Polizei ermittelt wegen Falschmeldungen

Mädchen (13) in Bus verstorben - Gerüchte um Tod durch Maskentragen

Schweinfurt - Es gibt viele Gerüchte rund um das Corona-Virus. Vor allem in sozialen Netzwerken kursieren die skurrilsten Geschichten. In Schweinfurt soll nun ein sechsjähriges Mädchen durch das Tragen einer Maske gestorben sein. Jetzt greift die Polizei ein.

Die Polizei Schweinfurt hat Ermittlungen wegen in sozialen Netzwerken kursierenden Falschmeldungen eingeleitet. Auf Social Media verbreitet sich laut Polizeiangaben derzeit eine Falschmeldung über den angeblichen Tod eines sechsjährigen Mädchens in Schweinfurt.

„In den Beiträgen wird behauptet, das Kind wäre aufgrund der Maskenpflicht gestorben. Ein derartiger Fall ist in ganz Unterfranken, insbesondere im Raum Schweinfurt nicht bekannt“, erklärte die Polizei in einer Pressemeldung.

Deshalb bitten die Behörden „diesen Falschmeldungen keinen Glauben zu schenken und ganz besonders diese Schreckensnachrichten nicht weiterzuverbreiten.“ Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat bereits erste Ermittlungen eingeleitet. Auch die Polizei Unterfranken hat aus diesem Anlass öffentlich auf ihrer Facebook-Seite Stellung genommen.

Doch nicht nur in Schweinfurt oder Unterfranken verbreiten Gegner der staatlichen Corona-Maßnahmen Gerüchte über Todesfälle durch Maskentragen bei Kindern. Der tragische Fall eines tatsächlich verstorbenen 13-jährigen Mädchens, das am 7. September im Landkreis Germersheim in einem Schulbus bewusstlos wurde und später im Krankenhaus verstarb, gibt den Kritikern Rückenwind.

Laut wochenblatt-reporter.de wurde das Kind, das sich in einem mäßig gefüllten Schulbus mit etwa 30 Fahrgästen (die alle einen Sitzplatz hatten) auf dem Nachhauseweg befand, auf ihrem Platz ohnmächtig. Die Schülerin wurde zwar reanimiert, doch trotz Notarzt und Einlieferung in ein Krankenhaus verstarb das Mädchen.

Die Staatsanwaltschaft Landau teilte dazu am Donnerstag mit, dass die Todesursache des Mädchens bisher noch unklar sei. Die Leiche sei bereits obduziert worden. Nach dem bislang allein vorliegenden vorläufigen Kurzprotokoll über die Obduktion konnte die Todesursache bisher aber noch nicht bestimmt werden, berichtet rheinpfalz.de. Die Staatsanwaltschaft Landau hat weitere rechtsmedizinische Untersuchungen und umfassende Ermittlungen in Auftrag gegeben. Diese Ergebnisse und das entsprechende endgültige Gutachten über die Obduktion stehen noch aus.

mz

Rubriklistenbild: © Alex Rosemberg

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