Dritter Fall aus dem Kreis Traunstein 2018

Schweine misshandelt? Wieder Bauer im Visier der Justiz

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Traunstein - Der nächste Fall vor dem Amtsgericht: Diesmal soll ein Landwirt aus dem nordwestlichen Landkreis Schweine mit gebrochenen Beinen im Schlachthof abgeliefert haben.

Mitte Januar 2017 soll der Bauer im Landshuter Schlachthof ein Schwein abgegeben haben, dass wohl schon vor längerer Zeit einen Oberschenkelbruch erlitt, wie die Staatsanwaltschaft vermutet. Die Bruchenden hätten mit den Spitzen in die Muskulatur geragt, die Muskeln aufgespießt und Nerven verletzt. Am folgenden Tag soll der Landwirt aus dem nordwestlichen Landkreis Traunstein wieder zwei Schweine mit gebrochenen Beinen im Schlachthof abgeliefert haben. Einer der Brüche war frisch, einer schon längere Zeit her.

Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass der Bauer die Verletzungen erkennen und einen Arzt einschalten hätte müssen. Der Transport ins 80 Kilometer entfernte Landshut hätte den Tieren zusätzliche Schmerzen zugefügt. Gegen den Landwirt erging ein Strafbefehl, doch er legte Einspruch ein - das heißt: es kommt zur Verhandlung. Der Prozesstermin in Traunstein wurde aber vom gestrigen Mittwoch auf Mittwoch, den 9. Mai verschoben. Der Bauer wird der Tiermisshandlung in zwei Fällen beschuldigt.

Heuer schon der dritte Fall vor dem Amtsgericht

Vor dem Amtsgericht in Traunstein landeten heuer bereits zwei ähnliche Fälle. Bauern aus Seeon-Seebruck und Grabenstätt bekamen jeweils eine Strafe, wegen ihres Umgangs mit Kühen. Einmal wurde ebenfalls eine verletzte Kuh im Schlachthof abgeliefert, im anderen Fall entdeckte das Veterinäramt bei einer Kontrolle, dass eine Kuh so eng angebunden wurde, dass die Kette schon ins Fleisch eingewachsen war

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Friso Gentsch

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