Feuerwerk - aber richtig!

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München - Immer wieder kommt es zu Unfällen beim Abbrennen von Raketen und Böllern. Wir geben Tipps und Hinweise für ein sicheres Silvester-Feuerwerk.

Erwachsene könnten beim Umgang mit Feuerwerk schwere Unfälle mit einfachen Sicherheitsvorkehrungen vermeiden. „Es dürfen nur geprüfte und zugelassene Feuerwerksartikel verwendet werden. Vor dem Griff zum Feuerzeug muss unbedingt der Blick in die Gebrauchsanleitung stehen. Nur so können Sie auf Nummer sichergehen, dass das Neue Jahr nicht im Krankenhaus endet!“, so die Ministerin abschließend.

http://www.vis.bayern.de/technik/produktgruppen/haushaltswaren/silvesterfeuerwerk.htm

Allgemeine Tipps zum sicheren Umgang mit Feuerwerk:

* Vor dem Abbrennen die Sicherheitshinweise lesen und beachten

* Böller nach dem Anzünden sofort wegwerfen

* Nach dem Zünden von Raketen und Fontänen sich schnell entfernen

* Bei Raketen auf sichere „Abschussrampen“ achten: schwere Sektflaschen oder am besten Flaschen in einem Flaschenkasten

* Raketen, Fontänen etc. niemals unter Bäumen, Laternen etc. zünden

* Blindgänger nicht erneut anzünden, sondern mit Wasser übergießen

* Basteleien mit Feuerwerkskörpern sind eine häufige Unfallursache

* Fenster und Türen zur Sicherheit geschlossen halten

* Der „Feuerwerker“ ist nüchtern

Finger weg von „Schnäppchen“

Bei sogenannten Schnäppchen ist Vorsicht geboten. Nicht zugelassene Materialien, zu kurze Zündschnüre oder mangelhafte Verarbeitung sind nur einige Gründe für die Gefährlichkeit von Billigware. Der eigenen Sicherheit zuliebe sollte daher nur legales Feuerwerk gekauft werden. Dieses trägt eine so genannte BAM-Nummer oder eventuell bereits das neue CE-Kennzeichen mit einer Registriernummer. Produkte mit der BAM-Nummer (BAM = Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung) dürfen noch bis Ende 2016 vertrieben werden. Der Verkauf und auch die Verwendung von nicht zugelassenem Feuerwerk, das „schwarz“ auf der Straße oder auf Flohmärkten angeboten wird, können nach dem Sprengstoffgesetz sogar als Straftat geahndet werden. Was viele Menschen nicht wissen: Beim Abbrennen von Silvesterfeuerwerk treten Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celsius auf. Es besteht die Gefahr schwerster Verbrennungen. Der leichtfertige Umgang mit Feuerwerk führt jedes Jahr dazu, dass Menschen ihr Augenlicht, das Hörvermögen oder Gliedmaßen wie Finger oder ganze Hände verlieren.

Selbstlaborate

Basteleien und der Selbstbau von Böllern und Raketen ist nicht nur gefährlich sondern auch unter Strafe verboten. Das dabei verwendete Schwarzpulver kann durch Stöße, Reibung, elektrostatische Aufladung oder Funken gezündet werden und explodieren. Neben möglichen Körperschäden und zivilrechtlichen Forderungen kommen auf die selbsternannten Pyrotechniker auch noch ein Strafverfahren zu.

Brandschutz

Böller und Raketen müssen an einem sicheren und für Kinder nicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden. Raketen, Fontänen und Knaller dürfen nicht in geschlossenen Räumen gezündet werden. Raketen haben schon so manchen Brand ausgelöst. Deshalb gilt: Feuerwerk darf nicht in der Nähe von Bäumen, Oberleitungen, Tankstellen und Dachvorsprüngen abgebrannt werden. Dachluken, Fenster und Mülltonnen sollten geschlossen, Balkon und Terrasse leergeräumt sein. Ein Feuerlöscher oder zumindest ein Wassereimer sollte bereit stehen. Durch Fahrlässigkeit oder vorsätzliches Fehlverhalten kann aus einem Silvesterspaß schnell Brandstiftung, Körperverletzung oder Sachbeschädigung werden.

Polizei Trostberg/Pressestelle (StMAS)

Rubriklistenbild: © dpa

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