Bergsteiger stirbt bei Absturz am Watzmann

Verschollene Leiche in der Watzmann-Ostwand nach knapp zwei Wochen geborgen

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Einsatz am Donnerstagnachmittag an der Eiskapelle unterhalb der Watzmann-Ostwand.
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Schönau am Königssee - Am 30. September hat sich am Watzmann ein tragischer Bergunfall ereignet. Beim Einstieg in die Randkluft stürzte ein Bergsteiger ab und starb. Die Bergung der Leiche wurde erst einmal vertagt - bis jetzt.

Update, 12. Oktober, 10.40 Uhr - Pressemeldung des BRK BGL

Ein Wanderer hat am Donnerstagnachmittag, den 11. Oktober, gegen 13.50 Uhr, den am 30. September tödlich an der Eiskapelle abgestürzten Ostwand-Geher gefunden. Sieben Einsatzkräfte der Berchtesgadener Bergwacht, ein Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) und die Besatzung des Münchner Polizeihubschraubers „Edelweiß 5“ bargen die Leichte des seit elf Tagen vermissten Mannes. Darüber hinaus waren die ehrenamtlichen Bergretter aus Berchtesgaden, Ramsau und Marktschellenberg aufgrund des schönen Wetters seit Dienstag bei insgesamt acht weiteren Einsätzen gefordert.

Einsatz am Donnerstagnachmittag an der Eiskapelle unterhalb der Watzmann-Ostwand.

Der Mann war am Sonntag vor zwei Wochen gegen 6.30 Uhr auf dem Kederbacherwegin die Watzmann-Ostwand unterwegs und an der Eiskapelle in die Randkluft abgestürzt, als er vom Eis zum Felsen queren wollte. Die Bergwacht und ein Polizeibergführer versuchten noch, an den vermuteten Liegeort der Leiche zu gelangen, was jedoch wegen einer gewaltigen, instabilen Eisbrücke oberhalb des Einsatzorts lebensgefährlich war und deshalb abgebrochen werden musste. Dass die Einschätzung richtig war, bestätigte sich zwei Tage später, als ein Eisklotz in der Größe eines Wohnhauses abbrach und in die Randkluft stürzte.

Am Donnerstag gegen 13.50 Uhr meldete dann ein Wanderer über Notruf, dass er im hinteren Bereich des Bachs in der unterhöhlten Eiskapelle einen Leblosen gefunden hatte. Vermutlich wurde der Mann aufgrund der warmen Witterung vom Schmelzwasser über weitere Felsabbrüche bis unter die Eiskapelle gespült. Ein AEG-Beamter bestätigte den Fund, woraufhin der tote Mann zusammen mit sieben Berchtesgadener Bergrettern aus dem Gefahrenbereich geborgen und dann per Winde mit dem Polizeihubschrauber aufgenommen und ausgeflogen wurde. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht hatte sich während der vergangenen elf Tage intensiv um die betroffenen Angehörigen des Mannes gekümmert und unter anderem zusammen mit dem AEG-Beamten eine Verabschiedung an der Eiskapelle durchgeführt, wobei die BRK-Wasserwacht die Gruppe mit ihrem Rettungsboot über den See brachte

Pressemeldung des BRK BGL

Update, 11. Oktober, 19.50 Uhr - Pressemeldung der Polizei

Wie bereits berichtet, kam es am 30. September gegen 6.30 Uhr in der Watzmann-Ostwand an der Eiskapelle zu einem dramatischen Unfall. Ein Bergsteiger war in die Randkluft abgestürzt. Bergwacht und ein Polizeibergführer versuchten noch an den vermuteten Liegeort der Leiche zu gelangen, was jedoch aufgrund des hohen Risikos für die Einsatzkräfte abgebrochen wurde.

Dass die Einschätzung richtig war, wurde zwei Tage später bestätigt, da in dem Gefahrenbereich ein weiterer Eisklotz in der Größe eines Hauses abgebrochen war.

Am Nachmittag des 11. Oktobers meldete ein Bergsteiger, dass er im hinteren Bereich des Baches der unterhöhlten Eiskapelle eine leblose Person aufgefunden hat. In Folge konnte ein Polizeibergführer den Fund bestätigen. Vermutlich wurde aufgrund der warmen Witterung die Person über weitere Felsabbrüche bis unter die Eiskapelle von den Wassermassen getragen.

Mittels Polizeihubschrauber und in Zusammenarbeit mit der Bergwacht Berchtesgaden konnte der Leichnam geborgen werden.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Berchtesgaden

Update, Montag, 17.25 Uhr - mit den Bergungsarbeiten muss gewartet werden

Auf Anfrage der Redaktion teilte Markus Leitner, Sprecher des BRK BGL, mit, dass weiterhin versucht wird, die Bergungsarbeiten durchzuführen. Da der Zustand des Eies derzeit eine lebensgefährliche Situation für die Bergretter darstellt, muss abgewartet werden, bis stabilere Eisverhältnisse bestehen, sodass auch die Sicherheit der Rettungskräfte gewährleistet ist.

Update, Montag, 6.40 Uhr - Pressemitteilung des BRK

Nach Angaben der Berchtesgadener Polizei ist am frühen Sonntagmorgen ein erfahrener Bergsteiger aus der Erdinger Gegend auf dem Weg in die Watzmann-Ostwand über den Kederbacherweg (bis zu IV an der Schöllhornplatte) an der Eiskapelle beim Übergang vom Eis zum Felsen mit einem plötzlich abbrechenden Eisstück rund 50 Meter tief im freien Fall in die Randkluft abgestürzt. 

Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden und des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“, die Besatzung des Münchner Polizeihubschraubers „Edelweiß 3“ und ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei versuchten, den Mann zu erreichen, mussten aber wegen akuter Lebensgefahr für die Retter vorerst abbrechen, da oberhalb der Einsatzstelle eine rund 200 Kubikmeter große labile Eisbrücke hängt, die jederzeit einbrechen kann.

Erschwert worden war der Einsatz bereits zuvor, da der eigentliche Hubschrauber-Landeplatz am Schneewinkl wegen Bodennebel nicht genutzt werden konnte. Die Bergwacht konnte sich über schwierige Felspassagen in unmittelbare Nähe der Unglücksstelle in der Randkluft vorarbeiten, musste jedoch kurz vor dem Ziel abbrechen, da rund 200 Kubikmeter labile Eismassen in Form einer Brücke rund 50 Meter oberhalb der Rettungskräfte hingen und jederzeit abbrechen konnten. 

Bergsteiger stirbt bei Absturz in Randkluft an Watzmann

Wegen dieser akuten Gefahr in der überhängenden Eishöhle stiegen die Einsatzkräfte vorerst nicht mehr weiter bis zu der Stelle vor, wo sie den Abgestürzten aktuell vermuten, zumal eine Absturzhöhe von rund 50 Metern im freien Fall mit dem Leben nicht vereinbar ist. Sie sahen in der Tiefe der Randkluft frische Eismassen, die offensichtlich kurz zuvor mit dem Bergsteiger abgebrochen waren. 

In einem zweiten Anlauf versuchten die Retter, seitlich durch die Kluft zur Unfallstelle zu gelangen, mussten aber wegen der labilen Eismassen gegen 12 Uhr erneut abbrechen, da die steigenden Temperaturen die Gefahr weiter erhöhten. Polizei und Bergwacht werden in den kommenden Tagen entscheiden, wann ein weiterer Bergungsversuch gestartet werden kann.

Pressemeldung BRK BGL

Update, 15.25 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Sonntagmorgen gegen 5.30 Uhr wollten zwei erfahrene Bergsteiger aus dem Raum Erding über den Kederbacher-Weg die Watzmann-Ostwand durchsteigen. Die hochalpine, kombinierte Fels-/Eistour führt im unteren Teil der 2000 Höhenmeter hohen Wand über die Eiskapelle zu weiteren Felspassagen. Der Übergang von Eis zum Fels wird durch erhebliche Randkluften erschwert. Die zum größten Teil stark unterhöhlten Bereiche stellen eine besondere Gefahr für die Bergsteiger dar. 

Bei der Suche nach einer möglichen Übergangsstelle, brach plötzlich unter einem der Bergsteiger ein großflächiger Eisbereich ab und er stürzte ungesichert ca. 50 Meter ab. Der unverletzte Bergsteiger konnte weder Sicht- noch Rufkontakt zu seinem Kameraden herstellen. 

In Folge wurde die Bergwachtbereitschaft Berchtesgaden alarmiert, welche mittels Rettungshubschrauber zum Einsatzort flog. Die Polizeihubschrauberstaffel brachte Material, weitere Einsatzkräfte und einen Polizeibergführer nach. Die Rettungsmannschaft konnte sich über schwierige Felspassagen in unmittelbare Nähe der Unglückstelle vorarbeiten. 

Jedoch wurde ein Weiterkommen an der Randkluft wegen weiterer erheblicher Eismassen (ca. 200 Kubikmeter), die sich unmittelbar (ca. 50 Meter) oberhalb der Rettungskräfte befanden gestoppt. Ein Weiterkommen in der überhängenden Eishöhle zum vermutlichen Punkt wo sich die Person befinden könnte war aufgrund der Gefährdung der Einsatzkräfte nicht mehr möglich. Ein Abbrechen der labilen Eismassen oberhalb der Rettungskräfte erschien den Einsatzkräften als zu riskant. Zumal die genannte Absturzhöhe der Person im freien Fall, mit dem Leben nicht mehr vereinbar war. 

In der Tiefe der Randkluft konnten „frische“ Eismassen erkannt werden, die aufgrund des oben genannten Abbruches entstanden waren. Im zweiten Anlauf wurde versucht, von der Seite an die Unglücksstelle zu gelangen, was jedoch an selbigen labilen Eismassen oberhalb der Rettungskräfte scheiterte. Gegen 12 Uhr wurden die derzeitigen Bergungsversuche abgebrochen, zumal die Eismassen durch die Sonne erheblich erwärmt werden. Die Polizei und die Bergwacht werden ein weiteres Vorgehen in den folgenden Tagen prüfen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Berchtesgaden

Update, 14.50 Uhr: Bergung am Sonntag noch fraglich

Aufgrund des hohen Steinschlagrisikos ist es derzeit noch immer fraglich, ob die Leiche des Bergsteigers noch am Sonntag geborgen werden kann.

Großeinsatz am Sonntagmorgen in Schönau am Königssee

Update, 12.10 Uhr - Bergsteiger stirbt bei Absturz

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Bei dem Unfall am Morgen ist ein männlicher Bergsteiger ums Leben gekommen. Das hat der Polizeibergführer vor Ort der Presseagentur Aktivnews inzwischen bestätigt. Nähere Informationen zu dessen Identität gibt es aber noch nicht.

Auch der genaue Hergang des Unfalls ist noch unklar. Fest steht nur, dass der Bergsteiger im Bereich der Randkluft abgestürzt ist. Der Einsatz der Rettungskräfte wurde inzwischen abgebrochen. Die Leiche des Bergsteigers soll erst später am Nachmittag geborgen werden. Aktivnews meldet, dass die Steinschlaggefahr im Bereich der Unfallstelle derzeit zu groß ist. Erst wenn die anderen Bergsteiger diesen Bereich verlassen haben und keine Steine mehr lostreten, soll der Leichnam ausgeflogen werden.

Update, 10.40 Uhr

Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Bergsteiger - es ist noch nicht klar, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt - in der Randkluft bei der Eiskapelle abgestürzt sein. Nähere Informationen gibt es noch nicht.

Update, 9.35 Uhr

Der exakte Ort der Unfallstelle scheint nach wie vor nicht genau lokalisiert worden zu sein. Inzwischen ist ein Großaufgebot an Einsatzkräften rund um die vermutete Unfallstelle im Einsatz.

Bergunfall am Watzmann am Sonntagmorgen

Die Erstmeldung

Wie die Presseagentur Aktivnews soeben meldete, soll ein Bergsteiger beim Einstieg in die Watzmann-Ostwand im Bereich der Eiskapelle abgestürzt sein. Der Bergsteiger soll dabei schwerst verletzt worden sein.

Nach einem Notruf lief sofort ein Großeinsatz von Bergwacht und Rettungsdienst an. Zudem sind auch Rettungshubschrauber "Christoph 14" und der Polizeihubschrauber "Edelweiss" im Einsatz. Der am Morgen vorherrschende Nebel erschwert die Arbeiten für die Retter derzeit laut Aktivnews aber erheblich. 

Der Unfall wurde von der Polizei Berchtesgaden gegenüber Aktivnews bereits bestätigt. Auch ein Polizeibergführer soll sich bereits auf dem Weg zur Unfallstelle befinden.

*Nähere Informationen liegen derzeit nicht vor!*

Aktivnews/mw

Quelle: BGland24.de

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