Sitzplatzpflicht kommt wohl nicht

Schulbusse: Kinder müssen weiterhin stehen

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Der Verkehrsausschuss des Landtags zeigte zwar Verständnis für die Sorgen der Eltern - eine Sitzplatzpflicht wird es aber nicht geben.
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München - Knapp 20.000 Menschen in Bayern forderten eine Sitzplatzpflicht in Schulbussen. Der Verkehrsausschuss im Landtag erteilte dem Vorstoß nun eine Absage.

Der Bericht eines Radiosenders über vermeintlich überfüllte Schulbusse, unter anderem in Waldkraiburg, hat eine breite Debatte über die Sicherheit von Schulbussen losgetreten. Der Nachwuchspolitiker Dominik Heuwieser aus dem Landkreis Rottal-Inn sah die Landesregierung in der Pflicht und startete eine Online-Petition zur Einführung einer Sitzplatzpflicht in bayerischen Schulbussen. 21.188 Menschen unterstützten die Petition, 19.195 Unterstützer kamen aus Bayern. Im März hat Heuwieser die Petition schließlich dem Bayerischen Landtag übergeben.

Ja zu Verbesserungen, Nein zur Sitzplatzpflicht

Dominik Heuwieser, Initiator der Petition

Gestern beschäftigte sich der Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie mit der Petition - und zeigte großes Verständnis für Heuwieser und die knapp 20.000 Unterzeichner aus Bayern. "Ich will hier ausdrücken, dass ich großes Verständnis für die Sorgen und Nöte der Eltern habe", zitiert die dpa Ausschussmitglied Bernhard Roos (SPD). Alle Fraktionen unterstützten letztlich die Forderung der Petition, dass sich der Freistaat beim Schülertransport besser engagieren solle.

Dem Hauptanliegen der Petition, einer Sitzplatzpflicht in allen Schulbussen, erteilte der Ausschuss jedoch eine Absage. Das Vorhaben ist nach Einschätzung der Abgeordneten schlicht nicht zu stemmen. Dazu aber bräuchte man die drei- bis vierfache Zahl an Bussen, erläuterte der Süddeutschen zufolge Eberhard Rotter (CSU).

Quelle: innsalzach24.de

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