Söder: "Keine Gefahr durch Wolf!"

+
"Eine akute Gefährdung durch den Wolf besteht nicht", ist sich Bayerns Umweltminister Markus Söder sicher.

Bischofswiesen/Rosenheim - Den von Bayerns Umweltminister Markus Söder versprochenen Herdenschutz gegen den Wolf im Mangfallgebirge fordern die Bauern jetzt ein. Aber wie sieht er konkret aus?

Diese Frage konnte auch der Minister am Mittwochabend in Bischofswiesen nicht beantworten. Er war als Festredner zum politischen Aschermittwoch der CSU ins Brennerbräu gekommen. Auf Nachfrage von BGLand24 äußerte er sich nach seiner Rede auch zum Wolf.

"Wir nehmen die Sorgen der Almbauern ernst", betonte Söder. "Aber eine akute Gefährdung besteht nicht."

Lesen Sie auch:

Almbauern: „Größte Bedenken in Sachen Wolf“

Das sehen die Almbauern anders. Sie haben Angst, dass aus dem einen Wolf ein ganzes Rudel wird und das ihre Herden als Freiwild ansieht. "Im vergangenen Jahr hat der Wolf einen Schaden von 3500 Euro angerichtet", versuchte der Minister seine Haltung zu erklären. "Das ist kein Grund das Tier zum Abschuss freizugeben. Vor allem, da es gesetzlich verboten ist, ihn zu entnehmen oder gar zu schießen."

Von Seiten des Ministeriums habe man aber die Entschädigungssumme erhöht und biete einen Herdenschutz an. Wie dieser aussehe, wollte BGLand24 wissen. "Die Pläne dazu liegen derzeit im Landwirtschaftsministerium aus", so Söder. "Es geht hauptsächlich um moderne neue Weidekonzepte, Einzäunungen und Hirtenhunde."

"Ich habe außerdem den Vertragsnaturschutz ausgeweitet, was den Almbauern viel mehr hilft", erklärte der Minister. Der Wolf werde vorerst beobachtet und darauf geachtet, ob sich die Population vermehre. "Wir haben einen Wolfsbeauftragten eingesetzt und machen Informationsveranstaltungen für Touristen." Mehr sei von Seiten des Bayerischen Umweltministeriums derzeit nicht geplant.

Christine Zigon

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser