Einige kritische Stimmen

Lärmschutz-Ärger an der A94: Das sagen unsere Leser dazu

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Erst Anfang Oktober wurde der neue Abschnitt der A94 eingeweiht. Doch schon jetzt gibt es Kritik, der Lärmschutz sei unzureichend.
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Schwindegg/Landkreis Mühldorf am Inn - Nach der Eröffnung des neuen A94-Abschnitts mehren sich die Beschwerden von Anwohnern. Sie beklagen, der Lärmschutz für sie sei unzureichend. Die Leser von innsalzach24.de sehen das nicht nur mit Sympathien.

Besonders in der Diskussion unter dem Post zum Artikel auf der Facebook-Seite von innsalzach24.de finden sich zahlreiche kritische Stimmen. "Jeder, der die A94 gefahren ist, weiß, wie weit die Anwesen oder Höfe von der Autobahn weg sind. Und damit, dass dies Jammern auf hohem Niveau ist!", schreibt etwa ein User. "Somit ist ein zusätzlicher Lärmschutz Blödsinn!"

Viele kritische Stimmen

"Außerdem gewöhnt man sich mit der Zeit an einen gewissen Lärmpegel", bemerkt Andreas T.. "Das ist alles Gewohnheit. Ich habe auch mal in unmittelbarer Nähe einer Stelle gewohnt, an der halbstündlich Züge vorbei fahren. Am Anfang war es schlimm, nach einer gewissen Zeit wurde es gar nicht mehr war genommen", berichtet Dany P.. "Die Anwohner an der B12 und in Hohenlinden hat auch die letzten 40 Jahre keiner gefragt!", betont Sabine V.. "Da stehen die Häuser direkt an der Straße. Die A94 war einfach bitter nötig und ich als Pendler bin froh und dankbar, dass ich jetzt 20 Minuten Fahrzeit pro Weg weniger habe", pflichtet ihr auch Karin K. bei.

Auch in einer Umfrage auf innsalzach24.de gaben mit 555 Stimmen oder 62,22 Prozent die Mehrheit der Befragten an, sie würden keinen Bedarf für Nachbesserungen beim Lärmschutz sehen.

Lärmschutz-Kontroverse nach Eröffnung

Auch nach der Eröffnung des neuen A94-Abschnitts haben die Kontroversen darum nicht geendet. Zur Diskussion um den Schutz der Umwelt ist nun auch eine um den Lärmschutz für Anwohner gekommen. "Wir haben mit Eröffnung der A94 eine völlig neue und drastische Beeinträchtigung bezüglich Verkehrslärm zu ertragen", berichten beispielsweise Anwohner aus Schwindegg der Redaktion von innsalzach24.de. Dort fühlt man sich durch den Flugverkehr zum Flughafen München doppelt belastet.

Auch außerhalb des Landkreises Mühldorf wird das Thema Lärmschutz an der A94 heftig diskutiert. Wie unser Partnerportal merkur.de berichtet, mussten sich etwa in Lengdorf kürzlich Vertreter der Autobahndirektion Südbayern und des Bauunternehmens auf einer Bürgerversammlung einiges an Beschwerden anhören. Gegenüber innsalzach24.de betonten sowohl das Bundesverkehrsministerium als auch die Autobahndirektion Südbayern, allen Beschwerden und Anfragen würde nachgegangen.

Allerdings wies die Autobahndirektion auch auf besondere Umstände vor Ort hin. Zudem könnte es kompliziert werden, wenn jemand sich von Verkehrslärm gestört fühlt, auch wenn dieser im Rahmen gesetzlicher Vorschriften bleibt. Dann muss gegebenenfalls die betroffene Gemeinde die Kosten für Lärmschutzmaßnahmen übernehmen und dafür notwendige Bauten erst einmal durch ein Genehmigungsverfahren.

hs

Quelle: innsalzach24.de

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