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„Chemikalien und größere Mengen an Gasen“

„Mutmaßlicher Reichsbürger“ (52) droht Polizei – und löst SEK-Einsatz in Eggenfelden aus

SEK-Einsatz in Eggenfelden
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SEK-Einsatz in Eggenfelden

Montagnachmittag (28. November) machten Meldungen die Runde, dass ein SEK-Einsatz im niederbayerischen Eggenfelden im Landkreis Rottal-Inn im Gange sei. Die Rede war von einem mutmaßlichen Reichsbürger. Zunächst hielten sich die Behörden bedeckt. Mittlerweile weiß man aber mehr.

Eggenfelden – Auf Nachfrage von rosenheim24.de hatte ein Sprecher der Einsatzzentrale Niederbayern den Einsatz des Spezialeinsatzkommandos (SEK) am Montagnachmittag (28. November), der zu dieser Zeit noch lief, lediglich bestätigen können. Weitere Details wollte er nicht verraten, aber konnte versichern, dass „keine Gefährdung der Bevölkerung“ vorliegen würde, so der Sprecher.

Eigentlich nur eine Zwangsräumung…

Nach dem Einsatz folgte aber dann die Presseaussendung des Polizeipräsidiums Niederbayern. In dieser steht geschrieben, dass in den Nachmittagsstunden eigentlich nur eine Zwangsräumung bei einem 52-jährigen Mann aus dem Gemeindeteil Huldsessen seitens des Amtsgerichts Eggenfelden durchgeführt werden sollte. Allerdings benötigte diese hierbei die Unterstützung der Polizeiinspektion Eggenfelden im Rahmen der Amtshilfe.

SEK-Einsatz in Eggenfelden

…aber bei einem „mutmaßlichen Reichsbürger“

Zur Eröffnung der Zwangsräumung sei der 52-Jährige, „welcher mutmaßlich der sogenannten Reichsbürgerbewegung zuzuordnen sei“, gegen 8 Uhr zu einer Anhörung zum Amtsgericht gebeten worden, so die Polizei. Der 52-Jährige äußerte daraufhin, im Besitz von Chemikalien und auch einer größeren Menge an Gasen zu sein.

SEK und TSG eilen zur Hilfe

Entsprechend konnte die Behörde auch nicht ausschließen, dass er im Besitz von Waffen sei. Aufgrund dieser Erkenntnisse war somit ein gefahrloses Betreten durch Mitarbeiter des Amtsgerichtes und der Polizeikräfte der Polizeiinspektion Eggenfelden nicht gewährleistet. Zudem hätten sich möglicherweise noch weitere Personen in dem Haus befinden können. Gerade aus diesem Grund seien sowohl Spezialeinsatzkräfte mit Kräften der Verhandlungsgruppe als auch die Technische Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes hinzugezogen worden, wie man dem Pressebericht entnehmen kann.

Weder Personen noch Stoffe: Großalarm entpuppt sich als Fehlalarm

Zwar soll dann das Haus gegen 15.30 Uhr durch Spezialeinsatzkräfte betreten worden sein. Allerdings konnten keine Personen angetroffen werden. „Auch konnten keine entsprechenden Stoffe festgestellt werden, von denen eine Gefahr ausgeht und die einem weiteren polizeilichen Vorgehen, wie der Einsatz der Technischen Sonderguppe, entgegenstehen würden“, so die Polizei.

Mutßmaßlicher Reichsbürger in Fachklinik eingeliefert

Während der polizeilichen Maßnahmen seien ab 14 Uhr Straßensperrungen um den Einsatzort in Huldsessen notwendig gewesen. Jedoch hätten diese „nur geringe Auswirkungen auf den Straßenverkehr“ mit sich gezogen. Gegen 16.20 Uhr konnten diese Sperrungen auch schon wieder aufgehoben werden.

Der mutmaßliche Reichsbürger wurde im Anschluss zunächst bei der Polizeiinspektion in Eggenfelden in Gewahrsam genommen. Doch auf Anordnung des Landratsamtes Rottal-Inn wurde er am Ende des Tages in eine Fachklinik eingeliefert.

mck/Polizeipräsidium Niederbayern

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