In Schönau am Königssee

"Felssturz am Königssee" - so wird für den Ernstfall geprobt

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"Felssturz am Königssee" - Katastrophenschutzübung am Königssee
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Schönau am Königssee - Felsstürze gibt es regelmäßig in den Bergen. Manchmal ist es nur ein kleiner Stein, manchmal sind es ein paar Brocken. Richtig gefährlich wird es, wenn ein größer Felsbrocken abbricht und ins Tal rutscht. Für so einen Fall lief eine Übung am Königssee:

Update, 22.Oktober - Rückblick auf die Übung am Königssee

Das Landratsamt Berchtesgadener Land hat am Königssee eine Katastrophenschutzübung "Felssturz am Königssee" durchgeführt:

Bildergalerie Teil Zwei - So wurde der Ernstfall am Königssee geprobt

Bilder: "Felssturz am Königssee" - Große Übung bei St. Bartholmäa

Wenn der Fels ins Tal herabstürzt

Im August 2011 war es, als sich eine riesige Staubwolke vom Talschluss des Königssees bei St. Bartholmäa über den gesamten See ausbreitete. Die Ursache war ein riesiger Felsturz, der am östlichen Rand vom Königssee in die Tiefe gerutscht war

Damals rutschen Tausende Kubikmeter hinunter ins Tal. Ein Bootsführer der Königsseeschiffahrt hat damals zur Mittagszeit den Felssturz in einer Felswand zwischen St. Bartholomä und dem Schrainbachfall gesehen. Da er wusste, dass direkt unterhalb ein Wanderweg führt, und nicht klar war, ob Personen betroffen sein könnten, wurde sofort die Polizei alarmiert, die Großalarm auslöste.

Im weiteren Verlauf stellte sich dann heraus, dass keine Personen zu Schaden gekommen, wohl aber der Wanderweg verschüttet worden war.

Aktuell am Königssee: Große Rettungsaktion

Am 21. Oktober lief am Königssee eine große Übungsaktion für genau solch einen Unglücksfall.

Da der Talschluss vom Königssee aufgrund seiner topographischen Lage nur per Schiff oder Hubschrauber erreicht werden kann, gestaltet sich solch ein Einsatz als wahrer logistische Herausforderung.

Im Rahmen eines angenommen Szenarios "Felssturz" führte das Landratsamt Berchtesgadener Land daher eine große Katastrophenschutzübung durch. Die Übung hatte bereits am frühen Vormittag begonnen. An der Übung nahmen über 200 Einsatzkräfte der Rettungs- und Hilfsorganisationen im Landkreis sowie Mitarbeiter der Schifffahrt Königssee teil. Eines der Ziele dieser Übung war die stetige Verbesserung der Zusammenarbeit aller Mitwirkenden im Katastrophenschutz.

Bei der Übung wurde ein großer Felssturz im Bereich des „Eisgrabens“ angenommen, der den Wanderweg in Richtung Steinernes Meer und Trischübel verschüttet hatte. Im Rahmen der Übung wurde angenommen, dass es eine Vielzahl von betroffenen, verletzten und auch toten Personen zu retten, bzw. zu bergen gab und die über den See zu bringen waren. Für die Übung hatte Landrat Georg Grabner den Katastrophenfall erklären lassen und einen örtlichen Einsatzleiter bestellt.

Quelle: BGland24.de

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