Gericht setzt Termin zu mündlicher Einigung ab

Geht der Rechtsstreit um die Jennerbahn seinem Ende entgegen?

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Bund Naturschutz legt Rechtsstreit mit der Jennerbahn nieder
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Schönau am Königssee - Zwei Eilklagen vom Bund Naturschutz sorgten für einen Baustopp bei der Jennerbahn und jede Menge Schlagzeilen. Ist nun ein Ende der Streitereien in Sicht?

Vor rund einem Jahr beendete die historische Jennerbahn ihren Betrieb und startete mit umfangreichen Bauarbeiten für eine neue Bahn. Schon in der Planungsphase wurden das Für und Wider der neuen Anlage heiß diskutiert und auch während der Bauphase kam immer wieder Kritik hoch. 

Kurz vor Weihnachten sorgten dann zwei Eilklagen vom Bund Naturschutz für einen Baustopp und für jede Menge weitere Schlagzeilen

Mehr Schutz für die Birkhühner

Eine der Klagen vom Bund Naturschutz drehte sich um den Schutz der Birkhühner, die in Deutschland auf der Roten Liste stehen und laut Bund Naturschutz ihren Hauptbalzplatz oberhalb der Mitterkaseralm am Jenner haben. 

So warf der Bund Naturschutz u.a. den Verantwortlichen in seinem Eilantrag vor, trotz geschlossener Schneedecke immer weitergebaut und auf der Baustraße Salz gestreut zu haben, was im Nationalpark unzulässig sei. 

Außerdem wurde die Dimension der Bergstation und die Benutzung der Baustraße im Nationalpark in einer Art und Weise beklagt, die von der vorab genehmigten Form abweiche.

Bereits Mitte Januar zeigte sich daraufhin die Bergbahn AG  kompromissbereit, dass sie zukünftig auf Streusalz verzichten wollen und stattdessen auf einer gehärteten Schneefahrbahn gefahren werden soll.

Nach einer ersten Einigung Mitte Januar durfte immerhin schon unter strengen zeitlichen Auflagen auch oberhalb des Mitterkasers weitergebaut werden und die Baustraße im oberen Bereich ab Mitterkaser zwischen 9.30 und 16.30 Uhr genutzt werden.

"Wir befinden uns kurz vor der Zielgraden"

Nach einem Treffen zwischen der Regierung von Oberbayern, den Bergbahnen und dem Bund Naturschutz Mitte Februar ruht nun die Klage erst einmal. 

"Das bedeutet aber nicht, dass die Klage vom Tisch ist", so Paul Grafwallner vom Bund Naturschutz im Gespräch mit BGLand24.de. 

Und ergänzt: "Wir befinden uns kurz vor der Ziellinie einer abschlussreifen Vereinbarung, aber wir haben die Ziellinie noch nicht überschritten

Und solange diese auch nicht überschritten wird, kann die Klage jederzeit wieder aufgenommen werden. Und ist wichtig, dass der Naturschutz besser gewürdigt wird".

Quelle: BGland24.de

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