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Schwarzes Wochenende in Bayern und der Region

Zahlreiche Badeunfälle: Für vier Menschen kommt jede Hilfe zu spät, 25-Jähriger vermisst

Zahlreiche Badeunfälle ereigneten sich am Wochenende in Bayern.
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Zahlreiche Badeunfälle ereigneten sich am Wochenende in Bayern.

Landkreis - Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad herrschte am Wochenende in Bayern bestes Badewetter. Leider gab es im Freistaat aber auch wieder einige fürchterliche Badeunfälle. Ein 25-Jähriger wird in der Oberpfalz noch immer vermisst.

In Ufernähe des Abtsee untergegangen: 80-Jährige stirbt bei Badeunfall

Bei einem Badeunfall in Oberbayern ist eine 80-Jährige gestorben. Die Frau sei am Sonntag mit ihrem Mann im Abtsee bei Laufen (Landkreis Berchtesgadener Land) geschwommen, teilte das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mit. Als der Mann ans Ufer zurückkehrte und seine Frau nicht mehr sehen konnte, setzte er einen Notruf ab.

Mehr als 50 Einsatzkräfte suchten daraufhin mit Booten, vom Ufer und aus der Luft nach der Vermmissten. Die Besatzung eines Rettungshubschraubers fand sie schließlich in Ufernähe. Die Frau konnte nur noch tot geborgen werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie aufgrund einer akuten Erkrankung untergegangen ist.

Rettungsschwimmer (16) holt Senior aus Chiemsee

Ein junger Rettungsschwimmer hat einem Senior im Chiemsee wohl das Leben gerettet. Der 16-Jährige von der Wasserwacht habe am Samstag beobachtet, wie der 83 Jahre alte Schwimmer immer langsamer wurde und dann mit dem Kopf untertauchte, teilte die Wasserschutzpolizei mit.

Der Wasserwachtler habe einen Rettungsring ins Wasser geworfen, sei hinterhergesprungen und habe kurz tauchen müssen, um den Ertrinkenden zu fassen. Der Senior kam verletzt ins Krankenhaus in Prien und wurde dort stationär aufgenommen.

25-Jähriger wird nach dem Schwimmen in der Donau vermisst

Nach einem mutmaßlichen Badeunfall wird in Regensburg ein 25-Jähriger vermisst. Der Mann war am Samstag in der Donau schwimmen und trieb dann ab, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sein 26 Jahre alter Begleiter habe gesehen, wie er mit rudernden Armbewegungen im Wasser gewesen und dann immer wieder abgetaucht sei. 

Obwohl er noch versucht habe, ihm vom Ufer aus zu folgen, habe sich die Spur zu dem 25-Jährigen aber verloren. Einsatzkräfte der Wasserrettung suchten den Bereich mit Booten und Tauchern ab, konnten den Regensburger aber zunächst nicht finden.

Mann stirbt nach Badeunfall auf früherem Buga-Gelände in Heilbronn

Ein junger Mann ist nach einem Badeunfall auf dem Gelände der früheren Bundesgartenschau (Buga) in Heilbronn gestorben. Der 22-Jährige sei nach Zeugenaussagen am Freitagabend im Uferbereich des Karlssees durch das Wasser gewatet und anschließend an einer rund drei Meter abfallenden Kante im See untergegangen, teilte die Polizei mit.

Ein 15 Jahre alter Zeuge versuchte zu Hilfe zu eilen, konnte den Ertrinkenden im trüben Wasser aber nicht finden. Schließlich konnte der 22-Jährige von Tauchern der Feuerwehr geborgen werden. Er wurde noch vor Ort reanimiert, starb allerdings später im Krankenhaus.

68-Jährige stirbt in Feldmochinger See

Im Feldmochinger See bei München starb eine 68-Jährige. Ein Stand-Up-Paddler hatte Feuerwehrangaben zufolge die Frau noch auf sein Brett gezogen und ans Ufer gebracht. Auch bei ihr blieben die Wiederbelebungsversuche erfolglos.

73-Jährige stirbt nach Unfall in Badesee

Eine 73-Jährige ist bei einem Badeunfall an einem Naturbadesee bei Helmbrechts (Kreis Hof) ums Leben gekommen. Badegäste hätten die leblose Frau am Donnerstagnachmittag im Wasser entdeckt, sie geborgen und zu reanimieren versucht, teilte die Polizei am Freitag mit. Die 73-Jährige sei noch in ein Krankenhaus gebracht worden, am Abend aber gestorben. Hinweise auf Fremdeinwirken gebe es nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt zur genauen Todesursache.

Zehnjähriges Mädchen geht im Wöhrder See bei Nürnberg unter und wird gerettet

Ein Mädchen ist im Wöhrder See in Nürnberg untergegangen, konnte aber wenig später aus dem Wasser gezogen und gerettet werden. Die Zehnjährige sei Nichtschwimmerin. Sie habe im seichten Bereich einer Bucht gespielt, teilte die Polizei am Freitag mit. Das Kind sei dann in den tieferen Bereich der Bucht geraten und habe dort nicht mehr stehen können.

Mehrere Erwachsene tauchten nach der Untergegangenen - zunächst erfolglos. Erst ein Polizist bekam das Mädchen unter Wasser zu fassen. Am Ufer leiteten mehrere Zeugen sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Das Kind kam ins Krankenhaus. Am Freitagabend war es nach Angaben der Polizei bei Bewusstsein.

Mann rettet mit beherztem Tauchgang 60-Jährigen aus See bei Dachau

Mit seinem beherzten Eingreifen hat ein 46-Jähriger wohl einen Mann vor dem Ertrinken in einem See bei Dachau gerettet. Er habe den um sich schlagenden 60-Jährigen bemerkt, sei sofort ins Wasser gesprungen, habe den Mann in etwa zwei Metern Tiefe finden und an Land ziehen können, teilte die Polizei am Freitag mit. Dort habe er mit der Reanimation begonnen. Der 60-Jährige kam nach dem Vorfall am Donnerstagabend in eine Klinik, laut Polizei war sein Zustand am Freitag stabil.

Die Reanimation am Ufer war dem Polizeibericht zufolge Teamarbeit: Ein 20-Jähriger half dem 46-Jährigen Retter sofort bei der Reanimation, später unterstützten Wasserwachtler den Notarzt. Nach 15 Minuten Wiederbelebung seien bei dem 60-Jährigen wieder Vitalwerte festgestellt worden, teilte die Polizei mit. Die Rettungswagenbesatzung lobte laut Polizei die „unglaubliche Leistung der Ersthelfer und der Wasserwacht“.

Eingreifen sollten nur erfahrene Beobachter

Wer eine Person in Notlage entdeckt, sollte sofort den Notruf 112 verständigen. Selber einen Rettungsversuch zu starten, ist eine heikle Angelegenheit. Wiese empfiehlt das bei Erwachsenen in Not nur, wenn derjenige fachliches Wissen besitzt - also sowohl das Gewässer als auch das Gewicht der Person in Not einschätzen kann und mit Rettungsvorgängen vertraut ist.

Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Ertrinkende sich an den Retter klammert und beide in Not geraten, weil dieser sich nicht aus dem Klammergriff befreien kann. Lieber sollten sich Ersthelfer nach einem Rettungsring oder großen Stück Holz umsehen, an dem sich der Ertrinkende festhalten kann.

mh (mit Material der dpa)

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