinden, verspricht der städtische Baustellenkoordinator Richard Bartl. Auf der Donnersbergerbrücke rollt der Verkehr wieder ungehindert, auch die Fernwärmegräben in der Schwanthalerstraße sind schon zugeschüttet.

Andrea Steiler

Quelle: Oktoberfest live

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