Kein Geld für Sanierung

Skisprungschanze im Frankenwald wird gesprengt

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Die Frankenwaldschanze aus den 20er Jahren wird gesprengt. Für eine Sanierung fehlt das Geld.

Bad Steben - Der Markt Bad Steben (Landkreis Hof) lässt seine Skisprungschanze sprengen. Der Grund: Die Sportanlage ist marode und einsturzgefährdet.

Und für eine Sanierung fehlt das Geld. Im März solle, wenn das Wetter passt, mit den notwendigen Arbeiten begonnen werden, sagte Bürgermeister Bert Horn (CSU). Offiziell ist die Anlage bereits seit einigen Jahren gesperrt.

Die Frankenwaldschanze stammt aus den 1920er Jahren. In den 90er Jahren wurde in einen Mattenbelag investiert, damit auch im Sommer gesprungen werden konnte. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs waren auch viele tschechische Sportler in Bad Steben zu Wettkämpfen und Trainingseinheiten zu Gast.

Doch das ist Vergangenheit. Der Wintersportverein in Bad Steben hat sich 2012 aufgelöst - eine Sanierung der Schanze war finanziell und personell für den Verein nicht zu stemmen. Die Sportstätte ging an den Markt Bad Steben über, wie Rolf Feuchtenberger, Präsident des Oberfränkischen Skiverbandes, erläuterte. Doch auch die Kommune habe nicht die Mittel gehabt, um das Bauwerk zu sanieren. Nun entschloss sich der Marktgemeinderat, die Schanze komplett abzureißen. Auch die Idee, den Schanzenturm als Aussichtsturm zu erhalten, wurde aus Kostengründen verworfen.

Damit gebe es im Frankenwald keine Sprungschanze mehr, sagte Feuchtenberger. Die verbliebenen Nachwuchsspringer hätten sich sächsischen Vereinen angeschlossen. Skisprung-Wettkämpfe in Oberfranken seien nur noch im Fichtelgebirge möglich.

Bilder: Abschied von der Frankenwaldschanze

dpa

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