„Das muss man offen sagen“

Shutdown im Landkreis Rottal-Inn: Landrat gibt Österreichern Schuld

Michael Fahmüller bei Pressekonferenz
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Fahmüller sieht Nähe zu Österreich als einen Grund für die hohen Infektionszahlen.

Landkreis Rottal-Inn - Im Landkreis Rottal-Inn gilt de facto ein neuer Lockdown. Die Maßnahme wurde aufgrund der Zahl an Neuinfektionen notwendig. Wenn es um die Frage geht, warum das so ist, hat Landrat Michael Fahmüller (CSU) eine Begründung parat.

Seit Dienstag, 0 Uhr, gilt im Landkreis Rottal-Inn faktisch ein (erneuter) Lockdown. Die Menschen dürfen beispielsweise ihre Wohnung jetzt nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen und Kindergärten werden geschlossen, ebenso Einrichtungen, die ausschließlich der Freizeitgestaltung dienen. Auch für Restaurants gelten starke Einschränkungen. Veranstaltungen wurden abgesagt.

Die Maßnahmen wurden getroffen, nachdem der niederbayerische Landkreis zu Beginn der Woche deutschlandweit den höchsten Wert bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz aufgewiesen hatte. 

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Landrat Michael Fahmüller (CSU) sieht in der Nähe zu Österreich einen der Gründe für die hohe Zahl an Neuinfektionen in der Region. „Das muss man offen sagen“, sagte er - auch wenn man diesen Zusammenhang nicht beweisen könne. Allerdings seien die Maßnahmen in Österreich weit nicht so streng gewesen wie im Freistaat Bayern. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) setzt nun jedenfalls laut „bild.de“ auf Corona-Tests bei Grenzpendlern - eine Maßnahme, welche wiederum in Österreich auf massive Kritik stößt.

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