Kurz vor der Sondersendung von Aktenzeichen XY

Skelettierte Leiche in der Schönau gefunden

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Fotos von dem vermissten Chilenen Carlos: Er war 2015 in der Nähe der Watzmann-Ostwand abgestürzt. Seine Leiche wurde jetzt erst gefunden. 
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Schönau am Königssee - Vor knapp zwei Jahren verschwand ein junger Chilene auf seiner Reise durch Europa. Seine Spur verlor sich in Salzburg. Vergangene Woche fand ein Wanderer einen bemoosten Rucksack in der Schönau.

Am späten Sonntagnachmittag, 28. Mai, fand ein Wanderer einen bemoosten Rucksack in unwegsamen Gelände unterhalb eines Klettersteigs in der Schönau am Königssee und übergab den Rucksack an die zuständige Polizeidiensstelle. Die Agentur Aktivnews berichtete über diesen Fund. Bei einer Suchaktion der Polizei am folgenden Tag wurde schon nach wenigen Minuten eine skelettierte Leiche gefunden. Außerdem fand man einen weiteren Rucksack.

Die Dokumente in dem Rucksack, unter anderem ein Reisepass, ließen auf den jungen Chilenen schließen. Eine Obduktion am Institut für Rechtsmedizin in München hat ergeben, dass die Leiche der 24-jährige Carlos R. ist. Der Student wurde seit August 2015 vermisst. Der junge Chilene befand sich vor zwei Jahren auf einer Reise durch Europa. Seine Spur verlor sich allerdings in Salzburg und den bereits gebuchten Rückflug nach Chile trat er nicht an.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist ohne begründete Zweifel von einem tödlichen Bergunfall auszugehen. Der Unglücksort war offenbar der Klettersteig Falkensteiner in der Nähe der Watzmann-Ostwand. 

Aktenzeichen XY Spezial wollte diesen Fall am Mittwochabend in einer Sondersendung zu dem Thema "Wo ist mein Kind auf?" aufgreifen. Kurz vor der Ausstrahlung gibt es nun die traurige Gewissheit für die Familie. 

Gefahren unterschätzt?

Immer wieder kommt es an der Watzmann Ostwand und Umgebung zu schweren Unfällen, häufig mit Todesfolge. Auch im vergangenen Jahr stürzten mehrere Wanderer zu Tode. Die Ostwand des Watzmanns erstreckt sich vom Königssee bis zum Gipfel der Watzmann Südspitze über eine Höhe von 1.800 Metern. Damit ist sie die längste durchgehende Felswand der Ostalpen, früher galt sie sogar als längste komplett durchkletterte Felswand der gesamten Alpen.

Quelle: BGland24.de

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