Schweinegrippe: Altöttinger stirbt im Skiurlaub

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

Saalbach-Hinterglemm/Altötting - Ein 32-Jähriger aus dem Kreis Altötting ist im Skiurlaub nach einer Ansteckung mit dem H1N1-Virus an Schweinegrippe gestorben.

Lesen Sie dazu auch:

Drei Viertel Influenzafälle sind Schweinegrippe

Häufig gestellte Fragen zur Schweinegrippe

Grippe-Impfung ist weiterhin sinnvoll

Der Mann sei bereits krank in das Skigebiet im Pinzgau angereist, zitiert der österreichische Rundfunk (ORF) in seiner Online-Ausgabe den Landessanitätsdirektor in Salzburg, Christoph König. Daher sei der "dramatische Verlauf" kein Zufall. In seinem geschwächten Zustand hätte er einen Arzt aufsuchen und auf das Skifahren verzichtet sollen, so König. Beides tat er jedoch nicht. Er starb fünf Tage nach seiner Ankunft in dem Wintersportgebiet in den Kitzbüheler Alpen.

Die drei Begleiter, mit denen der Mann nach Österreich eingereist war, wurden ebenso informiert wie das gesamte Personal des Hotels, in dem die kleine Reisegruppe anbgestiegen war.

Der Fall ereignete sich bereits am Neujahrstag, wurde aber erst jetzt bekannt, da man "ganz sichergehen wollte", nachdem im Rahmen der Untersuchungen der Verdacht aufgekommen war, es könne sich um eine Infektionskrankheit handeln. An den inneren Organen des Mannes wurden schwerwiegende Veränderungen festgestellt, deshalb war am Dienstag eine Obduktion angeordnet worden, deren Ergebnisse am gestrigen Mittwoch vorgelegt wurden.

Wie tz-online berichtet, handelt es sich um einen Einzelfall, so Bezirkshauptfrau Dr. Rosmarie Drexler. „Beim Auftreten von Grippesymptomen sollen sie sofort zum Arzt gehen.“

Eine Ansteckung weiterer Personen mit dem Schweinegrippen-Virus könne nicht ausgeschlossen werden, so der Landessanitätsdirektor laut dem ORF. Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sieht dennoch keinen Grund zur Panik.  Seit der letzten Dezemberwoche seien 17 Fälle mit Schweinegrippe-Erregern im Labor festgestellt worden, teilte Univ. Prof. Franz Allerberger, Facharzt für Infektionserkrankungen, der APA mit. Dies sei "alles andere als unüblich". Zudem liege die Sterblichkeit bei diesem Erreger unter dem, was in den Vorjahren bei normalen saisonalen Grippeerregern üblich gewesen sei.

In Niedersachsen waren in den vergangenen Tagen ein dreijähriges Mädchen und ein 51 Jahre alter Mann gestorben, die sich mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert hatten.

hn

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser