Offiziell am Königssee vorgestellt

Olympia 2018: So sehen die Bobs der Deutschen aus

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Schönau - Am 9. Februar starten die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. In der Deutsche Post Arena am Königssee wurden nun die Bobs der Deutschen Teams vorgestellt

Nicht mehr lange, dann fällt der Startschuss für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Vom 9. Februar bis 25. Februar kämpfen dann Sportler aus aller Welt um die begehrten Medaillen und das Olympische Gold.

Insgesamt 102 Medaillen-Wettbewerbe in unterschiedlichen 15 Sportarten stehen im Wettkampfkalender. Von Biathlon bis Ski Alpin, von Curling bis Skispringen, von Eiskunstlauf bis Snowboard und natürlich jede Menge heiße Kufen im schnellen Eiskanal, besser gesagt auf der Olympiaeisbahn in Pyeongchang.

Geballtes Fachwissen und sportliche Power

In der Hospitality Lounge der Deutsche Post Eisarena Königssee wurden bereits die neuen Deutschen Bobs präsentiert. Er ist gelb, der neue Bob der Deutschen, mit schwarzen und roten Flammen auf den Seiten. „Wir fallen damit auf jeden Fall auf“, versprach Nico Walther noch vor der Enthüllung.
Zusammen mit Cheftrainer René Spies, den Pilotinnen Mariama Jamanka, Stephanie Schneider, Anna Köhler und den Piloten Francesco Friedrich, Johannes Lochner wurden die Bobs vorgestellt und ein wenig aus dem Nähkästchen der Produktion geplaudert.

Echt knallig

Ich finde die Farben ganz cool“, freute sich Mariama Jamanka. „Auch mit der Qualität bin ich sehr zufrieden.“ Der japanische Ausrüster Descente hat die Anzüge, Jacken und Hosen für die Sportler entwickelt. 

Der Rennanzug stellt das Bobteam Lochner allerdings vor eine Herausforderung: „Der Tragekomfort ist besser als bei den alten. Wir werden auch sicher ein Farbklecks am Start sein. Aber er ist ein bisschen schwerer, die Mannschaft muss also noch ein bisschen abspecken“, grinste er.

Das ist das Besondere an den Deutschen Bobs

Eigentlich sehen sie fast aus wie ganz normale Bobs. Die Betonung liegt auf fast. Denn wer genauer hinschaut, der erkennt ein paar Unterschiede zu den bisherigen Modellen - viele aber erkennt man nicht und soll es auch gar nicht, denn diese Unterschiede bleiben das große Geheimnis der Entwickler.

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Produziert werden die sportlichen Gefährte seit rund zweit Jahren in enger Zusammenarbeit mit BMW und zwar im Windkanal von BMW. Hier wurden die Bobs so lange optimiert und auf das jeweilige Team abgestimmt, dass man nun wirklich sagen kann - sie sehen zwar ähnlich aus, aber jedes Team hat seinen eigenen, speziell auf diese Fahrer perfekt abgestimmten Bob.

„Vor allem in den Bobs von Francesco Friedrich und Johannes Lochner steckt viel BMW-Know How“, erklärte Florian Baumeister, der Geschäftsleiter Event und Marketing bei BMW. „Der Leichtbau steht auch bei uns an oberster Stelle. Da ist die Tüftelei mit den Bobs für unsere Ingenieure eine willkommene Abwechslung.“

Helmtest im Windkanal

Auch die Helme wurden dementsprechend getestet, angepasst und optimiert. Der ein oder kleinere Spoiler soll für noch bessere Zeiten sorgen und für den Rest sorgen dann die Sportler selber.

Wir dürfen nur Helme nehmen, die es regulär zu kaufen gibt“, heißt es von Seiten des BSD. „Das sieht das Reglement so vor.“ Trotzdem hat Christian Duft von BMW Helme mit seinem Team für die deutschen Bobpiloten das Beste herausgeholt. 

Selbst Mützen und Handschuhe werden von der Firma Seiz nach den Wünschen der Sportler gestaltet und entwickelt. „Viel Spielraum haben wir bei den Handschuhen nicht“, gibt Reiner Seiz zu. „Wir wissen, dass es für die Athleten am besten ist, wenn sie sehr feinfühlig sind, werden für die kommende Saison aber wieder einige Tests durchführen.“

Bilder - Olympia 2018: So sehen die Bobs der Deutschen aus

Gespanntes Warten auf Olympia

Was es bringt? Das wissen die Sportler, Trainer und Entwickler wenn es soweit ist. Der erste Bob darf am 19. Februar zeigen was in ihm steckt, wenn die Zweierbobs der Männer an den Start gehen. 

Am 21. Februar starten dann die Zweierbobs der Frauen und den Abschluss machen die Viererbobs der Männer am 21. Februar.

Gut gerüstet für Olympia

„Wir sind für Olympia gerüstet“, ist sich Cheftrainer René Spieß sicher. „Das Debakel von Sotchi war uns in jeder Sekunde ein Antrieb, dass das nicht nochmal passiert.“ Bei den letzten Olympischen Spielen 2014 in Russland waren die deutschen Bobpiloten ohne Medaille geblieben. Jetzt haben sie in jeder Disziplin drei Teams am Start, denen alles zuzutrauen ist.

Quelle: BGland24.de

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