Schulkinowoche: Unterricht vor der Leinwand

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Auch der Film "Friendship", in dem Matthias Schweighöfer eine Hauptrolle spielt, ist bei der Schulkinowoche dabei.

Aschaffenburg - Die Schulkinowoche ist eröffnet. In Bayern werden mehr als 80 Kinos in den kommenden Tagen zu gemütlichen Klassenzimmern. Warum mehr  Wissen über Filme immer wichtiger wird:

Mit der Vorpremiere des Kinderfilms „Sams im Glück“ ist am Montag in Aschaffenburg die bayerische Schulkinowoche eröffnet worden. Für rund 116 000 Schüler des Freistaats wird das Kino in den kommenden Tagen zum Klassenzimmer. Medien spielten mittlerweile eine zentrale Rolle im Leben der Kinder und Jugendlichen. Deshalb sei es wichtig, dass sie lernen, „laufende Bilder zu lesen“, sagte Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (CSU) am Montag in Aschaffenburg.

Bis Freitag schauen Schüler mit ihren Lehrern altersgerechte Filme an und diskutieren darüber. Landesweit sollen rund 200 Filme über die Leinwände flimmern. Dabei stehen neuere Werke wie „Almanya - Willkommen in Deutschland“, „The Social Network“ oder „Friendship!“ ebenso auf dem Programm wie Kinderfilme, Dokumentationen und alte Klassiker.

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Die Schulkinowochen werden bundesweit veranstaltet vom Netzwerk Vision Kino und in Bayern vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) mitorganisiert. „Wir wollen die Kinder und Jugendlichen zu einer bewussten Auseinandersetzung mit dem Medium Film als Kultur- und Bildungsgut und natürlich auch als Kunstform anregen“, sagte Vera Haldenwang, Leiterin des ISB-Referates Medienbildung. Dabei gehe es nicht nur um die Inhalte, sondern auch um die Gattungen und die Wirkung von Musik und Bildsprache. In mehr als 50 Kinoseminaren können die Jugendlichen zudem mit Schauspielern, Regisseuren, Produzenten und Drehbuchautoren sprechen und von ihnen lernen.

Die Filme behandeln meist lehrplanrelevante Themen

„Der Film ist ein wirkungsvolles Mittel, um Wissen zu vermitteln“, sagte Projektleiterin Haldenwang weiter. Die gezeigten Filme behandelten meist lehrplanrelevante Themen, die sich mit Ökologie, Geschichte und Naturwissenschaften, aber auch mit dem Erwachsenwerden beschäftigen. „Filme sind zentrale Orientierungs- und Informationsquellen für Kinder. Internet, Youtube, Handy, Fernsehen, DVD, Kino - überall finde ich Filme.“ Deshalb sei es wichtig, dass die Kinder lernen, Filme auch kritisch zu betrachten. „Sie sollen nicht unreflektiert an Filme und andere Medien herangehen, sondern sie gezielt auswählen“, sagte Haldenwang.

Die Schulkinowochen in Bayern sind vor fünf Jahren das erste Mal gestartet worden. Das vom bayerischen Kultusministerium unterstützte Projekt richtet sich an Schüler von der ersten bis zu 13. Klasse.

dpa

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