Sehr niedrige Zahlen

So viele COVID-19 Patienten werden derzeit in der Region auf der Intensivstation behandelt

Landkreis - Die Bilder von überfüllten Krankenhäusern und Intensivstationen gingen um die Welt. Deutschland hat es Gott sei Dank nie so schlimm erwischt. Wie sieht es aktuell aus? Wir haben die Zahlen, wie viele COVID-19 Patienten derzeit im OVB24-Gebiet auf der Intensivstation behandelt werden.

Derzeit werden laut DIVI-Intensivregister in ganz Bayern 56 COVID-19 Patienten auf Intensivstationen behandelt, 34 davon werden invasiv beatmet (Stand 29. September 11 Uhr). Deutschlandweit sind aktuell 350 Menschen mit COVID-19 in intensivmedizinischer Behandlung, 194 davon werden beatmet. Wir haben die Zahlen für die OVB24 Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting herausgesucht:

So viele COVID-19 Patienten werde derzeit in der Region auf Intensivstationen behandelt

Die im Intensivregister angegebenen Zahlen für unsere Region sind eindeutig: Aktuell (Stand 29. September 12 Uhr) wird in keinem der fünf Landkreise in unserem Verbreitungsgebiet ein COVID-19 Patient intensivmedizinisch behandelt. Insgesamt stehen in den fünf Landkreisen 235 Intensivbetten zur Verfügung. Die Auslastung aktuell: Berchtesgadener Land: vier frei, 15 belegt; Landkreis Traunstein: zwölf frei, 50 belegt; Landkreis Rosenheim: 20 frei, 55 belegt; Stadt Rosenheim: null frei, 30 belegt; Landkreis Mühldorf am Inn: fünf frei, 15 belegt; Landkreis Altötting: sieben frei, 22 belegt.

Bayernweit beträgt der Anteil von COVID-19 Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten 1,3 Prozent. Bayern liegt damit derzeit mit Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen gleich auf. Nur in Berlin (2,5 Prozent), Baden-Württemberg (1,6 Prozent) und Hamburg (2 Prozent) sind die Zahlen höher. 27,3 Prozent der Intensivbetten sind in Bayern derzeit nicht belegt.

Im Landkreis Traunstein sind seit dem 22. Juni 2020 keine Personen mit COVID-19 mehr verstorben. Die Zahl hält sich seitdem konstant bei 88. Todesfälle gesamt: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57

Was ist das DIVI-Intensivregister?

Das DIVI-Intensivregister des Robert-Koch-Instituts erfasst täglich die freien und belegten Behandlungskapazitäten in der Intensivmedizin von etwa 1.300 Akut-Krankenhäusern in Deutschland. Im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie werden zudem auch aktuelle Fallzahlen intensivmedizinisch behandelter COVID-19 PatientInnen aufgezeichnet. Das Register soll in der Pandemie, und darüber hinaus ermöglichen, Engpässe in der intensivmedizinischen Versorgung im regionalen und zeitlichen Vergleich zu erkennen. Damit soll das DIVI-Intensivregister eine Grundlage zur Reaktion und zur datengestützten Handlungssteuerung in Echtzeit schaffen. Ziel des DIVI-Intensivregisters ist, die Verfügbarkeiten von Beatmungsbetten und von erweiterten Therapiemaßnahmen bei akutem Lungenversagen in Deutschland sichtbar zu machen.

jb

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa

Kommentare