Erst Hochries, jetzt bei Simbach

Treiben Wölfe in der Region ihr Unwesen? Behörde bestätigt weitere Sichtung

Landkreis - Treiben derzeit gleich mehrere Wölfe in Südostbayern ihr Unwesen? Während die offizielle Bestätigung für eine mögliche Sichtung im Hochries-Gebiet (Landkreis Rosenheim) noch fehlt, gibt es anderswo nun Gewissheit.

In der Nähe von Simbach (Landkreis Dingolfing-Landau) wurde jetzt ein Jungwolf gesichtet. "Soweit vom Foto sichtbar handelte es sich tatsächlich um einen Wolf", bestätigte nun ein Sprecher des Bayerischen Landesamts für Umweltschutz (LfU) gegenüber der Passauer Neuen Presse (PNP). Der Fall hatte erstmals am Montag für Aufsehen gesorgt. Bislang stand eine offizielle Bestätigung, dass es sich um einen Wolf handelt, jedoch aus.

Den Experten zufolge war das Tier bei Simbach alleine unterwegs. "Wölfe unternehmen oft große Wanderungen. (...) Mitunter passiert es schon, dass ein männlicher und ein weiblicher Wolf vom Rudel abwandern und dann Junge bekommen", erklärte der LfU-Sprecher weiter. In Bayern sind dem Landesamt insgesamt fünf Rudel bekannt, vier davon in Neustadt an der Waldnaab (Oberpfalz) und eines bei Bayreuth (Oberfranken).

Wolf auch an Hochries gesichtet?

Nahezu zeitgleich hatte auch ein Landwirt aus Erl (Tirol) im Hochries-Gebiet eine beängstigende Beobachtung gemacht. Markus Schwaighofer filmte keine 25 Meter von seinem Stall entfernt ein Tier, das dort sein Unwesen trieb. "Ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handelte", sagte der Landwirt im Gespräch mit rosenheim24.de. Schwaighofer, der auch als Jäger tätig ist, stellte klar: "Wenn ein Wolf ohne Scheu so nah an ein Haus herangeht, dann ist das nicht mehr lustig." Der Tiroler ist sich sicher: Wäre er zum Zeitpunkt der Sichtung nicht bei seinen Kälbern gewesen, hätte der Wolf vermutlich mehrere Tiere zu Tode gejagt und/oder gerissen. "Der Wolf und die Alm vertragen sich einfach nicht. Landwirtschaft und ein Raubtier, das funktioniert nicht", so Schwaighofer.

rosenheim24.de hat das Video sowie Bildmaterial ebenfalls dem Bayerischen Landesamt für Umweltschutz (LfU) vorgelegt. Eine offizielle Bestätigung, dass es sich beim Fall im Hochriesgebiet ebenfalls um einen Wolf handelt, stand am Mittwochmorgen zunächst noch aus. Andere Experten haben sich in verschiedenen Medien jedoch bereits festgelegt: Bei diesem Tier handelt es sich ebenfalls um einen Wolf!

mw

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