Streit Schuhbeck gegen Schuhbeck beigelegt

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Jetzt hat er wieder gut lachen: der Traunsteiner Religionslehrer Sebastian Schuhbeck
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München/Traunstein - Der Traunsteiner Lehrer Sebastian Schuhbeck hat seinen Feldzug gegen Sterne-Koch Alfons Schuhbeck beendet. Wer aber hat gewonnen? Der ganze Fall:

Es ist ausgestanden. Der juristische Streit um die Internet-Domain www.schuhbeck.com ist beendet. Der Traunsteiner Lehrer Sebastian Schuhbeck und sein entfernter, prominenter Verwandter, der Sterne- und TV-Koch Alfons Schuhbeck, sind nicht mehr über Kreuz. Der Markenrechts-Prozess, der für den 26. Juni 2012 angesetzt war, ist abgesagt. Der Grund: Alfons Schuhbeck hat die Klage zurückgezogen.

Religionslehrer Sebastian Schuhbeck, der sehr wortgewaltig gegen seinen Kontrahenten zu Felde gezogen war, lässt dazu via Pressemitteilung folgendes verlauten:

"Ich wurde jetzt per Fax vom Landgericht München I darüber informiert, dass die Klage am 11. Juni 2012 zurückgenommen wurde.

Ich bin über diesen Ausgang überglücklich und erleichtert! Natürlich bin ich der Meinung, dass damit der Gerechtigkeit Genüge getan wird.

Ausdrücklich möchte ich mich bei allen Menschen bedanken, die mich auf unterschiedliche Weise in den letzten Monaten durch ihr Interesse und ihren moralischen Zuspruch unterstützt haben. Ich danke insbesondere den zahlreichen Menschen, die sich die Mühe gemacht haben, im Internet meine E-Mail-Adresse zu recherchieren und mir – obwohl sie mich nicht persönlich kannten – per E-Mail ihre Solidarität übermittelt haben.

Über den Grund der Klagerücknahme kann ich nichts sagen. Hier müsste ich spekulieren; das will ich aber nicht tun!"

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Religionslehrer Schuhbeck ist im chiemgau24.de-Interview hörbar erleichtert und froh. Und fair ist er auch. Seine Forderung an die Gegenseite von Koch Alfons Schuhbeck war ja: Rücknahme der Klage und Übernahme der Rechtsanwaltskosten. Sebastian Schuhbeck: "Ich hatte angesichts des Prozesses einen Anwaltswechsel. Meinen ersten Anwalt werde ich aber selber bezahlen. Die müssen jetzt nur für die Kosten für den Fachjuristen für IT-Recht aufkommen." Den Anwälten von Alfons Schuhbeck dürfte die Rechnung des Kollegen in Kürze zugehen. Vor dem Einschalten dieses Fachwaltes sprach Sebastian Schuhbeck bereits von rund 2000 Euro Kosten für juristische Beratung und Dienste. Die wird er nun also aus eigener Tasche bezahlen.

Für die Nutzung seiner Domain www.schuhbeck.com bleibt nun alles beim Alten. Der Traunsteiner Gymnasiallehrer nutzt sie wie bisher: uneingeschränkt und für Infos zum Computereinsatz im Relogionsunterrricht.

Der Streit um die Online-Adresse des Traunsteiners war 2010 entbrannt. Damals forderte die Marketing-Abteilung um Alfons Schuhbeck die Web-Adresse von Sebastian Schuhbeck ein. Die Begründung: Der Koch würde die .com-Adresse für seine internationalen Geschäfte benötigen. Wäre diese im Besitz von Sebastian Schuhbeck sei eine Verwechslungsgefahr vorhanden, die Geschäfte des Kochs wären beeinträchtigt. Der Lehrer, der unter dieser Domain seit 2004 eine Infoseite für Religionslehrer betrieb, lehnte ab, ließ sich auch mit einem 5000-Euro-Kaufangebot nicht umstimmen: "Ich will kein Geld. Das ist meine Homepage." Stattdessen entfachte er einen bundesweiten Medien- und User-Sturm.

ck/chiemgau24.de 

Quelle: chiemgau24.de

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